24.10.2019 - 17:00 Uhr
AmbergOberpfalz

Junge Union Amberg-Sulzbach stellt eigene Kreistagsliste

Die Junge Union Amberg-Sulzbach geht in die Offensive: Bei der Kommunalwahl im März 2020 tritt sie mit einer eigenen Liste für den Kreistag an. Vorsitzender Henner Wasmuth will das erreichen, was der CSU beim jüngsten Parteitag misslang.

"Wir wollen den Landkreis für alle Generationen stärken", sagt Henner Wasmuth, Kreisvorsitzender der Jungen Union Amberg-Sulzbach. Für die Kommunalwahl am 15. März 2020 tritt die JU deshalb erstmals mit einer eigenen Kreistagsliste an.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Zum ersten Mal tritt die Junge Union mit einer eigenen Liste zur Kreistagswahl an. "Auf niedrigerer Ebene sind wir schon stark vertreten und gestalten das politische Leben in vielen Kommunen aktiv mit", sagt Henner Wasmuth, Kreisvorsitzender der JU Amberg-Sulzbach. Jedoch nicht auf Kreisebene. Das soll sich nun ändern.

"Unsere Motivation ist es, den Kreistag jünger und weiblicher zu machen", erklärt Wasmuth. Bisher sei der Anteil der unter 50-Jährigen extrem gering. Mit einer eigenen Liste will die Junge Union dem entgegenwirken, die Mitgliedschaft endet hier mit dem vollendeten 35. Lebensjahr. "Wir wollen aber nicht nur Politik für junge Menschen machen, sondern für alle Generationen", betont der JU-Vorsitzende. Als Beispiele nennt er die Themen Mobilität und Pflege. "Das betrifft alle und ist eng miteinander gekoppelt."

Sulzbach-Rosenberg

Vor Kurzem stellte auch die Junge Union Sulzbach-Rosenberg eine Bewerberliste für den Stadtrat vor. "Die Idee ist gemeinsam entstanden", erzählt Wasmuth. "Wir stehen in sehr engem Kontakt." Erstmals kam das Thema bei der Klausurtagung im Oktober 2018 auf. Wie in Sulzbach-Rosenberg muss die JU auch für den Kreistag Unterschriften sammeln. Das Bayerische Gemeinde- und Landkreisgesetz verlangt, dass neue Listen von einer bestimmten Zahl wahlberechtigter Bürger durch einen persönlichen Eintrag im Wahlamt unterstützt werden. 380 sind das für den Kreistag. "Dafür haben wir von Mitte Dezember bis Anfang Februar Zeit", erklärt Wasmuth, der die Sache mit "gesundem Respekt" angeht. "Die Leute müssen dafür schließlich extra ins Rathaus." Dennoch sei er "guten Mutes", die benötigten Unterschriften vor Ablauf der Frist zusammenzubekommen. Positiv stimmt Wasmuth dabei auch die Tatsache, dass er keine Probleme hatte, die JU-Liste zu füllen. "Wir haben 60 Kandidaten und sechs Ersatzkandidaten." Die kämen aus allen Ecken des Landkreises und hätten ihre Entscheidung wohlüberlegt. "Da ist schon was dabei, sich so zu verpflichten. Sechs Jahre sind eine lange Zeit", spricht Wasmuth die Wahlperiode an. Von Politikverdrossenheit bei der Jugend sei hier keine Spur. "Der Wille anzupacken und mitzugestalten ist da. Wir sagen nicht, dass bisher alles schlecht ist." Doch die unter 30-Jährigen hätten andere Meinungen und Vorstellungen, die sie einbringen wollen.

"Wir lieben unsere Partei, sind aber auch der Stachel im Fleisch der CSU", sagt Wasmuth. Eine eigene Liste zu stellen, dazu gehöre schon etwas Mut. "Wir haben aber viel positives Feedback bekommen. Das wird auch von der CSU begrüßt - und wir hätten es uns sowieso nicht verbieten lassen."

Erst die Liste für den Stadtrat in Sulzbach-Rosenberg, dann für den Kreistag. Henner Wasmuth rechnet der Jungen Union gute Chancen aus, alle Hürden zu überwinden sowie genug Wählerstimmen zu bekommen. Und kündigt an: "Wir sind auf jeden Fall für weitere Überraschungen gut."

Sulzbach-Rosenberg
Sulzbach-Rosenberg

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.