01.09.2019 - 11:31 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Technische Berufe faszinieren

Bohren, löten, feilen - das ist nicht nur was für Jungs, das macht auch Mädchen Spaß: Ferien mit Berufserfahrung haben zwölf Mädchen eine Woche lang bei der Firma F.EE-Unternehmensgruppe gemacht.

Zum Abschluss der aufregenden Woche stellten sich die zwölf Teilnehmerinnen zu einem Gruppenfoto auf.

Die Schülerinnen von zwölf bis 14 Jahren machten diese Erfahrung beim "Mädchen für Technik-Camp". Fünf Tage lang haben die Teilnehmerinnen im Rahmen der Initiative "Technik - Zukunft in Bayern 4.0" des Bildungswerks der bayerischen Wirtschaft (bbw) e.V. und der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber (bayme vbm) verschiedene Ausbildungsberufe kennengelernt.

Ampel gebaut

Sie schnupperten bei den Feinwerkmechanikerinnen, den Elektronikerinnen für Automatisierungstechnik, und den Industriemechanikerinnen hinein. Das Ergebnis war eine selbstgebaute Ampel, die bei der Präsentation auch funktionierte. Beim Abschluss des Camps am Freitag zeigten die Schülerinnen das Werkstück ihren Eltern, Geschwistern und weiteren geladenen Gästen.

Sie berichteten begeistert von der aufregenden Woche und ihren Erfahrungen bei F.EE. "Ich bin begeistert vom sicheren Auftreten der Schülerinnen und der hervorragenden Präsentation mit den entsprechenden Fachausdrücken", lobte Hermann Brandl. Der Geschäftsführer Oberpfalz der Arbeitgeberverbände erklärte, dass es wichtig sei, dass Mädchen in den selben Berufen arbeiten, wie Männer. Zum dritten Mal sei des "Mädchen für Technik-Camp" erfolgreich bei F.EE in Neunburg absolviert worden. "Gerade die bayerische Metall- und Elektroindustrie bietet Mädchen hervorragende Ausbildungs- und Berufsperspektiven", sagte Brandl. Deshalb engagiere sich der Verband seit Jahren für Projekte, die Schülerinnen frühzeitig Technik-Berufe nahebringen, sagte er in Neunburg. "Beim "Mädchen für Technik-Camp" können die Teilnehmerinnen die Faszination technischer Berufe live erleben. Wir zeigen ihnen, wie facettenreich diese Beschäftigungen wirklich sind", erklärte Udo Stark. "Wir machen ihnen Mut, einen technischen Beruf zu erlernen", hoffte der Personalleiter bei F.EE auf baldige Bewerbungen der Mädchen auf seinem Schreibtisch.

"Echt cool" gefunden

Die Botschaft ist angekommen, denn die zwölf Teilnehmerinnen fanden löten und schrauben "echt cool" und bestätigten, dass sie in der Woche viel gelernt haben. Vielleicht zählen sie einmal zu den jungen Fachkräften in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Der Grundstein dafür ist auf jeden Fall gelegt. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten beträgt dort zur Zeit 25 Prozent und soll steigen. Seit 2002 haben bayernweit 3500 Schülerinnen bei den "Mädchen für Technik-Camps" mitgemacht. Auch heuer tauchen wieder 170 Schülerinnen in insgesamt 13 Camps in die Welt der Technik ein. Das Angebot ist bis auf An- und Abreise kostenfrei.

Alexander zeigt Camp-Teilnehmerin Nadine den Umgang mit einer Drehmaschine.
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