09.05.2018 - 22:52 Uhr
Oberpfalz

Kreisliga Nord Kreisliga Nord, Vorbericht

Spitzenreiter SV Grafenwöhr (62) kann mit einem Sieg beim Tabellensiebten VfB Mantel (31), der selbst noch im Abstiegskampf steckt, bereits am vorletzten Spieltag der Kreisliga Nord die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machen.

von Erich VölklProfil

Der Tabellenzweite SpVgg SV Weiden II reist bei vier Punkten Rückstand auf Rang eins zum Tabellenachten TSV Erbendorf (30), der ebenfalls noch Punkte für den Klassenerhalt braucht. Im Tabellenkeller steht Schlusslicht DJK Irchenrieth (19) als erster Absteiger fest. Für den Vorletzten SV Neusorg (21) wird es bei sechs Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz sehr schwer beim Tabellendritten FC Weiden-Ost (43) den Abstieg zu vermeiden. Um den Relegationsplatz selbst streiten sich mit jeweils 27 Punkten die DJK Weiden, die DJK Ebnath und der SV Anadoluspor Weiden. Auch der neuntplatzierte SC Kirchenthumbach (31) ist noch nicht aus dem Schneider.
VfB Mantel
SV Grafenwöhr So. 15.00
„Wir haben den Heimdreier gegen Plößberg mit einer absoluten Willensleistung errungen", freut sich VfB-Coach Tobias Heindl und ist sehr stolz auf seine Mannschaft. Nun tritt als nächstes der Spitzenreiter aus Grafenwöhr in Mantel an. In diese Partie gehen die Gastgeber personell unverändert.
„Die letzte Auswärtspartie führt uns zum starken Aufsteiger nach Mantel", berichtet Gästetrainer Roland Lang. „Die heikle Personalsituation entspannt sich durch die zurückkehrenden Urlauber ein wenig. Für die fünf verletzten Stammakteure hingegen ist die Saison beendet. Ziel ist es hinten wie zuletzt sicher zu stehen. Vorne ist meine Mannschaft in jeder Partie für ein Tor gut."
TSV Erbendorf
SpVgg SV Weiden II So. 15.00
TSV-Coach Stefan Rupprecht und seine Mannschaft freuen sich über einen verdienten Sieg im Derby in Neusorg und über wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. „Nun erwartet uns im letzten Heimspiel die stärkste Offensive der Liga“, bereitet er sein Team auf den Tabellenzweiten aus Weiden vor. Der Kader ist aus privaten Gründen leider etwas dezimiert.
Die Gäste möchten auch die letzte Auswärtspartie in Erbendorf gewinnen und die einzigartige Serie fortsetzen. Die letzte Auswärtsniederlage musste Trainer Rainer Fachtan und sein Team im Oktober des letzten Jahres hinnehmen. Um dies zu realisieren wird natürlich ein besonderes Augenmerk auf Torjäger Hösl gelegt. Tobias Bernkopf wird aus berufliche Gründen fehlen und hinter dem Einsatz von Michael Riester steht ein dickes Fragezeichen.
FC Weiden-Ost
SV Neusorg So. 15.00
„Mit der von uns gezeigten schwachen Leistung kann man gegen Kemnath nicht gewinnen“, resümiert Trainer Peter Kämpf die Niederlage. „Dass es für Neusorg um deren letzte Chance geht ist und bewusst. Wir haben aber nichts zu verschenken und möchten das letzte Heimspiel dieser Saison gewinnen.“
Durch die Niederlage gegen Erbendorf müssen die Gäste vermutlich den Gang in die Kreisklasse antreten. Dennoch werden Trainer Lautenbacher und sein Team versuchen die letzte Chance wahrzunehmen und einen Sieg einzufahren. „Motivation schöpfen wir daraus, dass wir in den letzten Jahren nie wirklich schlecht gegen die “Ostler“ ausgesehen haben“, lautet sein Apell. Wolf, Harms und Horn sind wieder mit dabei.
FC Tremmersdorf
DJK Weiden So. 15.00
