21.06.2018 - 15:25 Uhr
AmbergOberpfalz

Wohnungsunternehmen schüttet vier Prozent Dividende aus

Vorstand und Aufsichtsrat des Wohnungsunternehmens genießen das volle Vertrauen der Mitglieder. Sie erteilen im Pfarrsaal St. Georg Entlastung und bestätigen die zur Wiederwahl anstehenden Aufsichtsräte.

Einstimmig entlastet haben die Mitglieder des Wohnungsunternehmen Amberg Vorstand (vorne rechts) und Aufsichtsrat. Einstimmig erfolgt auch die Nachwahl von Aufsichtsratsmitgliedern. Vorstand Dieter Gerl (vorne Mitte) verabschiedete Rudi Sailer (Zweiter von links) aus dem Aufsichtsrat, dem er 18 Jahre angehörte. Sein Nachfolger ist Roland Barth (zweite Reihe Mitte).

(usc) Die Genossenschaft verwaltete zum 31. Dezember unverändert 208 Häuser mit 1648 Wohnungen und 447 Garagen, Tiefgaragenstellplätzen und Carports. Wie der Vorstand erläuterte, plant das Unternehmen zwei Neubauten mit 15 Wohnungen an der Plechstraße 5 und 7b. Gut ist der Baufortschritt am Großprojekt Senioren-Dienstleistungszentrum an der Brentanostraße (ehemals Möbel Ostler). Mitte nächsten Jahres kann es bezogen werden.

Aktuell 1866 Mitglieder

Der von Vorstand Dieter Gerl vorlegte Jahresbericht weist 1866 Mitglieder mit 11 350 Anteilen und ein Geschäftsguthaben der Mitglieder in Höhe von 1,8 Millionen Euro aus. Die Bilanzsumme ging durch Abschreibungen auf 36,4 Millionen Euro zurück. Das Eigenkapital stieg durch den Jahresüberschuss auf 18,7 Millionen Euro, was einer Quote von 51,4 Prozent entspricht. Gerl nannte sie komfortabel. Sie biete nun Spielraum für Modernisierungen. Was den Jahresabschluss anbelangt, so hat sich die Bilanzsumme von 36,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent reduziert. Das liege in erster Linie an den Abschreibungen.

In den Umsatzerlösen aus der Hausbewirtschaftung sind die Kaltmieten mit 5,5 Millionen Euro enthalten. "Die Ertragslage ist zufriedenstellend", versicherte Gerl. Die durchschnittliche Wohnungsmiete lag 2017 bei 4,32 Euro pro Quadratmeter gegenüber dem Landesdurchschnitt von 5,11. Die Ausgaben für Instandhaltung beliefen sich auf 2,6 Millionen Euro. Dazu gehören beispielsweise die Kellertrockenlegung für134 Wohnungen in der Glückaufstraße, am Knappenweg und in der Podewilsstraße. Aktuell plant das Unternehmen Modernisierungen und zwei Neubauten. Im ersten Schritt errichtet das WU mit öffentlicher Förderung zwei Häuser mit 15 Wohnungen (mit zwei bis vier Zimmern) sowie eine Tiefgarage mit 37 Stellplätzen an der Plechstraße. Die Kaltmieten werden laut WU zwischen 4,80 und 6,80 Euro betragen, ja nach Einkommensstufe. Vor allem sind barrierefreie Wohnungen mit Aufzug und Tiefgarage nachgefragt, berichtete Gerl den Mitgliedern.

25 Millionen Euro

In einem zweiten Schritt soll mit der umfassenden Modernisierung der bestehenden Wohnungen in diesem Quartier begonnen werden. Hierfür wird das WU in den nächsten zehn Jahren etwa 25 Millionen Euro investieren. Ein sehr gutes Ergebnis und einen Jahresüberschuss von 220 000 Euro aus der Bauträgertätigkeit erzielte laut Gerl auch das Tochterunternehmen der Genossenschaft, die Wohnungsunternehmen Amberg Bauträger-/Baubetreuungs GmbH.

An Brentanostraße

Aktuell entsteht das Großprojekt Senioren-Dienstleistungszentrum an der Brentanostraße gegenüber dem Wallmenichhaus. Das vom Freistaat geförderte Objekt kostet rund 12,5 Millionen Euro und soll bis Mitte 2019 bezugsfertig sein. Es entstehen 44 Einheiten für betreutes Wohnen, eine Tagespflegeeinrichtung mit 24 Plätzen sowie zwei ambulant betreute Wohngruppen mit jeweils zwölf Plätzen für Menschen mit Demenz. Die Mitgliederversammlung stellte den Jahresabschluss mit einem Bilanzgewinn von 269 723 Euro fest. Die Dividende liegt bei vier Prozent. 197 429 Euro gehen in die Rücklage.

Einstimmig wurden die Vorstände Dieter Gerl, Franz Fuchs und Jürgen Steinhof sowie alle Aufsichtsräte entlastet. Ohne Gegenstimme verlief die Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder Rudolf Maier, Gisela Kraus und Stefan Heumann. Rudi Sailer, der nicht mehr kandidierte, wurde für seine fast 18-jährige Tätigkeit geehrt. Nachfolger ist Roland Barth.

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