13.05.2018 - 21:10 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Fußball Kreisliga Nord SV Grafenwöhr zurück in der Bezirksliga

Die SV Grafenwöhr kehrt nach nur einem Jahr wieder in die Fußball-Bezirksliga zurück. Nach dem 2:0-Sieg beim VfB Mantel sind der Truppe von Trainer Roland Lang die Meisterschaft und der Wiederaufstieg nicht mehr zu nehmen.

Andreas Mark (links) vom VfB Mantel beweist gegen Alexander Dobmann (Grafenwöhr) Zweikampfstärke. Bild: A. Schwarzmeier
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Weiden. Der Jubel kannte im Lager der SV Grafenwöhr (1./64 Punkte) nach dem Schlusspfiff keine Grenzen. Da war's auch egal, dass weiterhin im Hintergrund der Rechtsstreit um die Spielwertung aus der Partie beim Konkurrenten SpVgg SV Weiden II (2./59) schwelt. In der Tat wäre es eine riesengroße Überraschung, wenn das Verbandssportgericht der Weidener Revision stattgeben und den Sieg wieder der SpVgg SV II zusprechen würde. Die Bayernliga-Reserve schoss sich indes am vorletzten Spieltag schon mal auf die Relegation ein und fegte den TSV Erbendorf mit 5:0 aus dem Kreinzl-Stadion.

Im Tabellenkeller steht der zweite Direktabsteiger neben der DJK Irchenrieth (14./19) fest. Der SV Neusorg (13./21) verlor beim FC Weiden-Ost mit 1:2 und muss kommende Saison in der Kreisklasse antreten. Gegen den Gang in die Relegation kämpfen am letzten Spieltag mit dem SV Anadoluspor (12./28), der DJK Weiden (11./30), der DJK Ebnath (10./30), dem TSV Erbendorf (9./30) und dem VfB Mantel (8./31) gleich fünf Mannschaften.

VfB Mantel 0:2 (0:1) SV Grafenwöhr

Tore: 0:1 (5.) David Dobmann, 0:2 (85.) Fabian Lober - SR: Bernd Schmidt (Hersbruck) - Zuschauer: 150

(rmd) Bereits nach fünf Minuten waren alle taktischen Vorsätze des VfB Mantel über den Haufen geworfen, als David Dobmann den Spitzenreiter in Führung brachte. Mantel hatte in der ersten Spielhälfte mehrere Chancen, scheiterte aber am starken Grafenwöhrer Keeper Winkler. Die größte Möglichkeit besaß Stefan Prölß, als er nach einem herrlichen Querpass von Florian Bertelshofer alleine vor dem Torwart stand und das 1:1 verpasste. Zu Beginn der zweiten Halbzeit merkte man, dass Grafenwöhr den Sack zumachen wollte. Der Gast drängte auf das 2:0. Aber es dauerte bis zur 85. Minute, ehe die Entscheidung fiel: Fabian Lober schloss zum Endergebnis ab.

TSV Erbendorf 0:5 (0:2) SpVgg SV Weiden II

Tore: 0:1 (41.) Michael Busch, 0:2 (45.) Jonas Heimerl, 0:3 (58.) Michael Busch, 0:4 (66.) Niklas Lang, 0:5 (71.) Chousein Chousein - SR: Thomas Fiebig (SV Pechbrunn) - Zuschauer: 100

(skm) Der Sieg für die SpVgg war zumindest in dieser Höhe nicht verdient. Denn gerade in Halbzeit eins war der TSV Erbendorf über weite Strecken die bessere Mannschaft, nutzte dies aber nicht aus, um in Führung zu gehen. Unter anderem wurde ein Hösl-Tor nach einer fragwürdigen Entscheidung des Unparteiischen nicht gegeben. Die SpVgg hingegen war nur, was die Chancenverwertung betrifft, überlegen: In der 41. Spielminute kam Busch unbedrängt am Strafraum der Erbendorfer zum Schuss und verwandelte zum 0:1. Wenig später markierte Jonas Heimerl kurz vor dem Pausenpfiff das sehr schmeichelhafte 0:2. Nach der Pause zeigte sich Erbendorf zunächst wenig beeindruckt und spielte weiter offensiv. Spätestens als Hösl nach 60 Minuten frei vor dem Tor der Gäste stand, jedoch an Smodlaka scheiterte, hätte man allerdings den Anschlusstreffer erzielen müssen. So kam, was kommen musste: Der Elf von Stefan Rupprecht ging allmählich die Luft aus, während die SpVgg-Reserve weiterhin konsequent ihre Torchancen nutzte: Busch, Lang und Chousein sorgten aus Weidener Sicht für den Endstand. Für Erbendorf blieb lediglich noch das Comeback von Lukas Kastner nach langer Verletzungspause positiv zu erwähnen.

SC Kirchenthumbach 2:0 (1:0) DJK Irchenrieth

Tore: 1:0 (43./Foulelfmeter) Alex Lautner, 2:0 (59.) Felix Schraml - SR: Matthias Ehlich (Mehlmeisel) - Zuschauer: 150

(dfr) Durch den Sieg gegen den bereits feststehenden Absteiger Irchenrieth sicherten sich die Gastgeber den Klassenerhalt. Allerdings war das Spiel kein Augenschmaus. Viele Fouls und Kampf bestimmten die Partie. Nach einem Foulspiel im Strafraum an Lukas Retsch verwandelte Alex Lautner kurz vor der Pause den fälligen Strafstoß zur 1:0-Pausenführung. Nach dem Wechsel übernahmen die Hausherren mehr und mehr das Kommando. Belohnt wurde man mit der 2:0-Führung durch Felix Schraml (59.), der mit Übersicht uneinhaltbar ins linke Eck einschob. Im Anschluss hatte man erneut durch Schraml und Alex Lautner die Möglichkeiten, um zu erhöhen. Allerdings scheiterten beide am Gästekeeper der DJK.

