20.04.2018 - 10:51 Uhr
Oberpfalz

Ab Januar Palliativstation in Weiden

Klinikvorstand Josef Götz (Erster von rechts) führte die Mitglieder des Fördervereins für Schwerkranke durch die neuen Räume der Palliativstation in Weiden
von Siegfried BühnerProfil

(sbü) Klinikkonzepte sehen grundsätzlich vor, dass eine Palliativstation möglichst in zentraler Nähe der Akutmedizin eingerichtet werden soll. Raummangel verhinderte dies bisher beim Klinikum in Weiden. Deshalb musste in das Krankenhaus Neustadt/WN auf dem Felixberg ausgewichen werden. Klinikvorstand Josef Götz informierte jetzt, dass der Umzug der Palliativstation von Neustadt nach Weiden zum Jahresende erfolgen wird. Nach dem Umzug wird in Neustadt eine stationöre Hospizeinrichtung eröffnet. „Am 2. Januar nächsten Jahres sind die neuen Räume in Weiden in Betrieb“ sagte Götz anlässlich der Besichtigung der Baustelle durch Mitglieder des Fördervereins für Schwerkranke. Der Förderverein unterstützte schon seit Jahren mit einer langen Reihe von Förderprojekten die Arbeit in der Palliativstation in Neustadt. Im Rahmen des Abschnitts 8 und 9 der Klinikerweiterung in Weiden wird die neue Palliativstation derzeit errichtet. Der Innenausbau hat bereits begonnen. Im Erdgeschoß des Neubaus, der an das Augustiner-Gebäude anschließt, werden vierzehn Patientenzimmer errichtet. Zehn sollen zunächst belegt werden. „Wir brauchen noch freie Kapazitäten für spätere Zeiten“ sagte Götz. Mit Hochdruck werde am Ausbau gearbeitet. Während in den Obergeschossen noch Betonarbeiten erledigt wurden, hätte der Innenausbau in der neuen Palliativstation bereits begonnen. Der Gebäudekomplex ist winkelförmig gestaltet. Die meisten Patientenzimmer liegen auf der Rückseite des Gebäudes und kommen so in den Genuss der Abendsonne. Ebenerdige Terrassen ermöglichen es, dass die Patienten auch ins Freie gebracht werden können. Ein großer Garten wird als Erholungsgelände und auch als Sichtschutz die Patientenzimmer umrahmen. Die Einzelzimmer haben eine Fläche von 21 Quadratmeter plus Nasszelle. Große Flure schaffen viel Raum und Licht, das auch von oben aus der Decke einfällt. Auch zwei Angehörigenzimmer, ein „Zimmer der Stille“ und die Personalräume einschließlich Küche gehören ebenfalls zum Raumkonzept. „Wir sind dem Freistaat Bayern sehr dankbar, dass wir sehr großzügig bauen können“ stellt Götz fest. Vom Förderverein für Schwerkranke wird in den neuen Räumen eine biodynamische Lichtanlage finanziert. Diese simuliert auch bei Regenwetter einen sonnenerleuchteten Tagesablauf, erklärt Fördervereinsvorsitzende Waltraud Koller-Girke. Als Gesamtinvestitionssumme des gesamten Bauabschnitts 8 und 9 des Klinikneubaus nennt Götz 43 Millionen Euro. Auf dem Dach des Gebäudes wird der neue Hubschrauber-Landeplatz eingerichtet.

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