25.07.2018 - 16:26 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Waldbrandgefahr eingedämmt

Als am Sonntagmorgen der Regen einsetzt, atmen die Einsatzkräfte am Truppenübungsplatz Grafenwöhr erleichtert auf. Der Waldbrand, der seit Mittwoch wütete, sei durch den Regen endgültig gebannt. Doch neue Gefahr droht bereits.

Die Rauchschwaden lösen sich langsam auf. Stellenweise glüht das Holz noch. Von dem abgebrannten Gebiet geht keine Gefahr mehr aus.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

(anv) "An wenigen Stellen glüht und glimmt es noch", sagt Hubert Anton, stellvertretender Betriebsleiter des Bundesforstbetriebs Grafenwöhr. Der Regen habe die Glut aber zum Großteil gelöscht. Beinahe mitten im Truppenübungsplatz, zwischen Zeltenreuth und Hellziechen, beschädigte das Feuer etwa 15 Hektar Wald.

Um den Rest kümmere sich die Lagerfeuerwehr. "Wir müssen uns jetzt Gedanken darüber machen, wie die beschädigten und verbrannten Bäume ersetzt werden können", sagt Anton. Der Wald sei für den Lärmschutz und den Geschossabfang sehr wichtig. Auf dem Truppenübungsplatz läuft wieder normaler Schießbetrieb. Der Regenschauer konnte die anhaltende Hitze nicht vertreiben.

Feuer lauert

"Die Feuchtigkeit hält vielleicht einen Tag her, dann ist der Boden schon wieder zu trocken", schätzt Anton die Lage ein. Wenn Wind dazukommt, wird es wieder gefährlich. Anton: "Es kann gut sein, dass es morgen schon wieder brennt." Aber die Lagerfeuerwehr und Jochen Scharrer, Revierleiter des Forstreviers Altenweiher, hätten ein genaues Auge auf das Gelände. Laut André Potzler, dem Pressesprecher des 7th Army Training Command (7ATC), wird viel getan, um Brände zu vermeiden. "Bereits im Frühjahr werden bestimmte Flächen kontrolliert abgebrannt und ein Netz von Feuerschutzlinien angelegt, welches weitaus dichter ist als im zivilen Bereich."

Außerdem gebe es Löschwasserteiche, die ein schnelles Betanken der Löschfahrzeuge ermöglichen. Bei trockenem Wetter werden besondere Maßnahmen ergriffen. Die Soldaten dürfen nur ohne Leuchtspurmunition oder ähnlichem schießen.

Brände sind Alltag

"Jegliche Feuer melden wir sofort an die Range-Control. Der Schießbetrieb wird dann eingestellt und Entstehungsbrände umgehend gelöscht", erklärt Potzler. Auch die Soldaten und ihre Angehörigen werden regelmäßig schriftlich und über die Sozialen Medien über Brandvermeidung und die Gefährdungslage informiert. So warten die Beteiligten eigentlich nur auf den nächsten Brand, der zum Alltagsgeschäft der Lagerfeuerwehr und der zuständigen Förster geworden ist.

Die genaue Brandursache des größten Waldbrandes seit zehn Jahren auf dem Truppenübungsplatz, sei bisher noch nicht geklärt.

Die Vorgeschichte zum Waldbrand gibt es hier

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