18.03.2018 - 20:30 Uhr

Nur 1:1 des Clubs gegen den Tabellenvorletzten Valentini trotzig: "Wir haben keine Krise"

Nur ein 1:1 gegen den Tabellenvorletzten. Eigentlich enttäuschend, doch in diesen Wochen zählt beim 1. FC Nürnberg nicht nur das Ergebnis. Nervös, so sagen sie im Frankenland, werden sie noch nicht.

Es gab kaum ein Durchkommen für die Nürnberger gegen die Darmstädter "Wand": In dieser Szene versuchen es Hanno Behrens (Nummer 18) und Adam Zrelak (Nummer 11). Bild: D. Karmann/dpa
von Josef Maier Kontakt Profil

Die Gefühlswelten spielten beim 1. FC Nürnberg am Sonntag nach der Partie gegen Darmstadt 98 total verrückt: "Natürlich bin ich enttäuscht", klagte Enrico Valentini nach dem 1:1 zunächst. "Aber wir haben heute gezeigt, dass wie eine tolle Moral haben." Nur ein Pünktchen holte der Tabellenzweite aus Nürnberg gegen den Vorletzten der Tabelle. Der einst komfortable Vorsprung von acht Punkten auf Relegationsplatz drei ist binnen vier Wochen auf zwei Zähler geschrumpft. Der FCN stolpert in den Aufstiegs-Endspurt der zweiten Liga.

Nach außen hin bleibt auch Trainer Michael Köllner (noch) gelassen. Auch er ordnete Ergebnis und Spielverlauf gefühlsmäßig unterschiedlich ein: "Das Ergebnis ist natürlich nicht stimmig", meinte der Oberpfälzer auf der Bank der Franken. "Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es war ein dominantes Spiel von uns." Aber er sagte auch, dass in der ersten Hälfte nicht viel geklappt hätte. Nach guten Anfangsminuten war der Spielfluss plötzlich weg. Die Darmstädter nutzten gar eine dreifache Kopfballstafette, die sie ungestört im Fünfmeterraum vorführen durften durch Terrence Boyd zur 1:0-Führung (18.). "Das war wohl ihre einzige Chance des Spiels", meckerte Valentini zwar, aber auch dem Club fiel wenig ein. "Wir haben dann in der zweiten Hälfte ein bisschen an den richtigen Schrauben gedreht", berichtete Kevin Möhwald aus der Kabine. Dies hieß: Die Clubberer gingen mehr Risiko. Vor allem der für Edgar Salli eingewechselte Federico Palacios sorgte für mehr Schwung. Kevin Möhwald traf in der 71. Minute nur den Innenpfosten. Kurze Zeit später wurden zwei Schüsse von Hanno Behrens von den Darmstädtern, die nun im Strafraum eine komplett orange Wand aufgebaut hatten, geblockt. "Wir haben aber nie die Ruhe verloren", lobte Köllner die Seinen. Die Nürnberger nahmen vor den gut 27000 Zuschauern immer wieder Anlauf und erarbeiteten sich auch insgesamt 16 Ecken. Aber erst die 15., getreten von Valentini, segelte brauchbar in den Strafraum. Georg Margreitter wuchtete den Ball per Kopf zum 1:1 ins Netz.

Er sei natürlich ein bisschen traurig über die zwei verlorenen Punkte, gab Köllner danach zu. Aber jetzt werde in der Länderspielpause wieder Kraft getankt. In zwei Wochen spielt der Club bei Dynamo Dresden. Da soll nach vier sieglosen Spielen endlich wieder ein voller Erfolg her.

Trotz der mickrigen Ausbeute zuletzt kam aber Valentini zur Schlussfolgerung: "Wir haben keine Krise." Und energisch schob er nach: "Die lasse ich mir auch nicht einreden."

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