Patrick Erras im Interview
"Sind als Team zusammengewachsen"

Große Freude bei Patrick Erras: Der Club-Profi verlängerte seinen Vertrag und steht vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. Bild: Gebert
Sport
Nürnberg
18.08.2017
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Es geht aufwärts für den Oberpfälzer im Dress der Franken: Erst verlängert Patrick Erras seinen Vertrag beim 1. FC Nürnberg und in der nächsten Woche steigt der Raigeringer nach langer Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining ein.

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Vertrag. Waren es langwierige Verhandlungen oder ging Ihnen die Unterschrift schnell von der Hand?

Patrick Erras: Vielen Dank. Das ging fix. Beide Parteien wollten verlängern und waren sich dementsprechend schnell einig.

Welche Ziele hat Ihnen Trainer Michael Köllner aufgezeigt und Sie somit vom Verbleib in Nürnberg überzeugt?

Mit dem Trainer habe ich gar nicht so viel über den neuen Vertrag geredet. Wir tauschen uns kontinuierlich aus und konzentrieren uns dabei rein auf das Sportliche.

Gab es je einen Gedanken, den Club zu verlassen?

Nein, den gab es zu keiner Zeit. Ich bin jetzt zehn Jahre hier, fühle mich sehr wohl und meine Gedanken drehen sich jetzt nur darum, wieder fit zu werden und an meine guten Leistungen vor der Verletzung anzuknüpfen.

Hatten Sie Angebote anderer Vereine - gar aus der Bundesliga?

Nein, da gab es keine.

Wie verläuft Ihre Integration ins Mannschaftstraining? Gibt es einen Zeitplan für Ihr Comeback?

Es gibt kein konkretes Datum, wann ich wieder auf dem Platz stehen will. In dieser Woche habe ich noch Teil-Training absolviert, das heißt teilweise mit der Mannschaft und teils separat mit auf mich abgestimmten Übungen. Und ab nächstem Montag ist dann angedacht, endlich wieder voll ins Mannschaftstraining einzusteigen.

Das sind doch sehr gute Neuigkeiten ...

In der Tat. Über die Länderspielpause habe ich dann zwei Wochen Zeit, mir die nötige Fitness und Zweikampfhärte für mein Comeback zu holen.

Sammeln Sie eventuell auch in der Regionalliga-Mannschaft Spielpraxis?

Darüber haben der Trainer und ich noch nicht explizit gesprochen, aber ich wäre froh, wenn ich in unserer zweiten Mannschaft auflaufen könnte.

Wie beurteilen Sie den guten Saisonstart des Clubs? Inklusive Vorbereitung zehn Siege in zehn Spielen sind eine Ansage. Was ist drin in dieser Saison?

Man hat schon während der Vorbereitung beobachten können, dass wir als Team zusammengewachsen sind. Nicht nur die Ergebnisse haben gepasst, auch im Training haben wir besonders im taktischen Bereich sehr gut gearbeitet. Diese momentane Euphorie soll natürlich möglichst lange anhalten.

Sehen Sie den aktuellen Höhenflug manchmal mit gemischten Gefühlen? Wenn es so weiterläuft, wird der Trainer nur wenig ändern oder Spieler rausnehmen, für die Sie dann in die erste Elf rücken könnten?

Nein, überhaupt nicht. Ich freue mich für die Mannschaft und schaue ansonsten nur auf mich. Ich will wieder eine Option für den Trainer werden.

A propos Trainer: Haben Sie einen Oberpfälzer Bonus beim "Landsmann" aus Fuchsmühl?

(lacht) Nein, den brauche ich aber auch gar nicht.

Wie nehmen Sie Michael Köllner in seiner täglichen Arbeit wahr? Er wirkt nach außen stets authentisch.

Wir kommen sehr gut mit ihm klar. Er redet sehr viel mit allen Spielern und hat einen klaren Plan davon, wie die Mannschaft spielen soll. Die Zusammenarbeit mit dem gesamten Trainer-Team klappt hervorragend.

Hand aufs Herz: Wie oft mussten Sie für Ihre Mitspieler schon als Dolmetscher fungieren, wenn diese eine Oberpfälzer Anweisung des Trainers nicht verstanden haben?

(lacht) In der Anfangszeit gab es wirklich zwei, drei Sprüche, die einige Spieler nicht verstanden haben. Aber inzwischen klappt die Kommunikation im Team reibungslos.
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