20.07.2018 - 11:09 Uhr
Wutschdorf bei FreudenbergOberpfalz

Sorry, keine Karten mehr

In Wutschdorf laufen die Vorbereitungen für die Freilichtaufführung des bayerischen Volkstheater-Klassikers "Vom Brandner Kaspar und dem ewigen Lebn". Jetzt wird nachgeholt, was 2017 schon über die Bühne gehen sollte.

In Wutschdorf haben die Proben für die Freilichtaufführung des Brandner Kaspar begonnen. Norbert Altmann (links) ist Vorsitzender der Freudenberger Bauernbühne und spielt den Erzengel Gabriel.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Die ausverkauften Brandner-Wochen mussten im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt werden, weil einer der Hauptdarsteller gesundheitliche Probleme hatte. Der Vorsitzende der Freudenberger Bauernbühne, Norbert Altmann, erklärt, wie es sich mit den für 2017 gekauften Karten verhält. Und er erzählt, wie es um die Gesundheit der Schauspieler und die Wetteraussichten steht.

ONETZ: Die Vorbereitungen für die neun Aufführungen gehen in die entscheidende Phase. Wie schaut es heuer aus - alle gesund?

Norbert Altmann: Alle Spieler, Statisten und Helfer sind derzeit wohlauf. Toi, toi toi, dass es so bleibt die nächsten drei Wochen.

ONETZ: Die Vorstellungen waren 2016 ja nahezu ausverkauft. Haben Leute ihre Tickets zurückgegeben oder ist das Publikum treu geblieben?

Norbert Altmann: Nur etwa 30 Prozent haben die Karten zurückgegeben, meist aus Planungsunsicherheit für heuer. Die meisten davon haben es aber später bereut (lacht). Aber das hat einigen anderen die Gelegenheit gegeben, zuzuschlagen.

ONETZ: Wie ist das jetzt mit den Aufführungstagen, wann gelten die Tickets genau?

Norbert Altmann: Für die Karten ist der Wochentag das entscheidende Kriterium. Karten die 2017 für einen Freitag gültig waren, sind es heuer auch, lediglich das Datum ist dem Jahreswechsel geschuldet um eins niedriger. Konkret also: Die Karte für Freitag, 28. Juli 2017, ist gültig am Freitag, 27. Juli 2018, Samstag, 29. Juli 2017, entspricht Samstag, 28. Juli 2018 undsoweiter.
Tickets, die ab August 2017 gekauft wurden oder auf denen „Nachholtermin“ steht, haben ohnehin das richtige Datum stehen.

ONETZ: Gibt es für heuer noch Karten?

Norbert Altmann: Definitiv: Nein, sorry.

ONETZ: Sei sind als Erzengel Gabriel mit dabei, was ist für Sie die schönste Szene?

Norbert Altmann: Der Erzengel Michael ist natürlich eine lustige Traumrolle, auf die ich mich wieder richtig freue. Die schönsten und ergreifendsten Szenen sind die, wo sich das Himmeltor öffnet, aber auch die intensiven Hüttendiskurse zwischen dem Brandner und dem Boandlkramer. Im Prinzip hat jedes Bild seinen eigenen Charme und Aussagekraft.

ONETZ: Am Freitag, 27. Juli, ist Premiere. Gibt es irgendwas, wovor ihr Bammel habt?

Norbert Altmann: In erster Linie natürlich vor dem Wetter. Aber bei dem Traum Sommer heuer hoffe ich, dass es neben einem leichten Gewitterrisiko schon gut gehen wird. Wetterbedingte Absagen wären schon sehr traurig. Dann natürlich, dass alle gesund bleiben, die Technik immer gut funktioniert und dass der „Boandlkramer-Gaul“ ruhig läuft. Für unser Einlassteam hoffe ich, dass alle Gäste am richtigen Termin erscheinen.

ONETZ: Wie sehen die Tage bis zur Premiere aus?

Norbert Altmann: Die sind natürlich vollgepackt mit Vorbereitungen. Diese Tage herrscht beim Bühnenbau Hochbetrieb. Am Montag, 23. Juli, wird die Zuschauertribüne aufgebaut. Hier wäre meine Bitte an alle Freudenberger: Wer kommenden Montag ab 8 Uhr Zeit hat und mithelfen will, sollte doch zum Kirchplatz kommen, da wir hierfür einige Aufbauhelfer benötigen. Brotzeit und Getränke sind natürlich kostenlos. Ab Montag geht es dann auch auf dem Kirchplatz enger zu. Da bitte ich um Verständnis bei allen Anwohnern und Kirchplatz-Parkern. An den weiteren Tagen folgen dann Restaufbauten, Technikinstallation und viele Proben.

ONETZ: Und nach der Brandner-Zeit fahren alle kollektiv in den Urlaub oder wie ist das bei Euch?

Norbert Altmann: Viele von uns nehmen ja ihren Jahresurlaub extra für den „Brandner“ her, das ist hoch anzurechnen. Aber es ist schon so, dass nach den Aufräumarbeiten am 11. August erst mal kurz Ruhe ist zum Durchschnaufen.

Bilder von den Proben

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