13.02.2018 - 18:42 Uhr

Stürmer verletzt sich schwer Club acht Wochen ohne Ishak

Die spontanen Befürchtungen bestätigten sich nach der Rückkehr nach Nürnberg. Der Club muss im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga in der vorentscheidenden Phase ohne Torjäger Mikael Ishak auskommen. Der 24 Jahre alte Schwede hat sich beim 0:0 am Montagabend beim FC St. Pauli einen Innenbandriss im linken Knie zugezogen. Nach Angaben des 1. FC Nürnberg wird der erfolgreichste Zweitliga-Schütze (zwölf Saisontreffer) "voraussichtlich in den nächsten acht Wochen fehlen" - eine ganz bittere Nachricht.

Der 1. FC Nürnberg muss lange auf Stürmer Mikael Ishak (rechts) verzichten. Bild: Marius Becker/dpa
von Agentur DPAProfil

Ishak hatte sich am Millerntor in der ersten Hälfte nach einem Kopfball an den Pfosten beim anschließenden Nachschussversuch ohne gegnerische Einwirkung verletzt und musste ausgewechselt werden. Der Club-Kader ist zwar offensiv gut besetzt, aber Trainer Michael Köllner verfügt über keinen Eins-zu-eins-Ersatz für Ishak. Dieser wird erst wieder in der Endphase der Saison zur Verfügung stehen.

Schon vor dem Rückflug aus Hamburg und einer genauen Untersuchung in Nürnberg waren die Befürchtungen im FCN-Tross groß. Ein Ausfall der so wichtigen Nummer 9 wurde befürchtet. "Mika war zuletzt extrem wichtig für uns. Er ist vorne sehr präsent", sagte Torwart Fabian Bredlow über Ishak. Er war einer der Garanten für den sportlichen Höhenflug der Franken. Wer aufsteigen will, braucht allerdings auch einen guten Torwart. Und den hatte der Club auf St. Pauli in Fabian Bredlow. Der Punktgewinn war vor allem dem bestem Mann auf dem Platz zu verdanken. Der 22 Jahre alte Bredlow verhinderte mehrfach ein Gegentor, mit Können und in einigen Situation auch mit dem Glück des Tüchtigen. "Dafür bin ich da, auch mal einen zu halten", kommentierte Bredlow bescheiden.

Auch wenn der Club einen Sieg und den damit verbundenen Sprung an die Tabellenspitze verpasste, mochte bei den Gästen - abgesehen von der Ishak-Verletzung - keiner hadern. "Die Mannschaft hat sich für eine couragierte Leistung ein Lob verdient", sagte Trainer Michael Köllner vielmehr. "Wir sind weiter gut im Rennen." In der Tat: Der Vorsprung auf Platz drei wuchs auf fünf Punkte an.

"Wir sind neun Mal ungeschlagen, das ist eine Riesen-Serie", hob Köllner zufrieden hervor. "Wichtig war, dass wir zu Null spielen und nicht mit leeren Händen nach Hause fahren. Das haben wir geschafft", sagte Mittelfeldspieler Patrick Erras. "Positiv war, dass wir eigentlich über 90 Minuten die Kontrolle hatten, bis auf drei, vier Aktionen. Einmal hält uns Fabi Bredlow auch überragend im Spiel", sagte Kevin Möhwald. Dabei untertrieb er etwas, Bredlow musste in Wahrheit häufiger sein beachtliches Können beweisen.

Nach Ishaks Auswechslung wurde der Club nicht mehr richtig gefährlich. "Wir waren schon extrem dominant, was Ballbesitz anbelangt. Aber der letzte Pass kam oft nicht richtig", sagte Bredlow. Er hielt einen Auswärtspunkt fest, der für das Ziel achter Aufstieg in die Bundesliga noch sehr wertvoll war.

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