20.08.2017 - 16:46 Uhr
Sport

Kapitän Hanno Behrens rettet 2:2 gegen Union Berlin Club mit spätem Remis im Topspiel

Kapitän Hanno Behrens hat dem 1. FC Nürnberg im hochunterhaltsamen Topspiel der 2. Bundesliga gegen Union Berlin kurz vor dem Abpfiff noch ein Remis gerettet. Der Mittelfeldspieler erzielte am Sonntag vor 29 813 Zuschauern den umjubelten Ausgleich in der 90. Minute zum 2:2 (0:0) und bewahrte die Franken vor ihrer ersten Saisonniederlage. Die Berliner legten zwar die noch vorhandenen Defizite des Clubs in Offensive und Defensive offen, mussten sich jedoch am Ende mit einem Zähler begnügen.

Hanno Behrens (rechts) versucht Berlins Felix Kroos am Spielaufbau zu hindern. Der Club-Kapitän traf in letzter Minute zum Ausgleich für den Club im Spitzenspiel der 2. Liga. Bild: Daniel Karmann/dpa
von Agentur DPAProfil

"Wir haben uns zumindest noch mit einem Punkt belohnt. Für die Zuschauer war es ein begeisterndes Spiel, so ist die 2. Liga auf diesem Niveau ein Top-Produkt", resümierte Club-Coach Michael Köllner. "Wenn man kurz vor Schluss noch so ein Tor macht, geht man glücklich vom Feld. Wir hatten mehr Chancen, waren die bessere Mannschaft und mit einem Quäntchen Glück wären wir als Sieger vom Platz gegangen", meinte Behrens, der Retter des Remis'.

Simon Hedlund (47.) und der frühere Nürnberger Sebastian Polter (66.) fügten dem FCN die ersten beiden Liga-Gegentore der Saison zu. Cedric Teuchert (56.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich, ehe Behrens traf. Damit haben die Franken sieben Punkte auf ihrem Konto, sind aber die Tabellenspitze los. In der Nachspielzeit musste der Berliner Grischa Prömel wegen groben Fouls mit einer Roten Karte vom Platz.

Köllner hatte das Duell als "Gradmesser" tituliert - von der Maxime "Never change a winning team" hält er indes nichts. Der Club-Trainer nahm drei Wechsel vor: Die Offensiven Adam Zrelak für Mikael Ishak und Teuchert für Edgar Salli sowie in der Innenverteidigung Ondrej Petrak für Eduard Löwen durften von Beginn an ran. Zrelak blieb jedoch blass, Petrak unterliefen zu viele Unkonzentriertheiten, nur Teuchert wusste zu gefallen.

Die Nürnberger wollten auch gegen den Rivalen aus der Hauptstadt ihre Stärken in der Offensive ausspielen. Doch die Berliner agierten sehr diszipliniert und ließen den Franken wenig Raum. Der FCN war im Vorwärtsgang nicht schnörkellos genug. Zudem bitter: Top-Vorbereiter Sebastian Kerk musste angeschlagen ausgewechselt werden und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Köllner befürchtete eventuell eine schwerere Verletzung an Wade oder Achillessehne. "Ich will aber nicht spekulieren."

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