12.07.2018 - 12:14 Uhr
Kreuth bei RiedenOberpfalz

G.O.N.D.-Festival in Kreuth: Krawall nur auf der Bühne

Hier gibt's bis Sonntag wieder voll was auf die Ohren. Diesmal auf drei statt zwei Bühnen. In Kreuth hat das G.O.N.D.-Festival begonnen. Die erwarteteten 10 000 Fans dürfen auch grillen: Das war wegen der Waldbrandgefahr nicht sicher.

Hier geht’s lang: Vermutlich hätte es den Fingerzeig gar nicht gebraucht, denn nach mehreren Jahren G.O.N.D. in Kreuth (seit 2009) ist hier ein eingespieltes Team am Werk. Am Donnerstag war der Aufbau erledigt, jetzt gehört das Festival-Gelände des Reitsportzentrums den 10 000 Open-Air-Besuchern, die diesmal erwartet werden. Kurzentschlossene haben übrigens auch noch eine Chance: Es gibt noch Tickets im Waldhotel Kreuth.
von Heike Unger Kontakt Profil

(eik) Der Frühanreise-Stau in der Nacht zum Donnerstag hatte sich bis 1.45 Uhr wieder aufgelöst, berichteten die Veranstalter Timo Hofmann und Steffen Kiederer noch spät nachts auf ihrer Internet-Seite: Abgesehen davon, dass sich ein Schwertransporter in die Auto-Schlange der ankommenden G.O.N.D.-Besucher verirrte und am Berg zum Festivalgelände hinauf ein kleiner Auffahrunfall passiert ist, habe es keine Probleme gegeben.

Eine Sorge hat sich inzwischen dank des kurzen Regen-Intermezzos auch erledigt, wie Hofmann im Gespräch mit der AZ-Redaktion sagte: Wegen der akuten Waldbrandgefahr, die noch Anfang der Woche herrschte, war die Warnstufe hochgeschraubt worden - eine weitere Verschärfung hätte womöglich den Grillspaß, der eigentlich bei der G.O.N.D dazugehört, getrübt oder gar ganz verboten. Doch pünktlich zum Festivalbeginn gab Hofmann Entwarnung: Die Würstl dürfen auf den Rost. Und das Wetter sei auch optimal für ein Open Air, nämlich "sonnig, aber nicht zu heiß".

Schlammschlacht vor der Bühne

Einen echten G.O.N.D.-Fan hält aber auch Regen nicht ab, was manche Schlammschlacht vor den Bühnen der vergangenen Jahre zeigte. Deren Zahl haben die Organisatoren diesmal um eine erhöht: Auf drei Bühnen spielt die Musik, "um auch den Nachwuchsbands eine Chance zu geben", wie Hofmann sagt. "Und um die Spielpausen für das Publikum zu verkürzen." So müssten die Fans nun maximal fünf statt bisher 20 Minuten warten, bis die nächste Band loslegt. Hofmann und Kiederer haben wieder einige namhafte Vertreter der Szene zwischen Streetrock, Punk und Metal verpflichtet.

Task Force gegen Rechts

Zu den Top-Acts gehören Kärbholz, Megaherz und Stahlzeit. "Kurzfristig" seien auch noch die Krawallbrüder dazu gekommen. Letztere sind, sofern sie nicht zur Band gehören, übrigens nicht willkommen, stellt Hofmann klar. Insbesondere rechte, aber auch andere extreme Gesinnung sei hier nicht erwünscht: "Das hat auf dem Platz bei uns nichts zu suchen." Deshalb gibt es neben der üblichen Festival-Security auch eine eigene "Task Force gegen Rechts" aus speziell geschulten Kräften. Diese achten auf typische Symbole, Kleidung oder Tattoos und eindeutige Gesten mit rechtsradikalem Hintergrund, um Personen, die hier auffallen, der Polizei zu übergeben.

G.O.N.D. in Kreuth? Läuft. Wir haben die ersten Bilder vom Festival.

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