Riesige Freude bei den Club-Fans
Tim Leibold verlängert Vertrag beim 1. FC Nürnberg

Tim Leibold (Foto: dpa)
Sport
Nürnberg
20.03.2018
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Sein Wechsel zum FC Schalke schien nur mehr eine reine Formalie zu sein. Doch am Dienstag lässt Tim Leibold die Club-Fans trotz zuletzt sportlicher Tristesse wieder jubeln.

Tim Leibold sitzt an einem Schreibtisch, klappt einen FCN-Flyer auf und unterschreibt selbigen. "Servus Clubfans, ihr habt lange auf meine Unterschrift gewartet, das mach' ich hiermit", sagt der Linksverteidiger in die Kamera. "Ab sofort bin ich Mitglied und ich hoffe, ihr auch bald", schiebt er hinterher und ist drauf und dran, den Raum zu verlassen. Kurz bevor er durch die Tür geht, wendet er sich noch einmal in Richtung Kamera: "Ach, bevor ich's vergess': Meinen Vertrag beim Club verlänger' ich übrigens auch."

Dieses Video, das nur 30 Sekunden dauert, veröffentlichte der 1. FC Nürnberg am Dienstagvormittag über seine Social-Media-Kanäle Facebook, Twitter, Instagram und Co.. Die Vertragsverlängerung mit dem Linksverteidiger, dessen Kontrakt am Saisonende ausgelaufen wäre, ist ein emotionaler Weckruf, der den Club im Saison-Endspurt wieder in die Erfolgsspur und letztendlich zum Aufstieg in die Bundesliga geleiten soll.

Leibolds ablösefreier Abgang zum FC Schalke 04 galt nur mehr als reine Formsache. Mit "Knappen"-Coach Domenico Tedesco soll es bereits ein Treffen gegeben haben. Der Jubelschrei bei den Anhängern über den Verbleib Leibolds fiel entsprechend "laut" und emotional aus. "Danke 'Leibe', diese Nachricht rettet mir den Tag" oder "Du bist und bleibst einfach ein geiler Typ" lauten nur zwei Kommentare der Clubfans in den sozialen Medien.

Über die Vertragslaufzeit machte der Verein zunächst keine genauen Angaben. Nur: Der Leistungsträger werde auch in den kommenden Jahren das Trikot der Franken tragen. "Ich habe hier die Möglichkeit bekommen, mich im Profifußball zu beweisen. Und das nicht bei irgendeinem Verein, sondern einem ganz besonderen Club. Ich bin sicher, mein Weg mit dem FCN ist noch lange nicht zu Ende", wurde Leibold später in einer offiziellen Club-Stellungnahme zitiert. Sportvorstand Andreas Bornemann lobte den 24-Jährigen, der 2015 vom VfB Stuttgart II an die Noris gewechselt war, als "Identifikationsfigur auf und neben dem Platz".

Der Zeitpunkt der Bekanntgabe war ein cleverer Schachzug des Vereins. Vier Spiele ohne Sieg, der Vorsprung auf den Drittplatzierten Kiel fast dahin, spielerisch wenig überzeugend, kaum Torgefahr - war da was? Mit einem kurzen Video samt gewichtigem Inhalt kehrte beim Club die Zuversicht zurück, endlich wieder in die Bundesliga aufzusteigen. Die quälenden Diskussionen und die zunehmende Nervosität während der zweiwöchigen Länderspiel-Pause wurden damit im Keim erstickt. Jetzt muss die Truppe von Chefcoach Michael Köllner nur auf dem Platz auch wieder den Schalter umlegen.

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