25.05.2020 - 09:46 Uhr
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Absatz wechsle dich

Ein Schuh – sieben austauschbare Absätze. Was wie ein Traum klingt, hat das Münchener Label „Mime et moi“ möglich gemacht. Mit einem Wechselsystem lassen sich Sandalen im Handumdrehen (oder Fußumdrehen) zu High-Heels verwandeln.

Die Absätze der Schuhe von mime et moi lassen sich mit einem Hebelsystem ganz unkompliziert wechseln.
von Laura Schertl Kontakt Profil

„Alles oder Nichts“, das war mein Hintergedanke, als ich mir gleich den höchsten Absatz, den 10 Zentimeter Stiletto, bestellt habe. Schließlich soll nicht nur das Wechselsystem gut funktionieren, die Schuhe müssen auch bequem sein. Aktuell gehört ein Paar flache Wechselschuhe beim Feiern zu meinem Repertoire. Wie schön wäre es, bei müden Füßen ganz einfach mit zwei Handgriffen vom zehn Zentimeter Absatz zum 3 Zentimeter Absatz zu wechseln?

Bei jedem Paar, das im Online-Shop von Mime et moi bestellt werden kann, sind drei Zentimeter hohe Flats, also sehr flache Absätze, dabei. Jedes andere Modell muss extra dazu bestellt werden und kostet zwischen 25 Euro und 30 Euro. Die Schuhe selbst liegen preislich zwischen 139 Euro und 169 Euro. Bedenkt man, dass die Schuhe durch den wechselbaren Absatz an jeden Anlass angepasst werden können, ist das nicht allzu teuer.

Als die Schuhe im Büro ankommen, muss ich sie sofort auspacken. Sowohl die Sandalen selbst als auch die Absätze sind in kleinen Stoffsäckchen verstaut. Der Hebel für den Wechsel-Mechanismus ist unscheinbar und unauffällig. Ich kaufe meine High-Heels praktisch immer in Größe 40, aber hier fällt mir direkt auf: Eine Nummer kleiner hätte es auch getan. Trotzdem lässt sich der Schuh so fest schließen, dass ich nicht hin und her rutschen kann. Ich versuche direkt, den Absatz zu wechseln, und siehe da: Es klappt ohne Probleme. Der Hebel ist etwas streng und der Mechanismus beim ersten Mal ungewohnt. Aber schon beim nächsten Wechsel habe ich ein Gefühl dafür entwickelt. Auch im angezogenen Zustand kann ich problemlos zwischen den beiden Absätzen hin und herwechseln.

Am Wochenende wartet auch gleich die erste Chance, die neuen Schuhe zu testen. Ich klicke den Stiletto-Absatz auf die schwarzen Schuhe und packe die Flats in ihrem Säckchen ein. Auch in einer kleinen Tasche brauchen sie nicht viel Platz. Ein Pluspunkt, denn große Taschen will ich beim Feiern nicht mitnehmen. Die Schuhe fühlen sich beim Laufen stabil an, ich habe trotz der Größe keine Probleme. Der erste Wechsel im Club gestaltet sich allerdings eher schwierig. Im Dunkeln habe ich Mühe, den Aufsatz für die Flats zu finden und schaffe es auch nach längerem Probieren beim linken Fuß nicht. Ein älterer Herr hilft mir und klickt den Absatz auf den Schuh. Wenig später wechsle ich nochmal zu den Stilettos, diesmal aber bei der Garderobe. Im Licht funktioniert alles reibungslos.

Mit ein bisschen Übung klappt der Wechsel reibungslos.

Dass mir einfach noch die Übung fehlte, bestätigt sich beim nächsten Anlass. Mit ein bisschen Erfahrung lassen sich die Absätze auch im Dunkeln oder ohne hinzusehen problemlos wechseln. Gerade bei den ersten Malen sollte man sich aber darauf einstellen, sich helfen zu lassen oder ins Helle zu gehen. Außerdem finde ich die Schuhe bequem und kann auch längere Zeit in der High-Heel-Variante stehen und laufen.

Als wir früh morgens aus dem Club nach Hause gehen, laufen meine Freundinnen barfuß. Jetzt schlägt meine große Stunde: Tasche auf, Flats raus, klick-klick, fertig. Ich kann ganz entspannt mit flachen Sandalen den Heimweg antreten.

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