18.12.2020 - 19:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Barrierefreiheit am Unteren Markt in Mitterteich: Max Wittmann weist Vorwurf zurück

Mit der Barrierefreiheit am Unteren Markt in Mitterteich beschäftigte sich jetzt der Bauausschuss. Einen in der Sitzung geäußerten Vorwurf weist Architekt Max Wittmann per Stellungnahme zurück.

Max Wittmann.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Die Bauausführung einer öffentlichen Fläche vor dem Neubau der Metzgerei Grillmeier am Unteren Markt war am Montag ein Thema im Bauausschuss. Eine Aussage von Heribert Hegen (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich) zur Planung des neuen Gebäudes will Architekt Max Wittmann nicht unkommentiert stehen lassen. Daher hat der frühere Geschäftsführer der Stewog Marktredwitz am Freitag eine Stellungnahme an die Redaktion von Oberpfalz-Medien geschickt.

Die Barrierefreiheit am Unteren Marktplatz in Mitterteich war jetzt Thema im Bauausschuss

Mitterteich

„Die Schuldzuweisung des Stadtrats Heribert Hegen, die Architekten des Gebäudes der Familie Grillmeier hätten bereits bei der Planung auf den bereits bestehenden Marktplatz Rücksicht nehmen müssen, weise ich entschieden zurück“, schreibt Max Wittmann. Bereits im November 2015 – noch vor Umbau des Unteren Marktplatzes – habe eine gemeinsame Ortsbesichtigung mit den Bauherren und dem von der Stadt beauftragten Planungsbüro Dr. Leuninger & Michler (Kaufbeuren) stattgefunden, wobei die geplante Baumaßnahme erläutert worden sei.

„Unser Vorschlag zur Schaffung einer rückwärtigen Erschließung des Anwesens Grillmeier und der angrenzenden Grundstücke Unterer Markt und Bahnhofstraße wurden seitens der teilnehmenden Stadtplaner sehr positiv aufgenommen“, berichtet Wittmann und verweist darauf, dass mit dieser Neuordnung eine effektive städtebauliche Entwicklung im gesamten Bereich einschließlich Stadtpark möglich gewesen wäre. „Die Stadtplaner stellten eine Überprüfung dieses Vorschlages in Aussicht“, betont Wittmann. Die Bauherren seien um Verständnis darum gebeten worden, dass diese städtebaulichen Überlegungen einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten in Anspruch nehmen würden. „Die Familie Grillmeier hat diese zeitliche Verzögerung akzeptiert und mit Beginn der eigenen Planungen bis zum Vorliegen der Ergebnisse gewartet“, so Wittmann.

Mit Schreiben vom 22.11.2016 habe die Stadt Mitterteich die Bauherren schließlich darüber informiert, dass keine konkreten Aussagen über eine rückwärtige Zufahrt möglich seien. „Als Planer der Geschäftserweiterung der Familie Grillmeier habe ich der Stadt mitgeteilt, dass eine zufriedenstellende Fassadengestaltung – aufgrund der Zufahrt vom Markt und der vorhandenen Höhenverhältnisse – nicht möglich ist“, schreibt Wittmann. Daraufhin wurde im Jahr 2017 die Baugenehmigung für die zwischenzeitlich realisierte Geschäftserweiterung erteilt.“

Wittmann weist darauf hin, dass für Planung und Ausführung der öffentlichen Verkehrsfläche die Stadt Mitterteich verantwortlich sei. „Die Höhenlage der barrierefreien Ladenzugänge, der Lkw-Zufahrt – marktseitig – und des privaten Hauseingangs wurde immer einvernehmlich zwischen den Bauherren und der Stadt Mitterteich abgestimmt und ist nach eingehender Abwägung und Würdigung aller Vor- und Nachteile von der Stadt Mitterteich nunmehr akzeptabel gelöst worden.“

Abschließend schreibt Max Wittmann: „Wünschenswert wäre, sich vor Schuldzuweisungen an einzelne Personen bzw. Bauherren zuerst über den Sachverhalt zu informieren und dann zu argumentieren.“

 

 

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