17.02.2017 - 21:02 Uhr
Sport

Nürnbergs Außenverteidiger Sepsi fällt länger aus Dennis Lippert winkt Stammplatz

(spw/fle) Als Nürnbergs Trainer Alois Schwartz am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem Derby gegen den TSV 1860 München (Montag, 20.15 Uhr) die Verletztenliste seiner Mannschaft vorlas, musste er zuvor tief Luft holen. Denn die Liste ist lang: Miso Brecko (Muskelfaserriss), Laszlo Sepsi (Oberschenkelprobleme), Dave Bulthuis (Außenbandanriss), Tim Leibold (Schambeinverletzung), Patrick Rakovsky (Syndesmoseverletzung) und der Raigeringer Patrick Erras (noch im Aufbautraining). Auch der Einsatz von Abwehrchef Georg Margreitter ist bisher wegen muskulärer Probleme noch fraglich. Sie alle waren bis vor Kurzem noch Stammkräfte des Vereins.

Dennis Lippert.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Aus der Not heraus setzte Schwartz in den vergangenen Partien daher auf den Nachwuchs. Einer, der davon profitiert, ist der Weidener Dennis Lippert. Der lange Ausfall von Linksverteidiger Sepsi könnte seine große Chance sein: "Ich hoffe, er macht es weiterhin so gut", ist Schwartz voll des Lobes für den 20-Jährigen. "Dennis hat nun eine längere Zeit, sich zu beweisen." Sollte ihm das gelingen und Sepsi ist wieder fit,", sagte Schwartz, "bleibt es bei der Regel: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und der bessere wird dann spielen."

Ansonsten musste sich Schwartz in den vergangene Tagen mit dem Problem auseinandersetzen, dass der Club immer wieder mit "schlafmützigen" (Schwartz) Phasen zu kämpfen hat. Es sind die Momente, in denen die Franken Gegentore kassieren oder nur haarscharf verhindern können. "Es fehlt uns die Konstanz", resümiert Schwartz. "Wir haben viel darüber gesprochen." Ein Grund könnte laut Schwartz "die vielen Wechsel in der Abwehr" gewesen sein. "Da fehlt natürlich die Abstimmung. Wir arbeiten daran, einen Schritt nach vorne zu machen."

Dass sich der auswärtsstarke 1. FC Nürnberg auf das Derby gegen die Münchener freut, steht laut Schwartz außer Frage. "Es ist immer toll, montags bei Flutlicht zu spielen." Doch zu viel mochte er in die Begegnung nicht hinein interpretieren. "Es ist wie jedes Spiel der 2. Liga: Kleinigkeiten werden die Partie entscheiden."

Bierofka Co-Trainer

Bei den Münchener "Löwen" dreht sich nach wie vor fast alles um wechselnde Personalien. So setzt Trainer Vitor Pereira im Derby erstmals auf Neuzugang und Afrika-Cup-Sieger Frank Boya. Das 20-jährige Talent aus Kamerun wird am Samstag in Giesing erwartet und soll am Sonntag erstmals mit der Mannschaft trainieren. Anleiten wird ihn dann auch Daniel Bierofka. Der U21-Trainer der "Löwen" verstärkt ab sofort das Trainerteam von Neu-Coach Pereira. Der bisher als erfolgreicher Interimstrainer in Erscheinung getretene Bierofka bleibt zudem Cheftrainer des "Löwen"-Unterbaus. "Ich freue mich, dass Daniel Teil unseres Trainerteams wird. Wir können alle voneinander lernen", sagte Pereira. Bierofka sieht in der Zusatzbelastung nur Positives: "Somit rücken Nachwuchs und Profis noch näher zusammen." Das Derby gegen den Club bietet erstmals einen Überblick, inwieweit sich diese beiden personellen Neuerungen auf die Leistung auf dem Platz auswirken.

Dennis hat nun eine längere Zeit, sich zu beweisen.Trainer Alois Schwartz über den Weidener Dennis Lippert

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