04.03.2019 - 09:33 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Die Fraisch im Fokus

Mit einem derartigen Ansturm hatten die Verantwortlichen offenbar nicht gerechnet: Voll besetzt war der Saal im Sengerhof, als Gregor Köstler sein neues Buch über die Fraisch im 19. Jahrhundert präsentierte.

Voll besetzt war der Saal im Sengerhof bei der Buchpräsentation von Gregor Köstler.
von Konrad RosnerProfil

Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass noch weitere Stühle aufgestellt werden mussten. „Zwischen Österreich und Bayern – Die Fraisch mit der Simultaneums-Pfarrei Neualbenreuth im 19. Jahrhundert“ lautet der Titel des Buches, das der gebürtige Neualbenreuther Gregor Köstler am Freitagabend vorstellte. Das wissenschaftliche Werk ist vorerst in einer Auflage von 200 Stück erschienen und kostet 20 Euro.

Bürgermeister Klaus Meyer freute sich in seiner Begrüßungsrede über das enorme Interesse. Es mache ihn stolz, dass ein Sohn der Marktgemeinde sein Buch hier in Neualbenreuth präsentiere, so Meyer. Willkommen hieß der Bürgermeister auch Dr. Artur Dirmeier, den Leiter des Archivs der St. Katharinenspitalstiftung aus Regensburg sowie Verleger Dr. Norbert Stellner. Ein besonderer Gruß galt auch den Eltern von Gregor Köstler, Anita und Meinhard Köstler. Weil dies ein ganz besonderer Tag für Neualbenreuth sei, so der Bürgermeister, bat er alle Anwesenden, sich am Ende der Buchpräsentation ins Goldene Buch der Marktgemeinde einzutragen.

Dr. Artur Dirmeier betonte in seiner Rede, dass er sich keinen besseren Ort als Neualbenreuth vorstellen könne, um dieses Buch erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die nördliche Oberpfalz, so der Redner, sei über viele Jahre ein Übungsraum für die herrschaftliche Gemengelage gewesen. Die Fraisch mit ihrem alljährlichen Wechsel der Gerichtsbarkeit sei sehr interessant.

Stück mit dem Dudelsack

„Wahnsinn, dass heute so viele gekommen sind“, sagte Gregor Köstler und eröffnete seinen Vortrag mit einem Lied, das er auf einem böhmischen Dudelsack spielte. Es ehre ihn sehr, dass seine zweieinhalbjährige Arbeit in seiner Heimat auf solch ein großes Interesse stoße. Köstler freute sich, dass sein Werk in die „Regensburger Beiträge zur Regionalgeschichte“ aufgenommen wurde, zumal nach Ansicht vieler Regensburger die Oberpfalz hinter dem Pfaffensteiner Tunnel zu Ende sei. Köstlers Dank galt allen, die die Veröffentlichung dieses Buches möglich gemacht hätten, neben Dr. Dirmeier auch dem Spitalmeister der St. Katharinenspitalstiftung, Professor Dr. Bernhard Löffler. Ohne seine Neugier und seinen Einsatz wäre dieses Buch nicht zustande gekommen.

Jährlicher Wechsel

Köstler ging auf die Fraisch mit dem jährlichen Wechsel der Hochgerichtsbarkeit des Stifts Waldsassen und der Stadt Eger ein. Die Fraisch sei ein grenzüberschreitendes Territorium gewesen. Neualbenreuth sei im Interessengebiet von Österreich und Bayern gewesen, zumindest für eine gewisse Zeit, so Köstler.

Verleger Dr. Norbert Stellner verwies darauf, dass dieses Buch das 24. Werk in der Reihe der Regensburger Beiträge zur Regionalgeschichte sei. Mit einem bunten Frühlingsstrauß bedankte er sich bei Gregor Köstler für die wissenschaftliche Arbeit.

Gregor Köstler eröffnete seinen Vortrag mit einem Lied auf seinem böhmischen Dudelsack.
Dr. Artur Dirmeier, Leiter des Archivs der St. Katharinenspitalstiftung Regensburg.
Gregor Köstler durfte sich auch ins Goldene Buch der Marktgemeinde eintragen.
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