15.05.2018 - 11:07 Uhr
AmbergOberpfalz

Ohne Kran geht gar nichts

Eine Lok aus dem Jahr 1958 und ein ausrangiertes Dienstfahrzeug der Bahn. Das sind die Neuzugänge am Galgenbergweg, wo der Verein Amberger Kaolinbahn der Geschichte ein Denkmal setzt. Ohne Kran geht gar nichts.

Zwei Tieflader haben am Montag eine Lokomotive der Baureihe 323 aus dem Jahr 1958 und ein Bahndienstfahrzeug KL 53 an ihren Bestimmungsort gebracht.
von Klaus HöglProfil

Amberg. (e) Zwei Tieflader brachten am Montag eine Lokomotive der Baureihe 323 aus dem Jahr 1958 und ein Bahndienstfahrzeug KL 53 an ihren Bestimmungsort, wo beide millimetergenau auf das Gleis beim ehemaligen Betriebsgebäude gesetzt worden. Dort, beim Lokschuppen und neben der alten Drehscheibe, wo der vor acht Jahren gegründete Verein sein Domizil hat. Stellvertretender Vorsitzender Matthias Gruschwitz sprach von einem Alleinstellungsmerkmal und der Chance, auch dank der aus Regensburg angelieferten Exponate zu einem Zugpferd in der Oberpfalz zu werden.

Zwei Tieflader brachten am Montag eine Lokomotive der Baureihe 323 aus dem Jahr 1958 und ein Bahndienstfahrzeug KL 53 an ihren Bestimmungsort, wo beide millimetergenau auf das Gleis beim ehemaligen Betriebsgebäude gesetzt worden. Dort, beim Lokschuppen und neben der alten Drehscheibe, wo der vor acht Jahren gegründete Verein sein Domizil hat. Stellvertretender Vorsitzender Matthias Gruschwitz sprach von einem Alleinstellungsmerkmal und der Chance, auch dank der aus Regensburg angelieferten Exponate zu einem Zugpferd in der Oberpfalz zu werden. Das Betriebswerk sei mit seiner 23-Meter-Drehscheibe und dem Lokschuppen ein einzigartiges Objekt, das nun weiter aufgewertet werde. „Rettet den Lokschuppen“ hatte sich der von Vorsitzendem Stephan Stauber und Gruschwitz geführte Verein bei seiner Gründung vorgenommen. Das aber war mit viel Arbeit verbunden: Das heruntergekommene Sozialgebäude auf dem Betriebswerk wurde gemietet, das Gelände entrümpelt, die Drehbühne mit Studenten der Hochschule technisch saniert und der Ringlokschuppen in Ordnung gebracht. Ein wesentlicher Schritt war die Klärung der Grundstücksfrage, nachdem Verhandlungen zwischen Stadt und Bahn wegen der Altlastenproblematik gescheitert waren. Die Familie Stadler hat das Gelände im Dezember 2014 erworben und zeigte ein Herz für die Eisenbahner, die das Gelände mindestens 25 Jahre lang nutzen dürfen. So steht es im Vertrag. Das wiederum bietet die Möglichkeit bei Stadt und Land Zuschüsse für das Fernziel Museum der Oberpfälzer Industriebahnenbahnen zu beantragen. Geschehen soll dies in Kooperation mit den Regensburger Straßen-, Walhalla- und Eisenbahnfreunden. Das kostet laut Stauber und Gruschwitz aber viel Geld. Eine Einnahmequelle erschließen die Mitglieder am Sonntag, 24. Juni. Dann laden sie zum Drehscheibenfest ein.

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