18.04.2018 - 13:11 Uhr
Oberpfalz

"Sprudelnde" Einnahmen: Gemeinderat verabschiedet 4,2 Millionen Euro Etat

Die Mehrzweckhalle spielt im Etat 2018 ein "Schlüsselrolle". Soll der Austausch der Heizungsanlage über eine Kreditaufnahme finanziert werden, oder als Alternative auf die geplante Rücklagenzuführung verzichten?
von Hubert BrendelProfil

(br) Die Einnahmen „sprudeln“, insbesondere beim Einkommens- und Umsatzsteueranteil. Auf diese erfreuliche Entwicklung konnte bei der Verabschiedung des Haushalts für das laufende Jahr in der Gemeinderatssitzung verwiesen werden. Der Etat hat ein Gesamtvolumen von rund 4,2 Millionen Euro. Dies bedeutet eine geringfügige Steigerung um 45 500 Euro gegenüber dem Vorjahr. Es ist eine Darlehensaufnahme von 100 000 Euro vorgesehen und steht in Verbindung mit dem Austausch der Heizungsanlage in der Mehrzweckhalle.
Dem Gremium wurde der Etat durch den Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kemnath, Roman Schäffler detailliert erläuterte. So schließt der Verwaltungshaushalt mit 1,2 Millionen Euro (2017: knapp 1,7 Millionen Euro) und der Vermögenshaushalt mit fast drei Millionen Euro gegenüber knapp 2,5 Millionen Euro im Vorjahr.
Im Verwaltungsetat bleiben die Einnahmen bei den Grundsteuern, bei unveränderten Hebesätzen mit 116 000 Euro nahezu unverändert. Dagegen steigt die Einkommenssteuerbeteiligung um 120 000 auf 948 200 Euro und der Umsatzsteueranteil um 14 900 auf 68 000 Euro. Die Schlüsselzuweisung dagegen vermindert sich um 17 100 auf 187 300 Euro. Mit 707 700 Euro (2017: 636 650 Euro) sind die Personalaufgaben bei den Ausgaben der größte Brocken. Gefolgt von der Kreisumlage mit 685 200 Euro, eine Steigerung um 23,2 Prozent. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt ist mit 191 000 Euro, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft bleibt unverändert bei 190 700 Euro und die Schulverbandsumlage (Grund- und Mittelschule) vermindert sich auf 100 000 Euro (2017: 131 100 Euro).
Mehr als verdoppelt hat sich der Haushaltsansatz bei den Zuschüssen im Vermögensetat von 226 500 auf nunmehr 609 500 Euro. Um 177 000 auf 243 000 Euro vermindern sich die Einnahmen beim Verkauf von Bauplätzen und Grundstücken einschließlich der Beiträge. Der Vermögenshaushalt sieht zwar für den Austausch der Heizungsanlage in der Mehrzweckhalle eine Aufnahme eines zinslosen Energiekredits in Höhe von 100 000 Euro vor. Doch anstelle der vorgesehenen Darlehensaufnahme hat die Kommune die Alternative, auf die geplante Rücklagenzuführung in Höhe von 94 500 Euro und damit auf eine Neuverschuldung zu verzichten. Für Baumaßnahmen sind im Vermögensetat Ausgaben in Höhe von 982 100 Euro vorgesehen, gegenüber 1,45 Millionen Euro im Vorjahr.
Sofern die eingeplante Rücklagenzuführung nicht zum tragen kommt, bleiben die Allgemeinen Rücklagen auf den Stand des letzten Jahres bei 598 000 Euro. Für die Kommune beträgt die Mindestrücklage 2018 insgesamt 23 843 Euro. Zwar war in der Vergangenheit keine Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben erforderlich, so wurden für 2018 ein Kassenkredit neu auf 250 000 Euro (bisher: 160 000 Euro) festgesetzt.
Sowohl der Entwurf des Etats für 2018 als auch der Investitionsplan bis 2021 und der vorgelegte Stellenplan wurden einstimmig verabschiedet.

Hans Walter, als Sprecher der CSU-Fraktion zollte den VG-Kämmerer Dank und Anerkennung für dessen gründliche Arbeit. Der Sprecher brachte zum Ausdruck, „es sei zwar kein Rekordhaushalt, jedoch sei ein Rekord beim Einkommenssteueranteil zu verzeichnen“. Für ihn sei dies ein Zeichen, dass die Bürger gut verdienen und ein gutes Einkommen haben. Gleiches gelte auch für die Geschäfte und Betriebe in der Kommune. Für den CSU-Sprecher sei es ein „Haushalt des Notwendigen“ und die geplanten Investitionen seien ein Beitrag zur Attraktivität der Kommune. Abschließend hob er hervor, „die Gemeinde Kastl hat in der Vergangenheit vernünftig gearbeitet“.
Auch FW-Sprecherin Elisabeth Streng sprach den Kämmerer ihren Dank aus. Für sie sei die Sanierung der Mehrzweckhalle ein wichtiges Projekt, insbesondere, da die Energieeffizient gesteigert werde. Ebenso sei die mit 220 000 Euro veranschlagte Teilsanierung des Tiefbrunnen 1 von großer Bedeutung. Die FW-Sprecherin bezeichnete den Etat 2018 als ausgeglichen und unterstrich, dass Maßnahmen in der Vergangenheit stets einstimmig beschlossen wurde.

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