04.05.2020 - 08:31 Uhr
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Außen kross, innen saftig – Kurzgebratenes Fleisch einfach zubereitet

Rare. Medium. Well done. Es ist eine Kunst, ein Stück Fleisch perfekt saftig zuzubereiten. Zumindest scheinbar. Wer ein paar Tipps beachtet, serviert beim nächsten Mal sicherlich keine zähe Schuhsohle, sondern einen zarten Leckerbissen.

Beim Anbraten von Fleisch gibt es einige Tipps zu beachten, damit die Mahlzeit auch ein zarter Leckerbissen wird.
von Mona-Isabelle Aurand Kontakt Profil

Das perfekte Fleisch – egal ob Braten, Rindersteak oder Schweinemedaillons – fängt bereits beim Einkauf an. Um später ein optimales Ergebnis zu erhalten, kommt es hier auf Frische und hohe Qualität an. Abgepacktes Fleisch aus der Kühltheke sollte ein No-Go sein. Stattdessen geht es zum Metzger des Vertrauens. Das kostet zwar ein bisschen mehr, wirkt sich aber positiv auf den Geschmack aus.

Vor dem eigentlichen Braten muss das Fleisch noch entsprechend vorbereitet werden. Sehnen können mit einem scharfen Fleischmesser etwas entfernt werden. Aber Achtung: dabei nicht zu viel Fett wegschneiden. Fett ist Geschmacksträger und verhindert zudem, dass das Fleisch beim Braten austrocknet. Den Fettrand etwas einzuschneiden trägt dazu bei, dass sich das Fleisch nicht ungewollt wölbt. Anschließend das Fleisch mit einem Küchenkrepp noch ordentlich trockentupfen. Dadurch spritzt das Fett beim Braten weniger und es tritt nicht so viel Fleischsaft aus.

Sowohl die Bratpfanne als auch das Fett müssen unbedingt großer Hitze standhalten. Am besten zuerst die Pfanne ohne Fett erhitzen. Wenn die Pfanne heiß genug ist – ein Test mit ein paar Wassertropfen hilft weiter – das Öl in die Pfanne geben. Kaltgepresste Öle wie Olivenöl sind dazu nicht geeignet. Raps- oder Sonnenblumenöle, spezielle Bratöle oder Butterschmalz haben dagegen einen hohen Rauchpunkt, der notwendig ist, um Fleisch scharf anzubraten.

Je nachdem, wie dick das Fleisch ist, bleibt es nur wenige Minuten in der Pfanne. Deshalb wird es oft auch „Kurzgebratenes“ genannt. Je dicker das Fleisch, desto länger die Garzeit. Das Fleisch sollte dann gewendet werden, wenn es sich leicht vom Pfannenboden lösen lässt. Um zu vermeiden, dass Fleischsaft austritt, verwenden Profis dafür eine Grillzange und keine Gabel. Jetzt erst das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen.

Zu guter Letzt ist es wichtig, dem Fleisch vor dem Servieren etwas Ruhe zu gönnen – zum Beispiel bei etwa 50 Grad Celsius im Backofen. In Alufolie eingewickelt sammelt sich der Fleischsaft zwischen den Muskelsträngen, das Fleisch bleibt auch noch saftig, wenn es angeschnitten wird. Während das Fleischpaket im Backofen liegt, kümmert sich der Koch um Soße und Beilagen.

Mit diesen Tricks wird das Fleisch auf dem Grill richtig saftig.
Fleisch richtig grillen:

Saftig-lecker vom Grill

Ein saftiges Steak vom Grill, krosse Bratwürste – Sommerzeit ist Grillzeit. Mit ein paar Tipps gelingt jede gegrillte Leckerei.

1. Damit sich das Fleisch besser löst, ölt den Grillrost gut ein.

2. Selbstmariniertes schmeckt besser und ist gesünder. Oft enthalten Fertigprodukte aus dem Supermarkt Geschmacksverstärker und Farbstoffe.

3. Damit Fleisch beim Grillen nicht austrocknet: in zwei bis drei Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

4. Das Fleisch wird besonders saftig, wenn es nach dem Grillen noch ein paar Minuten ruht.

5. Auch Fisch darf auf den Grill. Dafür eignen sich besonders fettreiche Sorten wie Lachs oder Forelle.

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