11.02.2019 - 12:17 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Strahlenautomat läuft früher

Es gab in der Vergangenheit schon Probleme mit dem Lärm, aber aktuell scheint es keine Klagen zu geben. Der Gemeinderat sagt daher Ja zu geringfüging nach vorn verlegten Betriebszeiten des Strahlenautomaten der Natursteinwerke Gonsior.

Daniel Gonsior darf künftig den Strahlenautomat zum Bearbeiten von Granit eine halbe Stunde früher als bisher in Betrieb nehmen.
von Gabi EichlProfil

Die ARGE Natursteinwerke Gonsior GmbH & Co. KG in Altenhammer hat eine Änderung der Betriebszeiten des Strahlenautomaten an Werktagen beantragt, und zwar jeweils um eine halbe Stunde früher als bisher. Die Maschine soll demnach neu von 9.30 bis 10.30 Uhr und von 13.30 bis 14 Uhr laufen dürfen. Das Landratsamt als zuständige Baubehörde hat keine Einwände. Der Gemeinderat verbindet mit seinem einstimmigen Einvernehmen jedoch die Forderung, die Anwohner vor Erlass des Genehmigungsbescheides zu informieren, um eventuelle Einsprüche möglich zu machen.

Kein Holzeinschlag geplant

Zum Jahresbetriebsplan 2019 des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für den Gemeindewald sagt Bürgermeister Thomas Meiler, dass vereinbart sei, heuer nichts einzuschlagen. Der Holzpreis liege wegen des vielen Käferholzes auf dem Markt im Keller. Anders sehe es selbstverständlich aus, sollte der Borkenkäfer über den Gemeindewald herfallen. Der Betriebsplan sieht Ausgaben in Höhe von 14.772 Euro und Einnahmen in Höhe von 15.706 Euro vor. Meiler gibt gleichzeitig zu bedenken, dass im kommenden Jahr ein Defizit zu erwarten sei, sollte heuer nicht eingeschlagen werden.

Die Betriebskostenabrechnung für den Kindergarten 2018 fällt für die Gemeinde extrem erfreulich aus. Nach dem hohen Defizit im vergangenen Jahr, das Meiler zufolge einmaligen Personalausgaben geschuldet war, ist heuer nur der vereinbarte 80-Prozent-Anteil an einem Defizit von nicht ganz 4600 Euro zu zahlen. Mit einem derart geringen Minus dürfte man "Spitzenreiter im Landkreis“ sein, sagt der Bürgermeister.

Der Gemeinderat bekommt an diesem Abend noch mehr Erfreuliches zu hören: Die Vertreter des Regionalentwicklungsbüros Proplan, das das Natur-Kultur-Konzept vorgestellt hat, erkundigen sich verwundert, ob der Gemeinderat immer so viele Zuhörer habe. Eine Frage, die der Bürgermeister bejaht. „Und das nicht etwa, weil wir keinen Fernseher haben. Anscheinend sind die Sitzungen so interessant“. Man habe schon zusätzliche Stühle holen müssen, sagt Meiler. „Das ist lebhafte Demokratie“.

Nirgendwo so gut geräumt

Einer der vielen Zuhörer fährt dann noch ein dickes Lob auf. Er kenne keine andere Gemeinde, in der nach dem plötzlichen Wintereinbruch auch nur annähernd so gut geräumt worden sei. „Das tut sehr gut“, sagt Meiler und gibt das Kompliment an seinen Bauhof weiter. Die Gemeinde leiste sich wegen ihrer Topographie den Luxus, auch Nebenstraßen bis in die Sackgassen hinein zu räumen. Das sei aber ein erheblicher logistischer und finanzieller Aufwand. Ungefähr 100 Tonnen Salz habe man heuer schon mehr verbraucht als üblich.

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