FC Weiden-Ost 2:1 (0:1) SV Neusorg

Tore: 0:1 (42.) Carsten Söllner, 1:1 (48./Eigentor) Manuel Herrmann, 2:1 (89.) Noah Forster - SR: Andreas Frieser (SV Kohlberg-Röthenbach) - Zuschauer: 50 - Rot: (54./SV) Tobias Holzinger, (56./SV) Sergej Schuller - Besondere Vorkommnisse: (70./FC) Marc Diener verschießt Elfmeter

(gil) Die Gäste zeigten von Beginn an, dass sie ihre letzte Chance nutzen wollten. Zwar hatte die Heimelf ein optisches Übergewicht, von den guten Einschussgelegenheiten her war es allerdings ausgeglichen. Kurz vor der Pause jagte Söllner einen Freistoß aus 30 Metern zum 0:1 unter die Latte. Nach dem Wechsel kam die Heimelf deutlich verbessert aus der Kabine. Vor dem 1:1-Ausgleich hatten die Hausherren bereits zwei Hochkaräter liegen lassen. Bei einer Hereingabe von Werner konnte Herrmann vor dem herannahenden Högen lediglich ins eigene Tor klären. Im Anschluss lagen die Nerven der Gäste blank, die sich mit diversen harten Foulspielen und sprachlichen Entgleisungen selbst schwächten. Trotz zweifacher Unterzahl gab der SV aber nicht auf und hatte noch eine große Chance auf die Führung, doch Weig klärte im allerletzten Moment. Nachdem Kraus im Sechzehner gefoult wurde, setzte Diener den fälligen Strafstoß auf der anderen Seite an den Innenpfosten. Dass es doch noch zum Sieg für die Heimelf reichte, war Youngster Forster zu verdanken, der kurz vor dem Ende eine Vorlage von Vézard zum 2:1-Siegtreffer veredelte.

SV Plößberg 0:0 SV Anadoluspor

SR: Andreas Kink (SV Störnstein) - Zuschauer: 102

(svp) Mit einem gerechten 0:0 trennte sich der SV Plößberg von den abstiegsgefährdeten Gästen. Mit frühem Stören und aggressivem Zweikampfverhalten verhinderte der SV Anadoluspor immer wieder einen geordneten Spielaufbau der Einheimischen, die im Mittelfeld Weniger, Köllner und Schmidkonz ersetzten mussten.Während sich die Plößberger so vergeblich bemühten, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen, versuchten es die Weidener mit weiten Bällen, die aber keinen Abnehmer fanden. So war es nicht verwunderlich, dass die 1. Halbzeit ohne eine Torchance auf beiden Seiten verlief. Nach dem Wechsel wurde das Plößberger Spiel gefälliger und druckvoller, doch ein Kopfball des Torjägers Sonnberger auf Flanke von Hecht, den der Gästetorhüter mit einer Glanzparade aus dem Toreck fischte, sollte die einzige Tormöglichkeit des Spiels bleiben. Die Gäste, die bei sommerlichen Temperaturen ihrem Anfangstempo Tribut zollten, zogen sich immer weiter in ihre eigene Hälfte zurück. Ihre seltenen Angriffsbemühungen konnten jedoch auch die Plößberger Abwehr nie in ernsthafte Verlegenheit bringen.

FC Tremmersdorf 1:5 (1:3) DJK Weiden

Tore: 0:1 (16.) Patrick Ott, 0:2 (20.) Pavel Karlicek, 1:2 (22.) Philipp Tauber, 1:3 (45.) Christian Fehn, 1:4 (54.) Niklas Aha, 1:5 (78.) Pavel Karlicek - SR: Timmy Schlesinger (Vohenstrauß) - Zuschauer: 140

(rli) Im letzen Heimspiel der Saison begann die Elf um FC-Trainer Robert Schäffler engagiert und erspielte sich so einige Möglichkeiten. Der herrliche Sonntagsschuss zum 0:1 durch Ott kam daher etwas überraschend. Im Anschluss jedoch setzte sich der Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort. So fielen die weiteren Tore für die DJK um den ehemaligen FC-Trainer Matthias Müller folgerichtig. Bei den zahlreichen Möglichkeiten hatte der FC noch Glück, nicht noch mehr unter die Räder zu geraten. Ergebniskosmetik betrieb Tauber bei einer der wenigen gelungenen Aktionen in der 1. Halbzeit.

DJK Ebnath 2:1 (0:0) SVSW Kemnath

Tore: 0:1 (51.) Florian Schottenhammel, 1:1 (75.) Alex Schinner, 2:1 (78.) Alex Schinner - SR: Moritz Freund (Bayreuth) - Zuschauer: 170

(sö) Nach der unterirdischen Leistung am Vorsonntag war die unverändert antretende DJK nicht wiederzuerkennen. Von Beginn an wurde energisch nach vorne gespielt, doch erneut verhinderte die Abschlussschwäche die mögliche Führung. Ganz wild los ging es dann in Halbzeit zwei. Ebnath vergab im Minutentakt drei gute Chancen. Es kam, wie es kommen musste: Freistoß Kemnath, Kopfball, Gästeführung. Drei Einwechslungen brachten nochmal frischen Wind. Zweimal Alex Schinner nach jeweils Top-Vorbereitung von Maxi Pickert stellte die Weichen auf Sieg. Der Klassenerhalt ist dennoch noch nicht gesichert.

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