13.06.2018 - 14:32 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Rettung geglückt

Die Bayerische Staatsforsten Flossenbürg übt gemeinsam mit Bergwacht und BRK den Notfall.

Großer Auflauf auf einer kleinen Lichtung: Eine von der Forstverwaltung initiierte Einsatzübung führte vor Augen, wie wichtig und gleichermaßen schwierig professionelle Hilfe im Wald ist. Die Vorgaben wurden mit Bravour bewältigt.
von Bernhard NeumannProfil

(nm) Utopisch war die Vorgabe keineswegs; ein komplizierter Knöchelbruch kommt im Wald und speziell bei den Holzprofis zwar nicht tagtäglich vor, bei einer groß angelegten Rettungsübung wurde das Unheil aber bravourös bewältigt. Der neue Leiter der Servicestelle beim Flossenbürger Forstbetrieb, Thomas Parton, hatte sich das Szenario ausgedacht. Bernhard Träger musste als Opfer herhalten. Er war mit seinem Arbeitskollegen Christian Albrecht in einer dichten Schonung nördlich des Wanderparkplatzes „Planer Höhe“ bei Waldkirch unterwegs.

In dem schwierigen Gelände knickte er, glücklicherweise nur gespielt, mit dem Fuß um. Der "Knöchelbruch" war mit extremen Schmerzen verbunden. Ans Weitergehen war nicht zu denken. Parton, Anna Bruglachner-Zaschka vom Revier Neuenhammer und der Sicherheitsbeauftragte Michael Haberl nahmen den nun folgenden Rettungsablauf unter die Lupe.

Mit dem, was sie beobachteten, waren sie rundum zufrieden. Das galt genauso für den Einsatzleiter von der Weidener Bergwacht, Sebastian Vogel. Dickes Lob gab es für die Alarmierung, für das Finden der Unfallstelle im dichten Wald, für die Versorgung und für den Abtransport. Mitglieder der Weidener und der Flossenbürger Bergwachtgruppe, Helfer vor Ort, Notarzt Gregor Vizethum und die Einsatzkräfte des BRK bewältigten die gestellten Aufgaben mit Können, Umsicht und Erfahrung.

Leicht war das an der schwer zugänglichen Stelle nicht. Als Resümee fasste Parton zusammen: „Unfälle unserer Beschäftigten sind selten. Die Leute sind geschult und wissen um die Gefahren. Wenn aber etwas passiert, können wir uns auf ein gut funktionierendes Hilfesystem verlassen.“ Eine Sorge konnte allerdings nicht sofort ausgeräumt werden. Albrecht fragte nach der Abfahrt des Rettungswagens verdutzt: „Wann bekomme ich eigentlich meinen Kollegen wieder zurück?“

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