08.05.2018 - 20:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Geschichtspark Bärnau: Spatenstich für die Reisestation Karl IV. Archäologische Dauerbaustelle

Mit dem Spatenstich für die Reisestation Karl IV. fällt am Donnerstag, 10. Mai, der Startschuss für eine der größten Mittelalterbaustellen in Europa, deren Bauzeit auf etwa 20 Jahre angelegt ist. Die Ausmaße sind beeindruckend: 30 mal 40 Meter groß, zwei Meter breite Stadtmauern mit Wehrgang, Torwächterhaus, Palas, Gesindehäusern und Kapelle. Mit dieser archäologischen Dauerbaustelle erhält der Geschichtspark Bärnau noch eine weitere Attraktion.

Die Vorarbeiten für die Reisestation Karl IV. - im Vordergrund steht das Model - laufen bereits. Bild: awo
von Autor AWOProfil

Nachdem in den vergangenen Monaten mit dem Bau des mittelalterlichen Sägewerks, dem Reißboden für die Zimmermannsleute, dem Steinmetzunterstand und dem Gebäude des Kalkbrennofens die Infrastruktur errichtet wurde, geht es an die eigentliche Baustelle.

Am Wochenende "Lebendiges Mittelalter", 10. bis 13. Mai, soll nun authentisch der Spatenstich für den Erdaushub der Anlage erfolgen, mit Holzspaten, Handkarren und Mörtelwannen, die Schreinermeister Horst Schafferhans eigens angefertigt hat. An Christi Himmelfahrt um 14 Uhr startet der Spatenstich mit Erdaushub, bereits in den kommenden Wochen werden die ersten Grundmauern der Anlage folgen.

Der Erdaushub ist zunächst für den Bereich des Gesindehauses und des Torwächterhauses mit der Verbindungsmauer geplant. Die Reisestation als archäologische Dauerbaustelle ist der praktische Teil für kontinuierliches Lernen bei der Anwendung archäologischer und historischer Erkenntnisse im Rahmen des Projekts "ArchaeoCentrum Bayern - Böhmen - gemeinsamen Kulturraum bewahren und vermitteln". Mit den Universitäten Bamberg, Pilsen und Prag haben die Verantwortlichen des Vereins "Via Carolina - Goldene Straße" versierte Partner an der Hand.

Schritt für Schritt muss auf der Baustelle geplant und umgesetzt werden. Das wachsende Handwerkerteam aus tschechischen und deutschen Handwerkern wird ergänzt durch Ehrenamtliche. Für Hand- und Spanndienste sind auch nicht handwerklich geübte Helfer willkommen.

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