25.04.2018 - 20:48 Uhr
KemnathOberpfalz

Gesamthaushalt der Stadt Kemnath 2018 umfasst 29,875 Millionen Euro Gigantisches Zahlenwerk

von Holger Stiegler (STG)Profil

Kemnath. (stg) Die Zustimmung zum Kemnather Haushalt 2018 fiel in der jüngsten Sitzung des Kemnather Stadtrates mit großer Mehrheit aus, die drei Stadträte der GRÜNEN-Fraktion votierten dagegen (wir berichteten). Der Abstimmung waren zahlreiche nichtöffentliche Diskussionen und Beratungen vorausgegangen.
Der Etat 2018 schließt im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 20,055 Millionen und im Vermögenshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 9,820 Millionen Euro. Der Gesamthaushalt 2018 beträgt demnach 29,875 Millionen Euro gegenüber 16,649 Millionen Euro Millionen Euro im Vorjahr. Das Gesamtvolumen steigt demnach um satte 13,226 Millionen Euro, was einem Anteil von 79,4 Prozent entspricht. „Dieser Haushalt ist beispiellos in der Geschichte der Stadt Kemnath“, stellte Bürgermeister Werner Nickl berechtigterweise fest.
Während die Hebesätze von Grundsteuer A und Grundsteuer B wie im Vorjahr einheitlich wieder auf 320 v.H. festgesetzt werden, sinkt der Hebesatz der Gewerbesteuer von 320 v.H. auf 230 v.H.. Derzeit sind in Kemnath 302 Betriebe mit einem Gewerbe angemeldet. Hiervon werden aktuell 123 zur Gewerbesteuer veranlagt. Der Einnahmen-Ansatz für das laufende Jahr liegt – bedingt durch die „Gewerbeoffensive“ und bereits erfolgte Neuanmeldungen – bei 7,8 Millionen Euro. Im Jahr 2017 waren 1,5 Millionen Euro angesetzt worden, das vorläufige Ergebnis liegt bei 1,681 Millionen Euro.
Der Einkommensteueranteil für die Stadt Kemnath wurde vom Statistischen Landesamt mitgeteilt und unverändert mit 2,989 Millionen Euro übernommen. In 2017 wurden 2,748 Millionen Euro angesetzt, tatsächlich hat die Kommune 2,891 Millionen Euro erhalten. Ein deutliches Plus lässt sich für die Kommune bei den Schlüsselzuweisungen ausmachen: So sind es im laufenden Jahr 1,061 Millionen Euro, die in den Stadtsäckel wandern, nachdem es 2017 nur 464.000 Euro waren. Hauptgrund für die Steigerung ist die gesunkene Steuerkraft für 2018, welche aus den Steuereinnahmen 2016 resultiert.
Bei der Kreisumlage rechnet die Kommune – bei einem angenommenen Hebesatz von 46 Prozent – mit Ausgaben in einer Höhe von 2,317 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 2,556 Millionen Euro, da lag der Hebesatz um 0,25 Punkte höher.
Vorgesehen ist im laufenden Jahre eine massive Zuführung an den Vermögenshaushalt – die satten Gewerbesteuereinnahmen machen es möglich - in Höhe von 5,898 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal 896.000 Euro.
Im laufenden Haushaltsjahr sind weder Rücklagenentnahmen noch Darlehensaufnahmen geplant. Stattdessen sollen trotz geplanter Ausgaben für Baumaßnahmen in Höhe von 6,826 Millionen Euro noch Kredite getilgt werden in Höhe von 699.000 Euro sowie weitere 990.000 Euro Rücklagen gebildet werden. Ende 2018 wird dann ein Schuldenstand in Höhe von 5,558 Millionen Euro erwartet, die Allgemeine Rücklage wird sich auf rund 1,886 Millionen Euro belaufen.
Wer die diesjährigen Haushaltszahlen bereits ungläubig zur Kenntnis genommen hat, wird auch in den Folgejahren wohl kaum aus dem Staunen herauskommen: Im Vorbericht sind nämlich auch die Schätzungen für die Jahre 2019 bis 2021 angegeben – so soll das Gesamtvolumen im kommenden Jahr gut 40 Millionen Euro (!) betragen, im Jahr 2020 dann gut 36 Millionen Euro und 2021 schließlich knapp 31 Millionen Euro.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.