28.04.2018 - 19:49 Uhr
EslarnOberpfalz

Hallo, im Kindergarten in Eslarn brennt es

Die Kinder dankten KBM Thomas Kleber (hinten re) und Zugführer Jürgen Merold für das ehrenamtliche Engagement. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

(gz) Die Kinder vom Kindergarten hörten von der wichtigen Notrufnummer 112 und lernten das Absetzen eines Notrufes an die integrierte Leitstelle. Was alles bei einem plötzlichen Brand zu tun ist, zeigten zwei langjährige Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr (FFW). "Grüß Gott Herr Feuerwehrmann" ertönte es im katholischen Kindergarten "Sankt Elisabeth". Die beiden Feuerwehrprofis, Kreisbrandmeister (KBM) Thomas Kleber und Zugführer Jürgen Merold, erläuterten den Kindern die Ausrüstung und Aufgaben der Feuerwehr, sowie das richtige Verhalten bei einem Ausbruch eines Feuers. Weitere Themen waren der Umgang mit Feuer, Auswirkungen und Gefahren bei unsachgemäßem Umgang mit Streichhölzern. Anhand von Beispielen erfuhren die kleinen Zuhörer die Vor- und Nachteile von Feuer, das einerseits kontrolliert Wärme erzeugt, aber für den Menschen und sein Hab und Gut auch gefährlich werden kann. Die kindgerechte Aufklärung und Erziehung bei einem Brand kann für die Kinder nur ein Vorteil sein, so KBM Kleber. Mit einem Original-Telefon wählte jeder einzelne die Notrufnummer 112 und das richtige Absetzen eines Notrufes. "Hallo, im Kindergarten in Eslarn brennt es." Die Kinder nannten die genaue Örtlichkeit und beantworteten Fragen. An der anderen Leitung saß KBM Kleber, der die Aufgaben der integrierten Leitstelle und die Entgegennahme des Notrufs übernahm. Das Spiel machte den Kindern mächtig Spass und alle waren voller Euphorie. Zum Abschluss aktivierte Zugführer Merold noch den internen Hausalarm, worauf die Kinder mit ihren Erzieherinnen vom Kindergarten und von der Kinderkrippe geschlossen und geordnet die Zimmer und das Gebäude verließen. Dabei waren die erfahrenen Feuerwehrmänner positiv überrascht, dass die Mädels und Jungs ohne Aufregung diszipliniert und ruhig die Tagesstätte verließen. Wie von ihren Erzieherinnen gelernt, marschierten alle Hand-in-Hand mit ihrem Partner/in zum Allwetterplatz und verweilten dort bis das fiktive Feuer gelöscht und die Übung beendet war. "Wichtig beim Verlassen des Kindergartens ist die Kontrolle der Vollzähligkeit der Kinder" fügte Zugführer Jürgen Merold an. Als Dankeschön für die tollen Unterrichtsstunden in "Feuerwehrkunde" hatten die Kinder zum Thema Feuerwehr einige Bilder gemalt und Feuerwehrautos gebastelt. Gleichzeitig stellte der Nachwuchs mit dem Banner "Stell dir vor es brennt und keiner kommt" die Wichtigkeit und die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehr fest. Die Wünsche der Kinder, auch einmal Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann werden zu dürfen, stimmte die Führungskräfte zuversichtlich. Bis zum Eintritt in die Jungfeuerwehr, die ohne Zweifel die Zukunft jeder Feuerwehr ist, vergehen aber noch einige Jahre, trösteten die Feuerwehrmänner ihr künftigen Kollegen. Im Namen des Kindergartens dankte Leiterin Beate Sparschuh den beiden Wehrmännern für ihre Zeit und ihr beeindruckendes Feuerwehrspiel.

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