01.03.2019 - 17:55 Uhr
BärnauOberpfalz

David Copperfield interessiert sich für Bärnauer Projekt

„Zaubern ist stetiges Lernen“, sagt der Entertainer Marco Knott. Das funktioniert am besten bei den großen Meistern. Deshalb begibt er sich auf eine magische Reise. In Las Vegas trifft er David Copperfield – nicht zum ersten Mal.

Marco Knott hat in Las Vegas, dem Mekka der Magier schon öfters selbst vor seinen Kollegen gezaubert.
von Norbert Grüner Kontakt Profil

Seine Reisen führen Marco Knott immer wieder nach Italien, Spanien, England und die USA. Gerade ist er aus London zurückgekehrt, mit neuen magischen Eindrücken. In London schaute er sich den "Abadoned Room", ein Zaubertheater im Fünf-Sterne-Hotel "Mandrake" an und gab dort selbst eine Vorstellung.

Immer trifft er auf seinen Reisen berühmte Kollegen, zum Beispiel den Amerikaner "Dynamo" alias Steven Frayne, der bereits für Paris Hilton, Robbie Williams und Will Smith gezaubert hat. Auch der Close-up-Zauberkünstler Joshua Jay aus den Vereinigten Staaten, der den Zaubershop "Vanishing" gegründet hat, gibt dort ein zauberhaftes Stelldichein. Dessen große Bühnenshow "Six impossible Things" laufe gerade am Broadway in New York, sagt Knott. Im April will er sich das Spektakel ansehen. Jay habe ihn dazu eingeladen. Ende vergangenen Jahres war Marco Knott beim großen Zauberertreffen "Close-up Symposium" als einziger Deutscher unter 110 Zauberern aus der ganzen Welt in Mailand dabei. "Bei so einer Reise nimmt man immer eine ganze Menge Inspiration mit nach Hause", so Knott. "Da springt immer was für sein eigenes Ding heraus", erklärt der Mann, der gerade damit begonnen hat, das alte Bärnauer Kino in einen ganz besonderen magischen Ort zu verwandeln.

Keine Geheimnisse

Im Londoner "Blackpool" in Manchester, wohnte Marco einem Treffen mit über 3000 Magiern bei. Er tauschte sich dabei mit Größen wie Bébel oder Tabary aus Frankreich oder Eric Jones aus den USA sowie seinem langjährigen Freund Patrick Kurota aus Brüssel aus. "Wir Zauberer haben keine Geheimnisse untereinander", sagt Knott. "Wenn du irgendein Problem hast mit einem Kunststück, irgendwo gibt es einen Spezialisten, der dir weiterhilft. Bei Zauberertreffen gibt es immer offene Bühnen, wo jeder seine Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Da erhält man dann sofort Feedback aus Fachkreisen und das ist unbezahlbar. Die Zaubercommunity ist wie eine große Familie. Egal wohin ich fahre, egal in welches Land, ich brauche nur jemanden anzurufen und schon habe ich eine magische Unterkunft."

Ein "magischer" Freund, lud Knott nach Los Angeles ein, nach Hollywood, ins Mekka der Magie, ins "Magic Castle". "In dem Anwesen gibt es etwa 12 Bühnen in verschiedenen Räumen und es wird ständig gezaubert. Das war eine sehr große Ehre für mich." Mit dem Mietwagen fuhr Marco Knott anschließend für mehrere Tage nach Las Vegas und traf im "MGM Grant" einmal mehr keinen Geringeren als David Copperfield. "Ich habe ihm von meinem Theater in Bärnau erzählt und er war sehr interessiert. Er will auf dem Laufenden gehalten werden, was da passiert." Auch Jonny Thompson aus Las Vegas, den US-Amerikaner Paul Harris, den TV-Zauberer Criss Angel aus Las Vegas, den Spanier Dani Da Ortiz, Daniel Garcia aus den USA oder Juan Tamariz aus Spanien bezeichnet Knott als seine Freunde, nicht als Konkurrenten.

Drei Säulen

Zauberer kann jeder werden, der genügend extrovertiert ist, gute Fingerfertigkeit sowie eine enorme Menschenkenntnis mitbringt und die Menschen liebt", sagt Marco Knott. "Die drei Säulen der Zauberkunst sind für mich Ablenkung, Fingerfertigkeit und Psychologie. Wenn man das geschickt kombiniert entstehen für die Zuschauer echte Wunder.

Marco Knott übt täglich drei bis vier Stunden. Er nennt eine Bibliothek, bestehend aus alten und neuen Zauberbüchern, im Wert eines Mittelklassewagens, sein Eigen. Seine Auftritte dauern vier bis sechs Stunden. Er hat aber auch schon zehn Stunden am Stück gezaubert.

Jede Kundschaft bekommt nach dem Auftritt ihr individualisiertes Geschenk in Form einer magischen Geschenkbox. Marco Knott spricht von einem einzigartigen Kunststück, auf das ihn die Leute noch nach Jahren darauf ansprechen.
Üben, üben, üben!. Das gilt auch für Zauberer die den Zenit erreichen wollen. Täglich drei bis vier Stunden ist das Pensum, das Marco Knott täglich absolviert.
Marco Knott auf dem Hollywood Walk of Fame.
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