11.05.2018 - 17:24 Uhr
GebenbachOberpfalz

DJK Gebenbach erwartet den FC Amberg Derby mit viel Wehmut

Nach dem Aufstieg in die Fußball-Bayernliga Nord im vergangenen Jahr freut man sich bei der DJK Gebenbach ganz besonders auf das Nachbarduell gegen den FC Amberg. Doch die Partie am Samstag, 12. Mai, um 14 Uhr wird wohl für längere Zeit das letzte Punktspiel der beiden Vereine gegeneinander sein.

Ralf Jakob (rechts) und Lukas Libotovsky (links) von der DJK Gebenbach kümmerten sich um den Amberger Stürmer Martin Popp (Mitte) - eine Szene aus dem Hinspiel, das der Aufsteiger mit 2:0 gewann. Im Rückspiel am Samstag möchte DJK-Trainer Faruk Maloku "ein super Jahr noch abrunden und vielleicht noch das Sahnehäubchen draufsetzen". Bild: Ziegler
von Autor LIKProfil

Der nun seit einer Woche endgültig feststehende Abstieg des traditionsreichen FC Amberg aus der Bayernliga wird wohl nirgends außerhalb Ambergs mehr bedauert als im nur zehn Kilometer entfernten Gebenbach. Dass es für den FCA diese Saison schwer werden würde, zeichnete sich bereits vor Saisonbeginn ab. Zahlreiche Abgänge machten die Aufgabe für Trainer Lutz Ernemann und seinem Co-Trainer Bastian Ellmaier nicht gerade einfach, eine schlagkräftige Bayernligamannschaft zu formen - zumal in der Winterpause auch noch weitere Leistungsträger den Verein verließen.

Obwohl die neuformierte und junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von unter 22 Jahren Charakter und Moral zeigte, reichte es aber letztlich nicht und nun wird nach dem beantragten Verzicht auf die Landesliga in der Bezirksliga ein Neuanfang angestrebt. Auch im Oberpfalzderby am Samstag werden sich die Gelb-Schwarzen wie schon die gesamte Saison über nicht hängen lassen und der eine andere Akteur, der weiterhin höherklassig spielen möchte, wird sich entsprechend für andere Vereine präsentieren wollen.

Leichter als gegen Weiden

Kein einfaches Spiel für die DJK Gebenbach, von der fast alle erwarten, dass nach den beiden Heimniederlagen gegen den FSV Erlangen-Bruck und die SpVgg SV Weiden unbedingt wieder ein Heimsieg eingefahren wird. Von der Einstellung und Motivation her wird es gegen Amberg etwas leichter als gegen Weiden, glaubt Trainer Faruk Maloku. "Die Spieler leben fast alle hier in der Region. Wir haben einige Spieler vom FC Amberg und von daher ist es ein bisschen einfacher, hier einen Spannungsbogen aufzubauen."

Allerdings erwartet Maloku ein ähnliches Spiel wie zuletzt gegen die defensiv eingestellte SpVgg SV Weiden. "Die werden uns kommen lassen. Dies ist in ihrer Lage auch völlig legitim", so Maloku, der zu Hause die Saison aber unbedingt positiv abschließen will. "Wir haben ein super Jahr gespielt und jetzt müssen wir schauen, dass wir dies im letzten Heimspiel noch abrunden und vielleicht noch das Sahnehäubchen draufsetzen."

Zugleich wäre damit auch der fünfte Tabellenplatz sicher und die 60-Punkte-Marke übersprungen. Das Hinspiel im Stadion am Schanzl (2:0 für Gebenbach) entschied damals der in der zweiten Hälfte eingewechselte Marco Seifert mit einem Doppelpack.

Vier ehemalige Amberger

Das DJK-Eigengewächs hatte einst auch schon beim FC Amberg Bayernliga-Luft geschnuppert. Oliver Gorgiev, Kai Hempel und Julian Ceesay trugen ebenfalls mehrere Jahre das gelb-schwarze Trikot und treffen am Samstag auf ihren Ex-Verein.

Auch für DJK-Trainer Maloku ist eigentlich nicht vorstellbar, dass der FC Amberg in der kommenden Saison nicht mehr im höherklassigen Fußball unterwegs ist. "Dieser Verein hat mehrere Generationen geprägt und hinterlässt eine größere Lücke in unserer Region. Der FC Amberg gehört mindestens in die Bayernliga und ich hoffe, wir werden diesen traditionsreichen Verein bald wieder in der Bayernliga sehen. Da gehört er definitiv hin."

Personell hat der DJK-Coach kaum Probleme, da er auch wieder auf den zuletzt wegen einer Sprunggelenksverletzung pausierenden Abwehrchef Julian Ceesay zurückgreifen kann. Beim FC Amberg fehlen Yannik Haller (Knieverletzung), Jan Fischer (Oberschenkelzerrung), Nico Herrndobler (muskuläre Probleme), Robin Wild (Bauchmuskelzerrung), Johannes Ritter (Knieverletzung), Ermin Kojic und Christian Stadler (beide nicht mehr im Kader).

Ein Teil der Eintrittsgelder geht auf Initiative der Mannschaft zugunsten der Aktion "Spenden für Basti".

Dieser Verein hat mehrere Generationen geprägt und hinterlässt eine größere Lücke in unserer Region.Gebenbachs Trainer Faruk Maloku über den FC Amberg

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