Die Mannschaft um FC-Kapitän Diepold möchte kurz vor Ende der Saison die derzeitige Negativserie beenden und dreifach punkten. Auch wenn man sich traditionell gegen die Gäste schwer tut, werden Dittner, Neukam und Scherl das Visier genau einstellen und ihre Torjägerqualitäten beweisen. Gefährdet ist der Einsatz von Tauber und Quast, die beide angeschlagen sind.
„Die kämpferische Einstellung gegen den Spitzenreiter war in Ordnung“, so die Worte von DJK-Coach Matthias Müller. „Leider fehlt uns momentan nach vorne die Durchschlagskraft. Die Aufgabe in Tremmersdorf wird sehr schwer. Aber in unserer Situation zählt nur ein Sieg.“ Ertl wird fehlen und hinter Karlicek steht ein Fragezeichen.
SV Plößberg
SV Anadoluspor Weiden So. 15.00
„Die Niederlage war zwar verdient, ist aber zu hoch ausgefallen“, resümiert Trainer Harald Walbert die Partie in Mantel. „Wir müssen zur Halbzeit mit 2:1 in Führung gehen. Wer weiß wie es dann gelaufen wäre. Im letzten Heimspiel möchten wir unseren Zuschauern noch einmal attraktiven Angriffsfußball zeigen und auf jedem Fall punkten.“ Da ihm wieder einige Stammakteure fehlen, wird sich die endgültige Aufstellung erst kurzfristig ergeben.
„Niemand hat in der Winterpause noch mit uns gerechnet“, analysiert Gästecoach Akram Abdel-haq die aktuelle Situation. „Wir standen abgeschlagen am Tabellenende und haben uns mit tollen Leistungen wieder nach vorne gearbeitet, lobt er seine Mannschaft. „Nun haben wir es tatsächlich wieder selbst in der Hand. Ich werde mein Team aber bestimmt nicht unter Druck setzen. Wir werden wie immer respektvoll den Gastgebern gegenüber auftreten.“
DJK Ebnath
SVSW Kemnath So. 15.00
Nach der unnötigen Niederlage im Sechs-Punkte-Spiel bei Anadoluspor stehen die Gastgeber urplötzlich auf dem Relegationsplatz. Jetzt gilt es in den letzten beiden Spielen den Schalter wieder umlegen um zu punkten. Bleibt zu hoffen, dass Florian Söllner wieder dabei sein kann und Andy Daubner endlich seine Verletzung auskuriert hat. Mit einem Heimsieg, könnte ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht werden.
„Es war ein wichtiger Sieg gegen einen sehr starken Gegner“, analysiert Gästespielertrainer Christian Ferstl den Heimdreier gegen Weiden-Ost. „Defensiv sind wir sehr gut gestanden und vorne haben wir die Torchancen kaltschnäuzig genutzt.“ Nun geht es im Nachbarderby gegen um den Klassenerhalt kämpfende Gastgeber, welche er als sehr zweikampf- und laufstark einschätzt. Wenn die sich bietenden Chancen wieder genutzt werden können, wird ein Sieg angepeilt.
SC Kirchenthumbach
DJK Irchenrieth So. 15.00
„Die hohe Niederlage am Wasserwerk geht absolut in Ordnung“, berichtet SCK-Spielertrainer Daniel Klempau." In dieser Partie wurden von den jungen Gastgebern, die einen technisch hervorragenden Eindruck hinterließen, unsere technischen und taktischen Defizite ganz klar aufgezeigt. Unsere Augen richten sich aber nun ganz gezielt auf das "Endspiel" gegen Irchenrieth. Wir werden alles versuchen dieses Spiel zu gewinnen, weil wir genau wissen wie viel davon abhängt. Dementsprechend werden wir auch auftreten."
Der Heimsieg gegen Tremmersdorf kam für Irchenrieth zu spät. Nun müssen die Gäste in den sauren Abstiegsapfel beißen und den Gang in die Kreisklasse antreten. Dennoch werden sich Trainer Markus Schreiner und seine Mannschaft anständig aus der Eliteliga des Kreises Weiden verabschieden.

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