Nach Testspiel noch ein weiteres Schmankerl
1. FC Nürnberg bezieht Kurztrainingslager in Weiden

Auch Patrick Erras (rechts) musste Blut lassen: Zum Trainingsauftakt stand beim 1. FC Nürnberg ein Laktattest auf dem Programm. Bild: hfz
Sport
Nürnberg
19.06.2017
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Von wegen fränkischer Traditionsverein: Der 1. FC Nürnberg hat auch in der nördlichen und mittleren Oberpfalz jede Menge Fans. Jetzt gibt es neben dem Testspiel am 1. Juli gegen Bohemians Prag noch ein weiteres Schmankerl für die treuen Anhänger zwischen Tirschenreuth und Schwandorf.

Jedes zweite Wochenende pilgern sie rüber ins Frankenstadion - die oft leidgeprüften Club-Fans. Jetzt geht es auch in die andere Richtung. Dass Zweitligist 1. FC Nürnberg am 1. Juli (Samstag, 18 Uhr) in Weiden ein Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten Bohemians Prag bestreitet, ist schon länger bekannt. Jetzt bezieht der Club rund um diese Partie auch ein Kurztrainingslager in der Max-Reger-Stadt. "Es ist auch ein Dankeschön an die Fans hier in der Oberpfalz", sagte Club-Trainer Michael Köllner am Montag am Rande der Eröffnungs-Pressekonferenz.

Am 30. Juni, Freitagnachmittag, reist der Tross aus Nürnberg an und bezieht im Hotel "Admira" Quartier. "Abends um 18 Uhr werden wir erstmals am Wasserwerk trainieren", berichtete Köllner. "Natürlich sind da alle Club-Fans willkommen." Am Samstag- und Sonntagvormittag stehen weitere Einheiten im Weidener Stadion an, am Samstag um 18 Uhr wird das Testspiel gegen Prag angepfiffen. "Für unseren Partnerverein, die SpVgg SV Weiden, machen wir gerne dieses Trainingslager", nannte der Fuchsmühler noch einen weiteren Grund für die kurze Reise in die Oberpfalz. Mit dabei sein wird dann auch Patrick Erras. Der Raigeringer greift nach seinem Totalschaden im rechten Knie wieder voll an. Am Montag, dem ersten Trainingstag, stand auch für ihn ein Laktattest an. Köllner plant fest mit dem baumlangen Mittelfeldspieler. Auch als Innenverteidiger? "Patrick ist sehr variabel und flexibel einsetzbar, hat auch schon in der Innenverteidigung gespielt." Dort ist der Club nach den Abgängen von Dave Bulthuis und Even Hovland mit Lukas Mühl und Georg Margreitter nur dünn besetzt. Die Tendenz gehe dazu, noch jemanden zu holen, sagte Köllner.

Das gilt auch für den Sturm, wie Sportvorstand Andreas Bornemann verriet. "Nach dem Kutschke-Abgang werden wir nach vorne etwas tun." Im Tor ruft Köllner einen Zweikampf aus. "Das Rennen ist total offen." Thorsten Kirschbaum muss sich trotz seiner 1,94 Meter mächtig strecken, um sich gegen Neuzugang Fabian Bredlow (Hallescher FC) durchzusetzen. Kevin Möhwald bleibt (Stand jetzt), teilte Bornemann noch mit. Das Gleiche gelte auch für Tobias Kempe.

Egal, wer spielt, die Erwartungshaltung im Frankenland beim gefühlten Erstligisten ist wie immer hoch. Mit allen Mitteln wurde von den Medienleuten probiert, Köllner und Bornemann ein Saisonziel, einen konkreten Tabellenplatz zu entlocken. "Dass wir aufsteigen wollen, wurde mir in den Mund gelegt", widersprach Köllner allzu hohen Erwartungen. Es gehe einfach darum, die Dinge ins Laufen zu bringen. Also der nächste Versuch bei Bornemann. Aber auch der lässt sich nicht ködern. "Wir wollen eine stabile Saison hinbekommen." Naja, ob das den Club-Fans genug ist? Und dann sagt Köllner doch noch: "Zehn, zwölf Mannschaften spielen dieses Mal um den Aufstieg, da gehören wir dazu."

Zehn, zwölf Mannschaften spielen dieses Mal um den Aufstieg, da gehören wir dazu.Club-Coach Michael Köllner
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