Nürnbergs Valentini freut sich auf sein erstes Flutlichtspiel gegen St. Pauli
Daheim ungeschlagen bleiben

Wieder daheim: Enrico Valentini hat sich nach seiner Rückkehr im Sommer zu seinem Herzensverein einen Stammplatz in der Abwehr des 1. FC Nürnberg erkämpft. Bild: Armin Weigel/dpa
Sport
Nürnberg
07.09.2017
78
0

Da ist er wieder beim 1. FC Nürnberg: Enrico Valentini. Seit diesem Sommer verteidigt der Rechtsfuß nach Stopps in Aalen und Karlsruhe erneut für seinen Herzensverein. Auf die Montagspartie gegen St. Pauli freut sich der 28-Jährige ganz besonders. Es ist sein erstes Club-Pflichtspiel unter Flutlicht: "Da macht es am meisten Spaß."

Im Sommer vermeldete der 1. FC Nürnberg einen Neuzugang, der eigentlich gar kein richtiger ist: Mit Enrico Valentini kehrte ein gebürtiger Nürnberger zurück an den Valznerweiher. Ab 1994 durchlief der heute 28-Jährige sämtliche Jugendmannschaften des Club - bis er in der Saison 2010/11 zum VfR Aalen wechselte. 2014 folgte für den Deutsch-Italiener ein kurzer Stopp beim damaligen Ligakonkurrenten Karlsruher SC. Als die Badener in der vergangenen Saison abstiegen, sollte es für den Rechtsfuß endlich wieder klappen: Er kam in Nürnberg an. "Es ist schön, täglich an den Valznerweiher zu fahren und richtig daheim zu wohnen", sagt Valentini, der sich in der Zwischenzeit bei FCN-Trainer Michael Köllner einen Stammplatz auf der rechten Verteidigerposition erkämpft hat. Richtig daheim wohnen: Damit meint Valentini, dass er auch zu KSC-Zeiten, wann immer es möglich war, bei der Familie in Nürnberg war. "Jetzt muss ich nicht mehr überlegen, ob ich heimfahre", sagt er. Die Wahrnehmung seiner neuen, alten Heimat habe sich daher auch nicht verändert. "Ich war ja praktisch immer da", sagt er mit einem Lächeln.

Aue-Pleite aufgearbeitet

Jetzt steht am Montagabend gegen St. Pauli (Anstoß um 20.30 Uhr) Valentinis erstes Club-Pflichtspiel bei Flutlichtatmosphäre im Max-Morlock-Stadion an. "Ich finde es schöner, abends zu spielen. Da macht es am meisten Spaß. Das wird bestimmt schön."

Nach der 1:3-Niederlage gegen Aue hatte der Club nun in der Länderspielpause Zeit, Kräfte zu sammeln und sich zu erholen. "Wir haben das Spiel deutlich - auch mit Videoanalyse - aufgearbeitet. Ich denke, wir haben erkannt, was wir falsch gemacht haben und was wir im Spiel gegen Pauli besser machen müssen", gibt er sich kritisch. Eine wichtige Frage dürfte sein, wie die Franken den Ausfall von Mittelfeldspieler Sebastian Kerk kompensieren wollen. Denn im Testspiel gegen Dukla Prag in der vergangenen Woche in Raigering war unter anderem deutlich, dass dem Club durch die Verletzung ein gefährlicher Standardspezialist fehlt. "Die üben wir jede Woche", erklärt Valentini. Über die Empfänger der Standards macht sich Valentini hingegen keine Sorgen: "In der Mitte haben wir sehr gute Kopfballspieler."

So oder so wird es gegen St. Pauli ein wegweisendes Spiel, denn es tritt der 7. gegen den 8. an, beide Mannschaften haben sieben Zähler auf dem Konto. "Nachdem Pauli den Abstieg in der vergangenen Saison verhindern konnte, hat sich dort eine richtige Mannschaft gefunden, die als Team auftritt und gute einzelne Spieler hat", zollt der 28-Jährige dem Gegner Respekt. Aber auch beim Club erkennt der Abwehrspieler positive Entwicklungen: "Die erste Euphorie ist mit der Niederlage etwas abgeflacht. Ich sehe aber eine gefestigte Mannschaft. Das gilt es nun am Montag, den Fans zu beweisen. Unser Ziel ist es, zu Hause kein Spiel zu verlieren."

Systemwechsel?

Eingeübt haben die Franken in den vergangenen Tagen auch verschiedene Spielvarianten. Gegen Prag ging es Trainer Köllner bekanntermaßen mit einem 3-4-3 an. "Es ist schon von Vorteil, viele verschiedene Systeme spielen zu können", sagt Valentini. "Das, was wir gegen Prag gezeigt haben, war spielerisch schon ganz ordentlich. Nur der letzte Pass war nicht gut genug. Wir hätten mehr Tore machen müssen". Mal sehen, ob es am Montag mit dem letzten Pass besser klappt. Dann stehen die Chancen, daheim ungeschlagen zu bleiben, gar nicht so schlecht.

Blinddarm-OP beim KammerbauerIn den vergangenen Tagen war Patrick Kammerbauer noch mit der deutschen U 20-Nationalmannschaft unterwegs. Am Mittwoch spendierte FCN-Trainer Michael Köllner dem 20-Jährigen daher noch einen freien Tag.

Doch am Donnerstag musste sich der Profi sogleich einer Operation unterziehen. Das teilt der 1. FC Nürnberg mit. Ihm wurde der Blinddarm entfernt, nachdem Kammerbauer über Nacht starke Bauchschmerzen geplagt hatten.

Der Eingriff verlief laut Verein völlig problemlos. Zur Beobachtung muss Kammerbauer jedoch einige Tage im Krankenhaus bleiben und wird dem Club bis auf weiteres nicht zur Verfügung stehen. (spw)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.