Nach 1:0-Sieg gegen Sandhausen wartet der 1. FC Nürnberg auf ein Spitzenspiel
Auf den Fersen

Langersehnter Heimspielsieg: Torschütze Tim Leibold (2.v.l.) bejubelt mit den Mannschaftskollegen Ewerton, Kevin Möhwald, Patrick Kammerbauer und Georg Margreitter sein 1:0 in der 68. Minute. Bild: Karmann/dpa Bild: SPW
Sport
Nürnberg
03.12.2017
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Mikael Ishak (r) vom 1. FC Nürnberg und Tim Kister vom SV Sandhausen im Kampf um den Ball. Foto: Daniel Karmann/dpa

Endlich wieder ein Heimsieg: Der 1. FC Nürnberg hat am Samstag gegen den SV Sandhausen seine bisher magere Bilanz zu Hause aufpoliert. Mit dem 1:0 bleiben die Franken dem Spitzenduo aus Düsseldorf und Kiel auf den Fersen.

"Wenn man sich die heutigen Ergebnisse ansieht, sind wir vielleicht der Gewinner des Tages", sagte ein sichtlich zufriedener Clubtrainer Michael Köllner. Holstein Kiel und Fortuna Düsseldorf trennten sich 2:2, die Franken holten drei wichtige Punkte gegen den SV Sandhausen - der Abstand zu Tabellenplatz 2 hat sich auf zwei Punkte verkürzt. "Und Duisburg hat auch gewonnen", schiebt Köllner einen Seitenhieb auf die 0:2-Niederlage der Stadtnachbarn aus Fürth schmunzelnd nach.

Endlich wieder ein Sieg zu Hause - und kein Gegentor kassiert: "Das freut mich riesig für die Mannschaft", erklärte Köllner. Es sei an der Zeit gewesen, den Fans zu Hause mal wieder einen Dreier zu schenken. Immerhin kamen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt am Samstag 23 586 Zuschauer ins Max-Morlock-Stadion.

Fehler im Spielaufbau

In der ersten Halbzeit dürften die Herzen der Fans allerdings nicht recht erwärmt worden sein, als sie sahen, wie schwer sich der Club gegen die ordentlich verteidigenden Sandhäuser tat. "Wir haben im Spiel gemerkt, dass wir auf einen Gegner treffen, der gut eingestellt war. Es dauerte eine zeitlang, den Rhythmus für unseren Spielaufbau zu finden", urteilte Köllner. Die besten Möglichkeiten im Clubtrikot hatten Edgar Salli (8.), Kevin Möhwald im Zentrum (26.) sowie zweimal Ewerton mit dem Kopf (32.,38.) und Tim Leibold in der Nachspielzeit.

"Es war klar, dass wir uns in der zweiten Halbzeit steigern müssen. Sandhausen hat das gut gemacht - nicht umsonst, kassieren sie pro Spiel nur ein Gegentor", erklärte Köllner. Die Franken bissen sich bis zum 1:0 in der 68. Minute die Zähne aus. "Wenn wir durch das Abwehrbollwerk kamen, war der Torwart zur Stelle." SVS-Torwart Marcel Schuhen brachte die Clubangreifer fast zur Verzweiflung. "Es gibt so Tage, an denen wächst du über dich hinaus", sagte Torschütze Leibold. "Der Torwart der Sandhäuser hatte so einen." Einen "Sahnetag" bescheinigte Enrico Valentini nachher Schuhen.

"Wir wollten mit aller Gewalt drei Punkte holen. Die Mannschaft hat dann alles zusammengekratzt", ergänzte Köllner zufrieden. In der Kabine habe er ein paar Dinge ansprechen müssen. "Das Aufbauspiel hat nicht geklappt - da haben wir uns oft fangen lassen. Wir sind auch nicht richtig nachgerückt."

Spitzenspiel in Düsseldorf

Besser funktionierte das Umschaltspiel dann zwischen Mikael Ishak und Leibold. Bei einem Sandhäuser Angriff schnappte sich der 24-Jährige das Leder und tankte sich durch. Das 1:0 - SVS-Keeper Schuhen war doch überwunden worden. "Hoch verdient", wie Köllner befand.

Am kommenden Spieltag steht für den Club ein Spitzenspiel an: Am Montagabend gastieren die Franken bei Fortuna Düsseldorf. "Wir lieben solche Spiele", sagte Köllner. "Auswärts machen wir Klassespiele und sind stark. Sowohl ich, als auch die Mannschaft lieben es, wenn die Hütte voll ist und viel auf dem Spiel steht. Es wird eine andere Partie als gegen Sandhausen: Das ist kein Gegner, der erst nur die Null halten will."

Patrick Erras "topfit" - aber nicht im KaderGegen Kiel und Braunschweig musste Patrick Erras wegen muskulärer Probleme passen. Ein harter Schlag gegen die Wade bereitete dem Raigeringer Schmerzen. In dieser Woche stieg Erras wieder ins Mannschaftstraining ein, doch in den Kader schaffte es der 22-Jährige nicht.

"Patrick ist topfit", erklärte nach der Partie Trainer Michael Köllner. "Aber es hätte bedeutet, dass Ondrej Petrak oder Laszlo Sepsi nicht dabei wären. Ich würde ihnen damit das Herz aus der Seele reißen."

Petrak habe nach seiner Einwechslung "ein Riesenspiel" gemacht. Außerdem habe der 25-jährige Tscheche unter der Woche gut trainiert. "Da gibt es keine Veranlassung ihn aus dem Kader zu nehmen." Einen Tag vor der Partie habe Köllner mit Erras gesprochen. "Patrick ist ein vorbildlicher Spieler. Er versteht das." (spw)
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