09.05.2019 - 10:24 Uhr
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Weiter April im Mai

„Kältester Mai des Jahrtausends“? Wetterexperte Andy Neumaier bleibt gelassen. Er findet den Mai völlig normal, es ist die Zeit der Eisheiligen. Und da darf es auch mal frisch sein.

Wetterexperte Andy Neumaier.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Derzeit wird in vielen Medien vor einem viel zu kalten Mai „gewarnt“. Teilweise lauten da einige Schlagzeilen sogar „kältester Mai des Jahrtausends“. Fakt ist, dass der Mai mit einer bisherigen Monatsmitteltemperatur von 6,8 Grad, 5 Grad unter Durchschnitt, auch tatsächlich im negativen Rekordbereich rangiert. Allerdings sind ja auch erst 10 Tage vergangen, und der Monat ist noch lange. Eine ordentliche Südwestströmung in der zweiten Monatshälfte, und schon ist die Bilanz mindestens ausgeglichen, wenn nicht erneut überdurchschnittlich. Das wäre den Marktschreiern der Pseudo-Meteorologenzunft zu wünschen, denn man weiß das einfach noch nicht, und sollte sich von schlagzeilenavisierten Unkenrufen und völlig verfrühten Monatsvorhersagen nicht ins Bockshorn jagen lassen. Zu kalt: Klimawandel. Zu warm: Klimawandel. Alles für den Hype. Es ist Mai. Die Zeit der Eisheiligen, und da darf es auch mal frisch sein. Das ist normal, und nicht die 30 Grad, die wir um diese Zeit teilweise auch schon hatten.

Weiterhin, beziehungsweise erneute Bodenfrostgefahr

Der Freitag bringt anfangs noch Wolken und vereinzelte Schauer, im Laufe des Vormittags tun sich aber zeitweise Sonnenlücken auf, und erst zum Spätnachmittag und Abend steigt das Risiko für lokale Schauer oder Gewitter noch einmal leicht an. Die Temperaturen erreichen mäßige 12 bis 17 Grad. In der Nacht ist bei längerem Aufklaren vereinzelt geringer Bodenfrost möglich, wahrscheinlich kommen aber früh genug wieder Wolken.

Am Samstag wird’s ungemütlich, und im Tagesverlauf regnet es wieder häufiger. Nachmittags und abends können sich neben kurzen Aufhellungen auch noch zusätzlich einzelne kräftige Schauer und Gewitter entladen. Die Temperaturen erreichen 11 bis 16 Grad. In der Nacht weitere Schauer bei 7 bis 3 Grad.

Am Sonntag regnet es anfangs noch, vor allem nachmittags kommt aber auch mal die Sonne durch, dann bleibt es im kühlen Nordostwind trocken. Die Temperaturen gehen auf maximal 9 bis 13 Grad zurück. In der Nacht zu Montag klart es zeitweise auf bei +2 bis -1 Grad, in Bodennähe wird’s zum Teil noch frostiger!

Zaghaft milder, aber noch Geduld mit den Blümchen, bitte

So richtig warm will es auch in der neuen Woche noch nicht werden, und vor allem am Montag und Donnerstag regnet es gelegentlich noch. Sonst zeigt sich neben Wolkenfeldern auch zeitweise die Sonne, und im Allgemeinen pendeln die Temperaturen zwischen 11 Grad zu Wochenbeginn, und 13 bis 18 Grad danach. Geduld mit den Blümchen: In der ersten Wochenhälfte droht bei Aufklaren immer noch leichter Nachtfrost. Zum Wochenende hin könnte es dann endlich deutlich wärmer werden.

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