28.03.2018 - 15:04 Uhr

Marvin Stefaniak kehrt mit dem Club zu Dynamo Dresden an alte Wirkungsstätte zurück Der Heimkehrer

Ein Sachse, der in die alte Heimat zurückkommt: Wenn der 1. FC Nürnberg am Karsamstag bei Dynamo Dresden antritt, steht Marvin Stefaniak im Fokus. Denn schon in der Jugend hat der 23-Jährige dort gekickt. Im Stadion drücken Vater und Freunde trotzdem für den Club die Daumen.

Marvin Stefaniak (rechts) trifft am Samstag mit dem Club auf seine ehemaligen Kollegen von Dynamo Dresden. Bild: Friso Gentsch/dpa
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

"Ich freue mich tierisch auf die Rückkehr und bin gespannt auf die Reaktionen": Für Marvin Stefaniak ist es am Karsamstag (Anstoß 13 Uhr) wie nach Hause zu kommen - nach einer kurzen Abstinenz. In der Jugend hat der 23-Jährige bereits bei Dynamo Dresden gekickt, im Sommer wechselte er zum VfL Wolfsburg. Auf Leihbasis ist der Blondschopf bis Saisonende bei den Franken unter Vertrag.

Da fühlt sich Stefaniak, der mittlerweile auch eine Wohnung in der Stadt gefunden hat, ebenso gut aufgehoben. "Ich bin ein offener Spieler und kann mich schnell integrieren. Umso wohler ich mich fühle, desto schneller kann ich meine Leistungen abrufen", sagt er. Die Teamkollegen - vor allem Tim Leibold und Kevin Möhwald - hätten ihn im spanischen Trainingslager an die Hand genommen. Der Club habe eine Supermannschaft zusammen.

Ishak noch nicht dabei

Es ist aber auch ein Team, das in den vergangenen Wochen unter Druck geraten ist, weil der Vorsprung des nun Tabellenzweiten auf den Relegationsplatz von acht auf zwei Zähler zusammengeschmolzen ist. Wenn die Franken ernsthaft den Aufstieg in die 1. Liga anpeilen wollen, müssen in Sachsen Tore fallen. Die Voraussetzungen sind noch immer schwierig, denn gegen Dynamo wird Top-Torschütze Mikael Ishak wohl noch nicht auflaufen können. Man will dem Schweden Zeit geben, um die Knieverletzung auszukurieren.

Von einer Drucksituation will Stefaniak aber nichts wissen: "Wir spüren das nicht. Schließlich haben zu Saisonbeginn nicht viele gedacht, dass wir da oben stehen." Um doch wieder ein Punkte-Polster anzulegen, habe der Club die Länderspielpause genutzt. "Unser Testspiel war erfolgreich und wir haben viel trainiert. Wir haben die Woche gut überstanden."

Stefaniak weiß aber auch: "Dresden ist eine riskante Mannschaft, die gern von hinten raus spielt und versucht, den Ball laufen zu lassen. Wer vogelwild, ohne Köpfchen und Verstand in das Spiel geht, rennt immer ins Leere."

Freunde im Stadion

Die Devise laute daher: Erst einmal sicher stehen und am Anfang nicht allzu viel wollen. Dann gelinge eine Torchance. "Das Dresdner Stadion bebt immer. Da ist auch ein Punkt eine gute Ausbeute." Ob allerdings der Heimkehrer auch selbst auf dem Rasen stehen darf, entscheidet Trainer Michael Köllner wie immer erst kurz vor der Partie. "Er geht alle Optionen durch. Natürlich würde ich sehr gern spielen." Denn wie es sich für einen richtigen Aufenthalt zu Hause gehört: "Mein Vater und viele Freunde werden ins Stadion kommen." Die Daumen gedrückt werden dabei für den Club. "Sie sind immer für das Team, in dem ich spiele."

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