12.04.2018 - 13:46 Uhr
Sport

Vor Derby gegen FC Ingolstadt: Tim Leibold bereut nicht, beim 1. FC Nürnberg geblieben zu sein Sein Weg ist noch nicht zu Ende

"Der Club steigt wieder auf": Mit lauten Fangesängen haben die Anhänger des 1. FC Nürnberg beim Heimspiel gegen den FC Heidenheim das 3:2 ihrer Mannschaft bejubelt. Unter vielen Fans war nach dieser Leistung klar: Der Club steuert in Richtung Bundesliga.

Tim Leibold ist froh, sich vor zwei Jahren für den 1. FC Nürnberg entschieden zu haben. Bild: Gentsch/dpa
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Freilich haben sich die Clubprofis vor der Nordkurve feiern lassen, doch zu viel will Verteidiger Tim Leibold vor dem oberbayerisch-fränkischen Derby gegen den FC Ingolstadt (Sonntag, Anstoß 13.30 Uhr) da nicht rein interpretieren: "Das haben sie auch nach dem ersten Spiel gegen Kaiserslautern gesungen", versucht der 24-Jährige zu bremsen. "Unsere Fans sind immer euphorisch. Wir denken uns da nichts." So recht kann man es ihm nicht glauben. Schließlich gibt er dann doch zu: "Es ist schön, wenn man so etwas hört. Da bekommt man Gänsehaut." Ein Thema in der Kabine soll es aber trotzdem nicht gewesen sein. Und auch eine "interne Aufstiegsrechnung" gebe es nicht.

Der Fokus liegt also auf dem Auswärtsspiel in Oberbayern. "Im Hinspiel haben wir gemerkt, dass Ingolstadt ein unangenehmer Gegner ist. Es wird ein Brett. Wir müssen an den guten 45 Minuten aus dem Spiel gegen Heidenheim anknüpfen." Im ersten Durchgang hatte die Rückkehr von Stürmer Mikael Ishak dem Team viel Selbstbewusstsein wiedergegeben. "Er ist für uns als Mannschaft wichtig, aber auch für den Gegner. Der weiß nämlich auch, dass Mikael ein Spieler mit Torinstinkt ist. Ohne ihn hatten wir lange nicht die Präsenz auf dem Platz." In den vorangegangenen Spielen habe man nicht die Ergebnisse gezeigt, die man eigentlich bringen wollte.

Mit Ingolstadt hat sich Leibold im Übrigen auch schon abseits des Rasens einmal intensiver auseinandergesetzt: Vor zwei Jahren, als es den Franken nicht gelang, in die 1. Liga zurückzukehren, war immer wieder von Wechselgerüchten in Richtung Oberbayern zu lesen. Mit einem Lächeln versucht Leibold erst die Meldung als Mythos zu verkaufen, dann gibt er zu: "Konkret war der Kontakt schon, aber man hat sich nicht geeinigt. Im Nachhinein bin ich froh", sagt er mit einem Schmunzeln. Erst Anfang März hat Leibold seinen Vertrag in Nürnberg verlängert. "Eine Entscheidung, die von Herzen kam." Und ohne Hintertür. "Mein Weg mit dem Club ist noch nicht zu Ende."

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