18.09.2017 - 12:44 Uhr
Sport

Patrick Erras beim 1. FC Nürnberg endgültig zurück: Eine Apfelschorle auf den Rekordsieg

6:1 in Duisburg - nahezu jeder Schuss ein Treffer. Ein Sieg der Nürnberger mit dreifachem Feier-Potenzial: Zunächst wurde am Samstag die Mini-Serie von drei Sieglos-Spielen beendet. Dann feierte der Club seinen höchsten Auswärtssieg, seitdem er in Liga eins oder zwei spielt. Aber das Wichtigste war wohl - Patrick Erras ist endgültig zurück.

Patrick Erras. Bild: Gebert

von Josef Maier Kontakt Profil

Gegen den MSV brachte Trainer Michael Köllner den 22-jährigen Raigeringer überraschend von Beginn an. Im Mittelfeld zog Patrick Erras nach seiner brutal langen Verletzungszeit nach dem Totalschaden im Knie gleich wieder die Fäden. Der Oberpfälzer wollte den klaren Erfolg ("Da ist schon noch Luft nach oben") nicht überbewerten, blieb nach dem tollen Comeback ganz nüchtern - im wahrsten Sinne des Wortes.

Patrick, nach all den vielen Rückschlägen, auch mit Muskelproblemen, waren Sie fast 90 Minuten im Einsatz. Haben die Knochen und Gelenke am Sonntag nach dem Aufstehen besonders geschmerzt?

Patrick Erras: Nein, ich habe mich gefühlt wie immer nach Spielen. Mehr Muskelkater als sonst hatte ich auch nicht.

Aber Sie sind nach der langen Verletzungsgeschichte ein besonderer Fall. Gab es eine spezielle Nachbehandlung nach dem Spiel?

Ich bin am Sonntag ganz normal mit der Mannschaft ausgelaufen. Aber ich muss schon ein bisschen mehr regenerieren als andere Spieler.

Gab's im Bus wenigstens eine Belohnung für den guten Auftritt?

Natürlich war die Stimmung auf der sechsstündigen Rückfahrt aus Duisburg sehr gut. Alle waren gut drauf. Lange Heimfahrten bei Niederlagen sind dagegen grausam. Ausgelassen gefeiert wurde aber nicht. Es gab kein Bier oder so was. Wir haben Wasser und Apfelschorle getrunken.

Der Trainer vertraut Ihnen total nach der Verletzungspause. Wann hat er mitgeteilt, dass Sie in der Startelf stehen. Es war ja ein sehr wichtiges Spiel. Eine Niederlage, und die Stimmung wäre gekippt ...

In der Besprechung eineinhalb Stunden vor dem Spiel habe ich es erfahren. Das hat mich natürlich sehr gefreut. Im Training hatte sich das aber schon ein bisschen angedeutet, dass ich dabei sein könnte.

Sie bestritten gleich wieder jede Menge Zweikämpfe. Ist die schwere Verletzung da wirklich nicht mehr in den Gedanken?

Da denke ich nicht mehr dran. Ich kann das gut ausblenden. Ich lasse das schon von meinem Naturell her nicht an mich heran.

Haben Sie sich denn wenigstens zu Hause für den Rekordsieg des Clubs etwas belohnt?

Nein. Wir waren um halb elf Uhr nachts zurück am Club-Gelände. Dann ging es gleich heim zum Schlafen. Wir spielen am Donnerstag schon wieder. Da gab's auch nichts Süßes oder Ähnliches zur Belohnung.

 

 

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