11.05.2018 - 20:26 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Zwei Ensembles und Harfe musizieren in St. Martin Loblieder für Maria

Luhe. Ein Genuss für Freunde echter Volksmusik war das Mariensingen an Christi Himmelfahrt in der voll besetzten Pfarrkirche St. Martin. An dem abwechslungsreichen Programm wirkten das "Trio Z'sammg'stimmt", das "Neualbenreuther Zwio" und die Harfenistin Martina Engelhard abwechselnd mit. Verbindende Worte sprach Geistlicher Rat Arnold Pirner. An einem Maientag sei es eine besondere Ehre, die Gottesmutter mit Musik und Liedern zu loben.

Das "Neualbenreuther Zwio", das Trio "Z'amm g'stimmt" und Martina Englhard treffen sich zum Marienlob in der Luher Pfarrkirche St. Martin. Bild: fsb
von Redaktion OnetzProfil

Erneut beeindruckte das Luher Gesangstrio "Z'ammg'stimmt", das mit seinem glockenhellen Akkorden eine klangliche Einheit bildete. Resi Lorenz (Alt), Ulrike Schwab (Sopran) und Rita Gleißner (Mezzosopran), die einzelne Stücke auch mit der Zither oder Gitarre begleitete, brachten weithin weniger bekannte, doch wohlklingende Marienlieder aus Süddeutschland und Österreich zu Gehör, die gerade deshalb mit Interesse und Freude wahrgenommen wurden.

Nach der Eröffnung mit "Sei gegrüßt, du Königin, du Morgenstern" und dem gemeinsam mit den Zuhörern gesungenen "Maria, dich lieben, ist allzeit mein Sinn" überzeugten die drei Sängerinnen auch mit "O Maria, sei gegrüßt, die du voller Gnaden bist" und dem "Abendgruß an Maria". Außergewöhnlich vorgetragen wurden das im Dreivierteltakt stehende Lied "Es ist eine Rosn aufgangen" mit einem kurzen Fermate zur Taktdehnung innerhalb der Melodie, das a-capella gesungene "Maria wunderbare, erhöre meinen Ruf" mit Moll- und verminderten Dreiklängen und ein kanonartiges "Ave Maria", das mit einem Sopran-Solo beginnt und bis auf den Titel keinen weiteren Text aufweist.

Aus Michaelpoppenricht bei Amberg stammt Martina Englhard und erteilt an der Weidener Musikschule Instrumentalunterricht. Sie schaffte es, in dem barocken Gotteshaus mit seiner spezifischen Akustik mit ihrer Harfe eine bezaubernde Atmosphäre zu erzeugen. In ihrer "Brigitten-Arie", der bedächtigen, landlerartigen "Martini-Weis", einem "Theme varie", der "Rosenkranzweise" und einem "Menuett aus Sachrang" erwies sie sich durch ihre weichen Harfenklänge mit musikalischen Verzierungen und Verspieltheiten in hohen Tönen als ausgesprochene Könnerin.

Voll überzeugte auch das aus Monika Kunz und Franz Danhauser bestehende "Neualbenreuther Zwio". Der ungewöhnliche Name leitet sich von einem Wortspiel mit "Trio" ab. Die weiche Bariton- und die akzentuierte Sopranstimme ergänzten sich zusammen mit dem führenden, doch dezenten Gitarrenklang zu einem harmonischen Ganzen. Neben dem bekannten Marienlied "Es blühn drei Rosen auf einem Zweig" sang das Duo unter anderem "Maria, sei gegrüßet" und "Maria, hilf doch mir". Nach dem Segen durch Pfarrer Pirner stimmte es noch das Lied "Leise sinkt der Abend nieder" an, zu dem Gleißner die weiteren Strophen getextet hatte. Die Zuhörer stimmten beim Gesang mit ein.

Mariensingen

Ein weiteres Mariensingen ist am Muttertag, 13. Mai, um 15 Uhr in der Wallfahrtskirche Kappl bei Waldsassen mit dem "Neualbenreuther Zwio". Auch das Trio "Z'ammg'stimmt" wirkt mit. (fsb)

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.