01.06.2018 - 16:45 Uhr
NabburgOberpfalz

Lohn der ökologischen Arbeit

Durch die staatliche Anerkennung als Umweltstation fühlt man sich im Oberpfälzer Freilandmuseums gewürdigt in der ökologischen Arbeit. Die Finanzierung der Umweltstation läuft unter anderem über Zuschüsse des Freistaats.

Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Freilandmuseum-Chefin Birgit Angerer, Bauhofleiter Christian Wundsam und Vize-Landrat Arnold Kimmerl (von links) am Zaun zum Mustergarten der Pfreimder Schüler im Freilandmuseum.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

(td) Eine Umweltstation ist eine außerschulische Bildungseinrichtung rund um das Thema "Umwelt". Ziel ist, das Umweltbewusstsein und die Handlungskompetenzen zu erweitern. Angeboten wird ein Erleben und Erfahren von Natur und Umwelt.

Die Anerkennung für das Freilandmuseum gilt seit 1. Juni und ist "ausdrückliche Wertschätzung der von Ihnen bisher geleisteten qualifizierten Umweltbildungsarbeit", heißt es im Schreiben des bayerischen Umweltministeriums. Da das Freilandmuseum zum Bezirk Oberpfalz gehört, freute sich Bezirkstagspräsident Franz Löffler (Cham), dass der Antrag auf Anerkennung als Umweltstation schnell beschieden wurde.

In Bayern gibt es 55 Umweltstationen, acht davon in der Oberpfalz. Das Freilandmuseum hat dabei ein paar Alleinstellungsmerkmale: Es ist die einzige Umweltstation im Landkreis Schwandorf, seit das "Forum für Umwelt, Kultur und Soziales" (FUKS) mit Sitz in Neunburg vorm Wald seine Pforten geschlossen hat. Überdies ist der Bezirk Oberpfalz der erste der sieben bayerischen Bezirke mit eigener Umweltstation. Und das Museum ist das erste Freilandmuseum in Bayern, das als Umweltstation anerkannt ist.

Projekte als Voraussetzung

Voraussetzung zur Anerkennung waren zwei Projekte: Zum einen der Mustergarten in Neusath, den eine Schulklasse aus Pfreimd ein ganzes Jahr betreut und dabei Selbstversorgungswirtschaft, den Nutzen alter Sorten und gesunde Ernährung kennengelernt hat. Das Projekt wird mit einer Klasse des sonderpädagogischen Förderzentrums Nabburg weitergeführt.

Verzahnt damit ist die Multiplikatorenausbildung: Die Erfahrungen aus dem ersten Projekt werden bayernweit an andere Umweltpädagogen weitergegeben - an bayerische Freilichtmuseen, das Regensburger Umweltzentrum, an Obst- und Gartenbauvereine. Daneben gibt es regelmäßige Veranstaltungen und Projekte, die die Umweltstation ermöglichten, so die Weltwasserwoche, das "Erlebnis Landwirtschaft" oder auch Obstbaumschnittkurse.

Der Freistaat Bayern fördert eine Umweltstation mit maximal 70 Prozent, jedoch höchstens 50 000 Euro. Entsprechend den Förderrichtlinien des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz muss an einer Umweltstation ein wissenschaftlicher Vollzeitmitarbeiter beschäftigt sein. Im Oberpfälzer Freilandmuseum übernimmt Bauhofleiter Christian Wundsam diese Aufgabe zur Hälfte. Wundsam hat ein zur Umweltstation passendes Studium zum Diplom-Umweltwissenschaftler absolviert. Die zweite halbe Stelle wird neu besetzt.

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