19.05.2020 - 16:25 Uhr
Kainsricht bei GebenbachOberpfalz

Solaranlage für BRK-Waldkindergarten in Kainsricht

Im Waldkindergarten geht das Licht an: Dank einer 3000-Euro-Spende von OBM Baumaschinen und der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Gebenbach hat der BRK-Waldkindergarten Räuberwald bei Kainsricht nun eine eigene Solaranlage.

Maria Obermeier, Geschäftsführerin von OBM Baumaschinen (links), spendete 3000 Euro an den BRK-Waldkindergarten in Kainsricht für eine Solaranlage. Damit haben die Kinder, Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen um Leiterin Sabine Lindner (Mitte, hinten) in der Hütte am Waldrand nun Strom. Derzeit werden wegen der Corona-Pandemie hier im Räuberwald nur wenige Kinder betreut.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Die Natur bietet Kindern fast alles, was sie brauchen, um zu spielen und zu lernen – davon ist Sabine Lindner überzeugt. Die Erzieherin leitet seit 2016 den BRK-Waldkindergarten in Kainsricht. Gemeinsam mit fünf weiteren Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen betreut sie 28 Kinder. Normalerweise – wegen der Coronakrise wird hier derzeit unter besonderen Umständen gearbeitet.

Der Alltag im Räuberwald spielt sich meist draußen ab. Treffpunkt ist jeden Morgen an der Hofstelle in Kainsricht, dann geht es gemeinsam in den Wald. In dem zwei Hektar großen Kindergartenbereich dort gibt es viel zu entdecken.

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Wird das Wetter doch einmal zu ungemütlich oder gar stürmisch, geht es ab nach drinnen in ein kleines Häuschen auf der Wiese am Waldrand. Hinter der Holzverkleidung verbergen sich zwei Container mit Anbau. Die Hütte mit Gasheizung bietet den Kindern und Mitarbeitern Schutz. Mit Werkbänken, Tischen und Stühlen ausgestattet, kann im Inneren gegessen, gespielt, gebastelt oder gemalt werden. Wie in einem normalen Kindergarten auch, sagt Lindner. Doch im Winter oder wenn dunkle Wolken aufziehen, wird es in den Räumen ein bisschen duster. „Etwa für die Vorschule lassen die Fenster dann oft nicht genug Licht herein“, erklärt die Kindergartenleiterin. Beholfen hätten sich die Erzieher dann mit batteriebetriebenen Strahlern, denn in dem Waldkindergarten nahe Kainsricht gab es bislang keinen Strom. Doch damit ist jetzt Schluss. Seit April kann man auch in der Hütte im Räuberwald einfach auf den Lichtschalter drücken.

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„Wir haben lange überlegt, welche Varianten bei uns möglich sind.“ Zur Debatte stand ein Akkugerät, das immer wieder aufgeladen und dann in den Waldkindergarten gebracht hätte werden müssen. „Ziemlich umständlich“, findet Lindner. „Eine Stromleitung zu legen, kam erst gar nicht infrage. Viel zu teuer.“ Eine eigene Solaranlage erwies sich als wohl sinnvollste Möglichkeit. „In einem Gespräch mit Sabine habe ich erfahren, dass sie im Waldkindergarten gar keinen Strom haben, nicht mal eine Heißklebepistole einstecken können“, erzählt Maria Obermeier. Die 28-Jährige stammt aus Gebenbach und ist Geschäftsführerin von OBM Baumaschinen in Immenstetten. „Die Idee, dort eine Solaranlage zu installieren, fand ich super. Das ist einfach eine nachhaltige Sache. Ich wollte den Räuberwald unbedingt dabei unterstützen, in diesem Punkt autark zu werden.“ Eine Anfrage bei Grammer Solar ergab, dass eine Anlage, die den Bedürfnissen des Kindergartens gerecht wird, rund 5000 Euro kostet.

Obermeier erklärte sich bereit, 3000 Euro zu spenden, 2000 Euro steuert die Gemeinde Gebenbach bei. Mittlerweile ist die Anlage installiert und in Betrieb genommen. „Es ist einfach super“, freut sich Lindner. Sie ist dankbar für die Unterstützung. Allein in den Lagerräumen sei die Beleuchtung eine „unglaubliche Erleichterung“ für die Mitarbeiter.

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„Gutes Licht ist ein Luxus, der einem an einem Acht-Stunden-Arbeitstag schon mal abgehen kann.“ Auch Elternabende seien hier jetzt nach Sonnenuntergang möglich. „Und wir können einfach mal schnell ein Handy laden oder ein Laminiergerät einstecken. Was man halt im Kindergarten so braucht.“ Kleinigkeiten, die für den Alltag im Waldkindergarten einen großen Unterschied machen.

„Die Anlage verfügt über ein Kilowatt Leistung, die Speicherkapazität der Batterie beträgt 200 Amperstunden“, erklärt Lindner. „Damit ist die Anlage so dimensioniert, dass immer die notwendige Stromversorgung für den Waldkindergarten gegeben ist.“ Auch im Winter reiche das Tageslicht dafür aus.

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