27.08.2017 - 15:30 Uhr
Sport

Grübeln beim Club Starke 20 Minuten in Aue reichen nicht

Aue. Irgendwann mussten die Nürnberger wieder als Verlierer vom Platz gehen. Aber dann ausgerechnet auf der Baustelle des FC Erzgebirge Aue? "Es war uns klar, dass wir nicht 34 Spiele in Folge ungeschlagen bleiben. Wir hätten es aber gerne nicht hier gehabt", sagte Trainer Michael Köllner nach dem 1:3 (0:0) des fränkischen Fußball-Zweitligisten bei den zuvor sieglosen Sachsen. "Die Mannschaft hat Gas gegeben, man kann ihr keinen Vorwurf machen."

Nürnbergs Trainer Michael Köllner und die Spieler bedanken sich bei den enttäuschten Fans für die Mitreise. Thomas Eisenhuth/dpa
von Agentur DPAProfil

Das war nur die halbe Wahrheit. Denn der bis zur Dienstreise ins noch umbaubedürftige Erzgebirgsstadion ungeschlagene Traditionsverein aus Franken machte in der Anfangsphase richtig Dampf: Cedric Teuchert scheiterte gleich zweimal am Auer Torwart Martin Männel. "In den ersten 15, 20 Minuten war es ein gutes Spiel. Wir haben aber leider die Chancen nicht genutzt", kommentierte Köllner. "Aue hat sich danach gut auf uns eingestellt und sehr griffig gespielt. Es war dann schwer für uns, durchzukommen."

Der Rückstand war der Knackpunkt der Partie. Dominik Wydra zog nach einer Stunde nach einem Eckball aus der Distanz ab. Der Nürnberger Verteidiger Georg Margreitter fälschte den Schuss noch ab, Torwart Thorsten Kirschbaum war das erste Mal bezwungen. "Der Sonntagsschuss hat uns auf die Verliererstraße gebracht", urteilte Köllner nach der ersten Niederlage im fünften Pflichtspiel. Dimitrij Nazarov (73.) und Pascal Köpke (77.) legten für die befreit aufspielenden Auer noch nach. "In der zweiten Halbzeit kriegen wir binnen weniger Minuten die Tore. Das war natürlich der Genickschlag", konstatierte Mittelfeldspieler Kevin Möhwald. Seine Nürnberger gaben auch nach dem schon aussichtslosen Rückstand nicht auf. Gegen die massive Deckung der Sachsen fanden sie aber kaum ein Durchkommen. Am Ende blieb Möhwalds Anschlusstreffer in der 87. Minute vor 9000 Zuschauern nur eine Randnotiz.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp