08.08.2018 - 11:24 Uhr
AmbergOberpfalz

Friseur-Innung verabschiedet Gesellen

Könner und wahre Künstler seien Friseure, dazu noch Seelsorger und Psychologen: So sieht Landrat Richard Reisinger dieses Handwerk. Lehrabschluss feierte die Friseur-Innung Amberg-Sulzbach im Kubus in Ursensollen

Die Friseur-Innung würdigte ihre besten Gesellen (von links): Andrea Auer, Landrat Richard Reisinger, Claudia Rubenbauer, Svenja Büttner, Schulleiter Martin Wurdack, Yevheniia Donhauser, OB Michael Cerny, Aljona Poljuenko und Hans Weber.

(gfr) Obermeisterin Claudia Rubenbauer betonte, dass mit der Freisprechung der Höhepunkt der Ausbildung erreicht sei. Einer weiteren beruflichen Karriere der jungen Fachkräfte stehe nun nichts im Wege, denn Friseure werden immer gebraucht.

Wichtig ist es nach Rubenbauers Worten, das erworbene Wissen stets auf dem neuesten Stand zu halten, denn das Berufsbild des Friseurs ändere sich immer schneller. Der Begriff Ausbildung dürfe deshalb auch nicht wörtlich genommen werden, denn "ausgelernt" habe man im Handwerk nie.

Bisher seien die jungen Friseure Azubis gewesen, nun Fachkräfte und die Ausbilder von morgen. Mit einigen Jahren Berufserfahrung und der nötigen Weiterbildung werde mancher Junghandwerker durchaus überlegen, sich selbstständig zu machen, prophezeite Rubenbauer.

Landrat Richard Reisinger sagte, die jungen Gesellen seien nun in der Betriebshierarchie ein Stück aufgerückt. Für das weitere Berufsleben wünsche er ihnen verständnisvolle Meister und nur gepflegte Kundschaft. Ausbildung im Friseurhandwerk bedeute nicht nur lernen, wie man Haare schneidet, unterstrich Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny: Friseure seien auch Stilberater, Psychologen, Seelentröster, Entertainer und Künstler.

Martin Wurdack, der Leiter des Beruflichen Schulzentrums Amberg, betonte, ein Friseur habe einen schönen Beruf, bei dem er kreativ und künstlerisch mit und am Menschen arbeiten könne. In dieser Branche, wo noch handwerkliche Arbeit geleistet werden müsse, herrsche Fachkräftemangel. Auch er ermunterte den Nachwuchs, mit Fortbildung den Aufstieg anzustreben, sich auch in die Gesellschaft einzubringen und vor allem der Region treu zu bleiben und so die Heimat mitzugestalten.

Kreishandwerksmeister Hans Weber sagte, die Gesellen seien nun Fachkräfte. Für den "schönsten Beruf der Welt" wünsche er ihnen Kreativität, Mut und Freude.

Info:

Die besten Gesellen

Alle 14 Auszubildenden haben die Gesellenprüfung bestanden. Als Prüfungsbeste wurden Aljona Poljubenke (Haar-Bar Volker Meyer), Yevheniia Donhauser und Svenja Büttner (beide im Ausbildungsbetrieb Beate Tran) geehrt. Friseurmeister und Berufsschulklassenleiter Volker Meyer hob noch Anna-Sophie Klein und Milena Shumilkina heraus, die Anerkennungsurkunden der Regierung der Oberpfalz für ihre Bestnoten beim Berufsschulabschluss erhielten. Stellvertretende Innungsobermeisterin Andrea Auer meinte, die jungen Friseure hätten einen einzigartigen Beruf erlernt, könnten nun eigenständig kreativ arbeiten und dabei ihrer Fantasie freien Lauf lassen. „Wir haben es geschafft“, bilanzierten Lea Neumeier und Svenja Büttner im Namen der Prüflinge. Mit dem Gesellenbrief stünden ihnen nun viele Türen offen und könnten Träume wahr werden.

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