10.05.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Jahresbilanz des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz Läuft fließend wie Verkehr

Besser könnte es für den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit (ZVKVS) nicht laufen: Das noch junge Unternehmen kann in diesem Jahr zum ersten Mal ein Plus beim Eigenkapital verzeichnen, und das nicht gerade wenig.

von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Der Zweckverband ist für die Überwachung des fließenden (Geschwindigkeitsmessung) und des ruhenden Verkehrs (Parken) zuständig. Das Gebiet beschränkt sich aber nicht nur auf die Oberpfalz, wie der Name vermuten lässt. Auch über die Grenzen hinaus ist der ZVKVS tätig. Und zwar in den Gemeinden und Städten, die den Verband anfordern.

Das geht entweder als festes Mitglied oder über eine Zweckvereinbarung. Langfristig soll der Schwerpunkt auf der Generierung fester Verbandsmitglieder liegen. "Wir wollen regional arbeiten. Das heißt in der Oberpfalz und in den angrenzenden Landkreisen", erklärt Geschäftsstellenleiter Maximilian Köckritz bei der Präsentation der Jahresbilanz. Die geografische Nähe ist hier von höherer Bedeutung als die regionale Zugehörigkeit. Jede Kommune, die den ZVKVS beauftragt, kann zwischen der Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs wählen, oder eben beide Formen buchen. Das Service-Prinzip ist recht einfach: Der ZVKVS überwacht die gewünschten Verkehrsbereiche nach Auftrag. Dafür ist eine Stundenpauschale fällig. Die etwaigen Bußgelder, die durch Verstöße anfallen, kommen zu 100 Prozent zurück an den Auftraggeber.

In Amberg wurde im Vorjahr der schnellste Raser, der dem Verband bei der Kontrolle untergekommen ist, mit 112 Kilometern pro Stunde innerorts erwischt, bei erlaubten 50. Außerorts (Bernricht) zeigte der Blitzer im 60er-Bereich 122 an.

Die Erfolgsquote der Kontrollen sei sehr hoch. 2017 wurde bei nur 20 Ordnungswidrigkeitsverfahren Einspruch durch die Justiz erhoben, von insgesamt über 48 000. Bei allen anderen konnten die Bußgelder eingefordert werden. Mit einer Einspruchsrate von 2,92 Prozent sei der ZVKVS bayernweit an der Spitze.

Durch das erwirtschaftete Plus im vergangenen Geschäftsjahr 2017, konnten die Preise für die Überwachung der Mitgliedskommunen gesenkt werden (zum Beispiel beim Eigenkapital von -56 754 Euro Anfang 2017, auf +132 003 Euro Ende 2017). Die Bilanzsumme liegt bei knapp über einer Million Euro.

Dass unterm Strich schwarze Zahlen stehen, erreichte der Verband laut Maximilian Köckritz auch dadurch, dass er im vergangenen Jahr viele neue Mitglieds-Gemeinden gewinnen konnte, und die Zahl wächst weiter. 2015 waren es noch elf Kommunen, mittlerweile sind es 59.

Nicht nur die Mitgliederzahl ist gewachsen, auch die Belegschaft ist 2017 auf 27 (16 davon im Innendienst) und mittlerweile auf über 30 angestiegen. Zum Vergleich: 2016 waren es fünf Mitarbeiter. Ein durchweg erfolgreiches Jahr für den Zweckverband also, wie Geschäftsstellenleiter Köckritz voller Stolz verkündete.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.