13.05.2018 - 21:06 Uhr
Oberpfalz

Fußball Bayernliga Nord Nun muss auch ein Sieg in Hof her

Die Ergebnisse des vorletzten Bayernliga-Spieltages sind für die SpVgg SV Weiden weder Fisch noch Fleisch. Zumindest lebt die Hoffnung weiter, die Relegation vielleicht doch noch vermeiden zu können.

Die Spieler der SpVgg SV Weiden freuen sich über eine gute Leistung und den 3:1-Sieg gegen die Würzburger Kickers II. Am letzten Spieltag müssen die Weidener bei der SpVgg Bayern Hof gewinnen, um die Chance auf den direkten Klassenerhalt zu wahren. Gleichzeitig muss der TSV 1860 München II in der Süd-Gruppe beim TuS Holzkirchen verlieren. Bei jeder anderen Konstellation geht die SpVgg SV in die Relegation. Bild: A. Schwarzmeier
von Sebastian SchellProfil

Die SpVgg SV Weiden fuhr am Samstagnachmittag mit dem 3:1 gegen die zweite Mannschaft der Würzburger Kickers den vierten Sieg in Serie ein, aber trotzdem büßte sie eine der zwei Chancen auf den direkten Klassenerhalt ein. Da die DJK Don Bosco Bamberg (1:1 gegen SC Eltersdorf) durch den gewonnenen direkten Vergleich gegen die SpVgg SV den 13.Platz absichern konnte, bleibt nun nur die Option, im Vergleich zur Bayernliga Süd den besseren Punktekoeffizienten (Punkte geteilt durch Spiele) zu erreichen.

Nach der 1:2-Heimniederlage gegen die SpVgg Hankofen-Hailing belegt den 14. Platz im Süden aktuell die U23 des TSV 1860 München (42 Punkte). Die "Löwen" müssen nun ihr letztes Spiel beim TuS Holzkirchen unbedingt verlieren, während Weiden (37) zugleich am Freitag bei der SpVgg Bayern Hof unbedingt gewinnen muss. Nur bei dieser Konstellation müssten die Nordoberpfälzer nicht in die Relegation.

"Wir können nicht mehr machen als unsere Leistung zu bringen und die Dinger zu gewinnen. Das haben wir heute wieder geschafft. Es war eine disziplinierte und auch spielerisch gute Vorstellung von uns", sagte Trainer Florian Schrepel nach dem Schlusspfiff. Zuvor zeigte sein Team eine geschlossene und kampfstarke Leistung gegen keineswegs schlechte Gäste aus Würzburg. Deren Trainer Christian Demirtas erkannte den Sieg der Wasserwerkelf an: "Wir waren heute zu kompliziert im Spiel nach vorne. Weiden war zielstrebiger und auch giftiger. Bei uns war vielleicht doch ein wenig die Luft raus."

Unverändert in der Startaufstellung als auch in der Spielweise ging die Schrepel-Elf das letzte Heimspiel der Saison an. Die jungen Kickers zeigten eine ansprechende Spielanlage, bissen sich aber an der massierten Defensive um Organisator Christoph Hegenbart die Zähne aus. Die SpVgg SV zeigte sich zweikampfstark und im offensiven Umschaltspiel zielstrebig. Nach jedem Ballgewinn ging es sofort in Richtung Gästetor.

Wurden diese Konter zu Beginn noch ungenau zu Ende gespielt, war es dann aber kurz vor der Pause so weit. Ondrej Brusch brachte aus dem Halbfeld einen scharfen Ball in Richtung des Tores von Keeper Fischer-Vallecilla, der mit einem Kopfball von Benjamin Werner rechnete. Die Kugel trudelte an Freund und Feind vorbei zur Weidener Führung (38.). eins Netz. "Wir haben Selbstvertrauen getankt und wissen, dass wir im Moment gut arbeiten und vorne auch treffen können. Die Jungs glauben daran," analysierte Schrepel die Gründe für den Aufschwung der SpVgg SV in der Endphase der Spielzeit.

Was spielerisch in ihr steckt, zeigte die Weidener Elf nach dem Wechsel, als erneut zwei Konter für die Vorentscheidung sorgten. Zunächst setzte sich Brusch auf der linken Seite energisch durch und Adam Hajek vollendete dessen Hereingabe clever (48.). Nur kurz danach zog Patrick Kavalir auf rechts uneinholbar das Tempo an, in der Mitte sagte Brusch "Danke" und krönte seine Leistung mit seinem zweiten Treffer (61.). Auch der tschechische Winterneuzugang schlug in die gleiche Kerbe wie sein Trainer: "Wir arbeiten als Mannschaft besser wie noch vor ein paar Wochen. Ich bin froh, dass ich jetzt auch endlich erfolgreich bin und dem Team helfen kann."

Die Begegnung war entschieden, auch weil die Unterfranken zu keiner Zeit eine Lücke in der Weidener Defensive fanden. So ging dem Ehrentreffer von Nicolay Kutzop ein Fehler des ansonsten sicheren Noah Schmidt im Weidener Tor voraus, der einen Eckball aus den Händen gleiten ließ. "Wir werden auch in Hof alles raushauen und dann sehen wir, was passiert. In der aktuellen Verfassung ist mir auch vor der Relegation nicht bange", blickt Schrepel auf den letzten Spieltag voraus.

Wir können nicht mehr machen als unsere Leistung zu bringen und die Dinger zu gewinnen. Das haben wir heute wieder geschafft.Florian Schrepel

SpVgg SV Weiden: Schmidt, Wildenauer, Hegenbart, Bächer, Scherm, Rupprecht, Heinl (83. Reich), Brusch (78. Busch), Hajek (73. Rodler), Kavalir, Werner

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