08.06.2018 - 15:36 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Denkmal für das Vaterunser

Für Bürgermeisterin Alexandra Sitter war er eine absolute Herzensangelegenheit. Nach knapp zehn Jahren ist der Vater-Unser-Weg in Ammerthal tatsächlich Realität geworden.

In elf Stelen erinnert der Ammerthaler Vater-Unser-Weg an die Bedeutung des wichtigsten Gebets der katholischen Kirche. Jetzt wurde er nach zehn Jahren offiziell eingeweiht. Bild: e

(e) Von einem wunderschönen Empfang sei er beeindruckt, sagte der Oberpfälzer Regierungspräsident Axel Bartelt. Und das traf wohl auch auf Landrat Richard Reisinger zu. Die beiden Politiker hielten sich zu einem ganz speziellen Grund in der Gemeinde Ammerthal auf: Die offizielle Einweihung des Vater-Unser-Weges mit seinen elf Stelen führte sie in die Kommune.

Mit von der Partei waren viele Ammerthaler, örtliche Mandatsträger, Pfarrer Klaus Haußmann, der die kirchliche Weihe vornahm und die Grundschule mit Elvira Rückerl und "ihren" Klassen drei und vier.

Vor gut zwei Jahren war der Regierungspräsident schon einmal in Ammerthal. Da hatte er versprochen wiederzukommen. Jetzt, zur Einweihung löste er seine Zusage ein. Die begann mit dem Eintrag ins Goldene Buch: "Herzlichen Dank für den wunderschönen Empfang in Ammerthal, ich freue mich hier sein zu dürfen", schrieb Bartelt der Gemeinde sozusagen ins Stammbuch. Und Landrat Richard Reisinger hat sich so verewigt: "Möge von diesem Weg Segen und Inspiration ausgehen".

Begleitet von der Bevölkerung und den Schulkindern ging man dann gemeinsam zur Frauenkirche, wo Pfarrer Klaus Haußmann den Segen der Kirche erteilte. Den er natürlich mit einem "Vater unser" bekräftigte - gesungen von allen Anwesenden. Bürgermeisterin Alexandra Sitter ging auf das Zustandekommen des Vater-Unser-Weges ein: "Das war mir ein Herzensprojekt meiner zehnjährigen Amtszeit". Er ist mit Öl-Bildern der 2009 in Ammerthal verstorbenen Wilhelmine Müller bestückt, die von der Künstlerin unmittelbar vor ihrem Tod der Gemeinde vermacht wurden.

Mit dem Vater-Unser-Weg will die Gemeinde Ammerthal zum einen an die lange Tradition der Wallfahrt erinnern, er ist aber auch eine bleibende Erinnerung an die Künstlerin Wilhelmine Müller. Er verbindet den Unteren mit dem Oberen Kirchensteig und soll sinnstiftend wirken und den Gläubigen die Bedeutung des bekanntesten Gebetes überhaupt vor Augen halten: das Vaterunser.

Als in "Bayern wohl einmalig" stufte die Bürgermeisterin den Weg ein, das Lob des Regierungspräsidenten und von Landrat Richard Reisinger mag sie wohl darin bestärken. Nach der kirchlichen Weihe gingen die prominenten Besucher, von den Schulkindern begleitet, die zu jeder Stele ein mündliches Sinnbild übermittelten, alle elf Stelen ab.




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