19.11.2019 - 18:01 Uhr
MähringOberpfalz

Neue Ideen für alte Mühle in Mähring

Die Mittelstandsunion hat sich bei Marco Eckert in Mähring über ein Heimatunternehmer-Projekt informiert und war schwer beeindruckt.

Über 20 Teilnehmer konnte der stellvertretende MU-Chef Sebastian Forster bei der Besichtigung der alten Mühle begrüßen. Vor allem das große Gemeinschaftsgefühl beeindruckte die Gäste..
von Roman MelznerProfil

Die Mittelstandsunion beschäftigte sich mit dem Thema "Heimatunternehmen". Dazu statteten die Mitglieder der alten Mühle in Mähring einen Besuch ab, der Marco Eckert neues Leben einhaucht.

"Marco Eckert steht für das Projekt Heimatunternehmen wie kaum ein anderer", zeigte sich der stellvertretende Kreisvorsitzende Sebastian Forster begeistert. Eckert führte die beeindruckten Gäste erst durch die neu ausgebaute Partyscheune. Hier entstehen Veranstaltungsmöglichkeiten für Vereine und Privatpersonen. "Verschiedene Events haben hier bereits stattgefunden", verriet Eckert. Man werde nun einen Verein gründen, der die Partyscheune betreibe.

Eckert erzählte, dass sein Vater vor rund 30 Jahren die alte Mühle gekauft habe, damals auch wegen der Grundstücke für die Landwirtschaft. Man habe dann Fremdenzimmer errichtet und führe diese bereits in einem Nebenanwesen. Schließlich sei er auf die Idee gekommen, diese zu erweitern und auch in der Mühle Fremdenzimmer einzubauen. Alfred Wolf von den Heimatunternehmern stellte Kontakte zu wichtigen Behörden her. In Absprache mit dem Amt für ländliche Entwicklung und dem Landesamt für Denkmalschutz sei er in die Planung eingestiegen. Eckert sprach von einem langen Prozess und viel Durchhaltevermögen, das nötig sei, aber er zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf. Im Anschluss besichtigte man die Mühle. Hier sind Dachstuhl und Dach schon saniert, im Innenbereich wurde mit den Arbeiten begonnen. Ein Backofen kann wieder betrieben werden. "Vier Fremdenzimmer werden hier entstehen", so der Bauherr. Im Außenbereich will er in weiteren Gebäuden auch einen Dorfladen schaffen. Insgesamt sollen rund 1,3 Millionen Euro investiert werden.

Im Anschluss besichtigte die Gruppe auch den ausgesiedelten Familienbetrieb der Familie Eckert. Im vor einigen Jahren neu gebauten Stall stehen 70 Rinder. Weitere Standbeine sind eine kleine Biogasanlage und ein Fuhrunternehmen.

Für den CSU-Kreisverband und die Ikom Stiftland zeigte sich stellvertretender Kreisvorsitzender Roland Grillmeier beeindruckt von dem, was die Familie Eckert hier auf die Beine stellt. Dies sei genau das, was man in den Orten brauche - aktive und engagierte Menschen, die einspringen, wenn es etwas nicht mehr gibt. Er wisse aus Erfahrung, dass es für Privatpersonen gar nicht so einfach sei, die Bürokratie bei derartig komplexen Förderverfahren zu bewältigen.

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