04.08.2019 - 13:22 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Spiel, Satz und Party

Der Tennisclub feiert 40. Geburtstag. Für das Dorfleben ist er längst mehr als nur ein Sportverein.

Seit zehn Jahren ist Martin Moller Vorsitzender des Etzenrichter Tennisvereins und das mit Herzblut und Liebe zum Sport
von Autor WLRProfil

Der Festtag begann mit einem Jubiläumsturnier, zu dem Mannschaften des TC Neunburg vorm Wald, des VfB Rothenstadt, der TSG Mantel/Weiherhammer, Grün-Rot Weiden und des TC Tirschenreuth eingeladen waren. Der Himmel schickte zwar ab und zu eine kleine Abkühlung von oben, was die gute Laune auf den Plätzen aber nicht trübte. Später mussten die Organisatoren aber mit vereinten Kräften aufpassen, dass sich nach einem kräftigen Guss der Regen nicht doch noch seinen Weg ins Festzelt bahnte.Vorsitzender Martin Moller nahm es gewohnt locker: „Bei schönem Wetter kann jeder feiern."

Unter Anwesenheit der Gründungsmitglieder Iris Grüssner und Herbert Wantschina eröffnete Moller das Zeremoniell. In der Vereinsgeschichte blätterte anschließend zweiter Vorsitzender Rainer Roll.

Er erzählte von der Gründung am 21. Februar 1979. Initiator und erster Chef war Gerhard Toth. Seinen Vorstand bildeten Erwin Fleischmann, Irmgard Müller, Carmen Koegst, Willy Koegst, Jochen Lemberger, Rotraud Reber und Siegfried Landgraf.

Mit 5 Mannschaften und 97 Mitgliedern startete der Spielbetrieb auf den Hartplätzen der Etzenrichter Schule. Bereits nach einem Jahr setzte sich der Gedanke fest, neue Plätze mit einem Vereinsheim zu bauen. Dank des Kaufs eines Grundstücks durch die Gemeinde, für das der TC eine jährliche Pacht zahlt, konnte dies in die Tat umgesetzt werden.

Dank der guten Kontakte von Karl Seiler rollte am 1. Oktober 1985 die US-Army mit schwerem Gerät an, um die Planierarbeiten zu erledigen. Das alles ließ sich nur in unzähligen, freiwilligen Arbeitsstunden stemmen. Der ganze Bau kostete 421000 Mark.

Ab dem Jahr 2000 wurden bereits erste Renovierungsarbeiten fällig. Die politische Gemeinde mit den Bürgermeistern Ludwig Meier, Herbert Dorner, Martin Wallinger und Martin Schregelmann unterstützte den Club jedoch immer nach Kräften. Nicht zuletzt, weil der TC in all den Jahren einen funktionierenden Vorstand unter Führung von Gerhard Toth, Manfred Braun, Jürgen Schottke, Boris Toth, Karlheinz Müller und seit 2009 mit Martin Moller stellte.

Bürgermeister Martin Schregelmann freute sich: „Ohne die Leute, die sich für den Vorsitz eines Vereins zur Verfügung stellen, gäbe es keine Jubiläen. Die Gemeinde war immer für den TC da und wird es auch weiterhin sein, deshalb habe ich ein Kuvert mit einem Geldgeschenk mitgebracht. Der TC Etzenricht kann sich als Aushängeschild der Gemeinde bezeichnen.“

Mit Musik der „Factoria Session Band“ hatte sich der TC einen Wunsch erfüllt. Sie bot irische und schottische Klänge, die berührten, mitrissen, begeisterten und einfach gute Laune machten. Josef Specht organisierte passend dazu eine Whisky-Verkostung.

Die "Factoria Session Band" begeistert mit keltischen Klängen.
Sportlich erfolgreich:

Jugendwart Jörg Toth zitierte die sportliche Chronik. „Begonnen hat alles auf der Schulsportanlage in Etzenricht. Die ersten Spiele waren geprägt von viel Hitze und schimpfenden Gegnern, die mit unseren Gummiplätzen nicht zurechtkamen.“ In den ersten Jahren spielten eine Herren- und eine Damenmannschaft in Kreisklassen.

Großes Augenmerk galt indes von Anfang an der Jugendarbeit. Marlies Sohns, Inge Toth und Gerhard Toth brachten den Kindern den Sport bei. Aus diesem Training ging eine der damals besten Oberpfälzer Jugendmannschaften hervor, die auch den TC Postkeller Weiden und den TC Amberg am Schanzl besiegte und Oberpfalzmeister wurde.

Ein Großteil dieser Jugendlichen tritt heute bei den Herren 40 an. Auch ein Vize-Oberpfalzmeister in der Altersklasse U 14 ging aus dieser Jugendarbeit hervor. Mittlerweile gelang den Herren der Aufstieg bis in die Bezirksklasse 2, während die Damen die zweithöchste Oberpfälzer Spielklasse erreichten. Die Herren 30 und später die Herren 40 konnten sogar in die Bezirksliga aufsteigen - und dies alles ohne auswärtige Spitzenspieler.

Gut läuft auch die Kooperation mit der TSG Mantel-Weiherhammer. 9 bis 11 Mannschaften pro Jahr treten jedes Jahr an. Der Verein zählt über 150 Mitglieder.

Genauso wichtig wie die sportlichen Erfolge seien aber Kameradschaft, Bodenständigkeit und Geselligkeit, betonte Toth.

Martin Moller hatte als besonderes Andenken an die beiden verstorbenen Vorsitzenden Gerhard Toth und Karlheinz Müller gerahmte Fotos mitgebracht, die künftig zur Erinnerung im Vereinsheim einen Platz finden werden.

Die "Factoria Session Band" begeistert mit keltischen Klängen.
Josef Specht (links) fällt es nicht schwer, seine Tennisfreunde und auch den Vorsitzenden Martin Moller von einem guten Whisky zu überzeugen.
Die Liebe zum Tennissport wurde wohl vererbt. Nach dem verstorbenen Ehrenvorsitzenden Gerhard Toth lebt Jörg Toth (links) den Traum seines Vaters weiter und der jüngste Spross, Joshua Toth, gibt sich auch schon als Tenniscrack zu erkennen. Dafür gab es lobende Worte von Vorsitzendem Martin Moller.
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