21.10.2019 - 08:54 Uhr
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Auf die Bohne kommt es an - Kaffeespezialitäten aus aller Welt

Energiebringer, Wachmacher, Stoffwechselanreger: Kaffee ist eines der Lieblingsgetränke der Deutschen. Doch es gibt große Unterschiede, wenn es um die begehrte Bohne geht.

Kaffee gehört für viele einfach zum Alltag. Doch es gibt ganz außergewöhnliche Sorten, die sich nur die wenigsten Menschen leisten können.
von Julia Hammer Kontakt Profil

In den Supermarktregalen, beim Kaffeeröster des Vertrauens, auf regionalen Schmankerl-Märkten – die Auswahl an Kaffeespezialitäten ist groß. Kaffeeliebhaber müssen sich nicht nur entscheiden, ob sie die Bohnen lieber im Ganzen oder doch fein gemahlen kaufen möchten. Auch bei den Bohnenarten gibt es etliche Varianten – und Geschmacksrichtungen. Weltweit werden weit über 40 verschiedene Sorten angebaut und produziert. Mit Abstand den größten Marktanteil nehmen „Arabica“ und „Robusta“ mit über 80 Prozent ein. Doch auch weniger bekannte Kaffeebohnen überzeugen mit ihrem ganz eigenen Aroma.

Der Arabica-Kaffee wird vor allem in Süd- und Zentralamerika – etwa in Brasilien, Guatemala oder Kolumbien – angebaut. Über neun Monate muss die Arabica-Pflanze reifen, bis die kostbaren Bohnen geerntet werden können. Meist wird sie in 800 bis 1800 Metern Höhe gesät. Sie überzeugt mit einem kräftigen Geschmack, der sich durch die Röstung der länglichen Bohnen komplett entfaltet. Der Arabica-Kaffee ist bekannt für seine hohe Qualität und gilt als harmonisch und mild.

Die Robusta-Bohne stammt aus dem Vietnamesischen, Indonesischen, Brasilianischen und dem Ugandischen Tiefland und gilt als äußerst intensive Kaffeesorte. Im Vergleich zur Arabica-Bohne hat die Robusta mit fünf Monaten eine deutlich geringere Reifedauer. Die Robusta-Bohne enthält mit 2 bis 4,5 Prozent doppelt so viel Koffein wie Arabica (1,1 bis 1,7 Prozent). Vor allem für ihr erdiges, sattes und etwas bitteres Aroma ist diese Sorte bei vielen Kaffeetrinkern beliebt.

Exotische Luxus-Kaffeebohnen

Doch es gibt exotische Luxusvarianten – die eine ganz besondere Ernte- und Entstehungsgeschichte mit sich bringen. Und einen beachtlichen Preis.

Der Kopi Luwak – auch Katzenkaffee genannt – ist eine spezielle Kaffeesorte, die auf den indonesischen Inseln Sumatra, Java und Sulawesi geerntet wird. Die Besonderheit des Katzenkaffees liegt in der Fermentierung. Einheimische Schleichkatzen fressen die Kaffeekirschen, verdauen jedoch nur das Fruchtfleisch. Die eigentlichen Bohnen werden im Verdauungstrakt der Katzen fermentiert. Nachdem sie die Tiere ausgeschieden haben, sammeln die Einwohner die Bohnen auf, waschen und rösten sie leicht. Kenner sind sich sicher: Durch diese außergewöhnliche Fermentierung ändert sich das Geschmackserlebnis auf einzigartige Weise. Einzigartigkeit, die ihren Preis hat. Bis zu 1000 Euro zahlen Liebhaber für ein Kilo des speziellen Kaffees.

Für deutlich billigere 150 Euro pro Kilo ergattern sich Genießer den Jamaica Blue Mountain, eine spezielle Arabica-Sorte, die in den Blue Mountains von Jamaica wächst. Das Anbaugebiet oberhalb von 1.800 Metern, der nährreiche Boden und der beständige Nebel in den Blue Mountains erzeugen eine einzigartige Wachstumsumgebung. Die Kaffeekirschen gedeihen wesentlich langsamer als in vergleichbaren Gebieten und entwickeln so ein ganz spezielles, nuancenreiches und mild-fruchtiges Aroma. Wie werden von Hand geerntet und in speziellen Holzfässern verschliffen.

Info:

Die wichtigsten Fakten über Kaffee:

- Eine Kaffeebohne enthält zwischen 0,8 und 2,5 Prozent Koffein

- Eine Tasse Schwarzer Kaffee enthält rund 100 mg des anregend wirkenden Koffeins

- In Deutschland warden pro Tag rund 73 Millionen Tassen Kaffee getrunken

- Kaffee entfaltet seine belebende Wirkung 30 bis 45 Minuten, nachdem man ihn getrunken hat

- Kaffee kurbelt den Stoffwechsel an und steigert die Konzentration, indem er die Gehirndurchblutung anregt

- Studien belegen, dass Koffein gegen Kopfschmerzen hilft

- Kaffee regt die Verdauung an

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