25.04.2018 - 15:38 Uhr
HahnbachOberpfalz

Polizei bespricht Sicherheitslage mit den Bürgermeistern: Wo die Welt in Ordnung ist

Zufrieden mit der Sicherheitslage in den beiden Gemeinden waren bei ihrer gemeinsamen Besprechung (von links) Bürgermeister Bernhard Lindner (Hahnbach) und Peter Dotzler (Gebenbach) sowie Erster Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck.
von Josef IbererProfil

Hahnbach. (ibj) Gute Tradition ist es in Hahnbach, dass die Bürgermeister von Hahnbach und Gebenbach in kleiner Runde im Hahnbacher Rathaus einmal jährlich mit dem Leiter der Polizeiinspektion Sulzbach die Sicherheitslage der beiden Kommunen näher beleuchten mit dem Fazit, dass sich deren Bürger durchaus sicher fühlen können. „Aus polizeilicher Sicht ist hier die Welt noch in Ordnung“ stellte Erster Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck zusammenfassend fest. Während im bayerischen Durchschnitt die Häufigkeitszahl im Jahre 2017 (Straftaten pro 1000 Einwohner) bei 45,3 und die Aufklärungsquote bei 64,4 Prozent liegen, stellen sich die Zahlen für die beiden Gemeinden positiver dar.
So wurden in Gebenbach lediglich 19 Fälle bekannt, das entspricht bezogen auf die Häufigkeitszahl einem Wert von 21,0. Insgesamt konnten elf Fälle aufgeklärt werden.
Etwas auffälliger stellt sich die Statistik in der Gemeinde Hahnbach dar. Im Vergleich zu 2016 war ein Anstieg um 27 Fälle auf 111 Straftaten mit der Häufigkeitszahl 23,0 zu verzeichnen. Dies sei aber nicht zwingend bedenklich, da darunter 12 Körperverletzungsdelikte in Privatbereichen und elf Internetbetrügereien von einer Person stammen. 78 Fälle (70,3 Prozent) konnten hier aufgeklärt werden. Sehr hilfreich sei das Mitwirken der Öffentlichkeit in ländlichen Gegenden bei der Aufklärung von Straftaten. Insbesondere bei Wohnungseinbrüchen seien durch bauliche Vorkehrungen oder aufmerksame Nachbarn einige Taten nicht mehr zur Vollendung gekommen. Auch gab es bei den in den Kommunen beheimateten Asylbewerbern durch Straffälligkeiten keine besonderen Auffälligkeiten. Die Begleitung dieses Personenkreises durch ehrenamtliche Betreuergruppen wirke sich positiv aus. Insgesamt sei eine positive Grundeinstellung zur Flüchtlingsproblematik zu erkennen.
Das Resümee für die Großveranstaltungen in den beiden Gemeinden (Fasching, Kirwa-Marktfest und Bergfeste ) war zufriedenstellend. Man war sich einig, dass sich die vermehrten Hinweise der Kommunen an die Veranstalter besonders auf den Jugendschutz positiv auswirken, insbesondere durch Einhaltung der Sperrzeitbestimmungen. Bei Events wie dem Faschingszug soll die Marschrichtung mit den bekannten Auflagen beibehalten werden. In der Abstimmung zwischen Veranstaltern, Gemeinden und der Polizei sehe man sich hier auf einem guten Weg und sei guter Hoffnung, dass sich die Entwicklung so fortsetze. Auch sei man seitens der Polizei froh über die Mithilfe der Feuerwehren in vielen Einsatzlagen.
Beide Bürgermeister bedankten sich für die „unkomplizierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg. Besonders die „Amtshilfe auf dem kleinen Dienstweg“ sei oftmals hilfreich.

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