03.02.2020 - 13:34 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Barbarakirche Irchenrieth: Was kostet die Dachssanierung?

Seit April 2018 klafft ein Loch im Deckengewölbe der Pfarrkirche St. Barbara. Einen Termin für die Sanierung gibt es noch nicht. Gerade erst wurde die Phase der Voruntersuchungen abgeschlossen.

Die Pfarrkirche St. Barbara in Irchenrieth ist noch immer geschlossen.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Seit fast zwei Jahren können die Irchenriether ihre Pfarrkirche nicht nutzen. Nachdem sich ein zwei Quadratmeter großes Stück Putz gelöst hatte, wurde das Gotteshaus aus Sicherheitsgründen gesperrt. Pfarrer Alfons Forster lag sehr am Herzen, die Sanierung so schnell wie möglich in Angriff zu nehmen. Die Planungen erwiesen sich jedoch als aufwendiger als gedacht. "Und es wird auch noch lange dauern", wie der Pfarrer gegenüber Oberpfalz-Medien bestätigte.

Mehrere Gutachten wurden in Auftrag gegeben. So gab es unter anderem eine digitale Bestandsaufnahme des gesamten Gebäudes inklusive Dachstuhl. Das Ergebnis ist wiederum Grundlage für das statische Plangutachten. Über dessen Auswertung und die daraus resultierende Frage nach den möglichen Sanierungskosten sitzt Architekt Roland Pflaum. Er bereitet gerade die Aufstellung für die Diözese Regensburg vor. Zu möglichen Summen wollte er sich auf Nachfrage nicht äußern. "Die Kostenaufstellung geht in den nächsten Tagen ans Baureferat raus. Bis die Genehmigung vorliegt, vergehen aber sicher ein paar Monate."

Es ist also weiterhin Geduld gefragt. Auch bei den Pfarrgemeindemitgliedern. Sie erkundigen sich regelmäßig bei ihrem Pfarrer nach dem Sachstand, so dass sich Forster im aktuellen Pfarrbrief von dieser Woche zu einem längeren Beitrag veranlasst sah. Darin heißt es unter anderem, dass das statische Gutachten ergab, dass "zunächst die Dachkonstruktion verstärkt werden muss. Erst danach ist eine Putzsanierung des Gewölbes sinnvoll".

Das Dach habe bereits 1960 erhebliche Probleme bereitet. "Wahrscheinlich wurden damals zwei große Stahlträger als Verstärkung der Balkenlage eingezogen. Leider gibt es aus dieser Zeit keine Unterlagen."

Weiter schreibt er: "Man darf nicht vergessen, dass die Kirche seit ihrem Bau im Jahr 1724 nicht so belastet wurde wie in den letzten Jahrzehnten. Damals fuhren Pferdefuhrwerke vorbei." In den Gesprächen mit den Gutachtern hätte er immer wieder darauf hingewiesen, dass der Straßenverkehr auf der Westseite der Kirche in die Überlegungen einbezogen werden sollte. Im vorliegenden Gutachten würde zumindest nicht ausgeschlossen, dass der vorbeifahrende Schwerlastverkehr ein möglicher Auslöser für die Ablösung der Gewölbeschale gewesen sein könnte.

Gutachter untersuchen Dach

Irchenrieth

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