01.05.2018 - 18:50 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Stadtwerke stehen gut da

von Stefan NeidlProfil

Helmut Amschler gibt als Vorstand einen Überblick über die finanzielle Situation der Stadtwerke. Gegründet am 1. April 2000 als Anstalt des öffentlichen Rechts bestand das Vermögen anfangs aus Grundstück, Gebäude und Ausstattung der Kläranlage. In den Folgejahren kamen die Aufgaben der Trinkwasserversorgung und die Kanalnetze hinzu, so dass die Bilanzsumme im Jahr 2002 bereits über 29 Millionen Euro betrug. Im Jahr 2016 ist der Betrag etwas höher, obwohl das Kommunalunternehmen Abschreibungen von etwa 600 000 € pro Jahr durchführen muss. Auch "der Schuldenstand ist seit Oktober 2017 bei null", erklärt Amschler stolz.
Der Wirtschaftsplan 2018 hat ein Gesamtvolumen von 5 785 850 € und sieht weiter keine Neuverschuldung vor. Die wichtigsten Projekte werden Kanalbau- und Sanierungsmaßnahmen , die Fertigstellung der Steuer-, Regel- und Leittechnik in der Aufbereitungsanlage, sowie die Erschließung des Baugebiets "Hinkacker" bei Gmünd sein.
Der Personalstand beträgt im Moment 15 Beschäftigte davon zwei Beschäftigte der Stadt, die ab Oktober wegfallen werden , und zwei Auszubildende. Ein Angestellter machte kürzlich seinen Meister in Abwassertechnik und ein weiterer ist gerade darüber einen Abschluss zu machen. Amschler meint, durch vernünftiges Wirtschaften konnten die Wasserpreise seit 2012 und die Abwasserpreise seit 2016 konstant gehalten werden.
Die Firmal Volgrün Projekt GmbH beabsichtigt den Bau einer Photovoltaikanlage bei Dießfurt, im Verwaltungsgebiet Pressaths. Dafür muss der dortige Flächennutzungsplan geändert werden und die Stadt Grafenwöhr im Kenntnisnahmeverfahren erklären, ob Einwände bestünden. Der Stadtrat erklärte einstimmig seine Zustimmung.
Aufgrund der neuen Datenschutzverordnung der EU muss die Kommunalverwaltung neben einem Beauftragtem auch einen Stellvertreter bestellen. In dieser Funktion soll nun Elena Jakimenko für Sabina Wächter-Sollfrank als Ersatz dienen. Die notwendigen Schulungen hat sie bereits absolviert.
Die Vorschlagsliste für die Schöffenwahl der Periode 2019 bis 2023 hätte beschlossen werden sollen. Aufgrund der persönlichen Daten der Kandidaten hat das Gremium dies in den nicht-öffentlichen Teil verschoben.
Bürgermeister Edgar Knobloch machte die Stadträte noch auf eine Änderung des Artikel 20 V des Bayerischen Verwaltungsverfahrensgesetzes aufmerksam. Die Norm regelt den Ausschluss an einer Abstimmung, falls es um Belange Angehöriger geht und jeder Abstimmungsberechtigte muss sich über eine mögliche Befangenheit bewusst sein.
In der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße soll das Dachgeschoss eines Wohnhauses erweitert werden und dazu müssen die Außenwände aufgemauert und die Dachneigung verändert werden. Dies konnte man dem Bauherrn einstimmig genehmigen.

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