02.12.2019 - 08:52 Uhr
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Extreme Erfahrungen im Eis

Ruhiges Rodeln und entspanntes Skifahren ist euch nicht aufregend genug? Ihr sucht den eiskalten Nervenkitzel, sobald die ersten Schneeflocken vom Himmel rieseln? Dann haben wir hier genau das Richtige für euch!

Eng, nass, bitterkalt. Eristauchen ist nichts für jeden ...
von Julia Hammer Kontakt Profil

Einige Wintersportarten haben es in sich und sind definitiv nichts für schwache Nerven. Es geht in eisige Tiefen, auf abgelegene Berge und unter den glasklaren Sternenhimmel. Bei all dem Adrenalin ist eine Sache wichtig: einfach einen kühlen Kopf bewahren.

Tauchen unter einer zentimeterdicken Eisschicht. Da heißt es: Ruhe bewahren.
Extrem im Eis:

Eistauchen

Schwerelos unter der Oberfläche gleiten, sich an der bunten Unterwasserwelt sattsehen und die Stille des Wassers genießen. Tauchen liegt im Trend. Doch es gibt eine extreme Version der Sportart: das Eistauchen. Absolut nichts für schwache Nerven – und ungeübte Taucher. Durch ein freigeschlagenes Loch tauchen die Sportler in einem zugefrorenen See unter die meist zentimeterdicke Eisdecke. Das Eistauchen kann schnell zum ganz persönlichen Psychothriller werden, denn nicht selten geraten die Adrenalinjunkies in Panik, sobald sie den „Ausgang“ nicht mehr im Blick haben. Doch auch dieses Spiel mit der Gefahr übt den besonderen Reiz aus. Getaucht wird in der Regel mit einem Tauchanzug, der gegen eine zu schnelle Unterkühlung schützt, einer Druckluftflasche, einem Sicherheitsseil, um sich unter Wasser zu orientieren – und einem Sicherheitstaucher. Oft bleibt ein Signalmann an der Oberfläche, der der Tauchgruppe den Weg weist, wenn sie die Orientierung im kalten Wasser verlieren. Definitiv nicht für jeden geeignet. Aber ganz sicher etwas Besonderes für alle Sportler, die den großen Nervenkitzel suchen.

Eine eisige Erfrischung.
Extrem im Eis:

Eisbaden

Für alle, die etwas Aufregendes, aber nicht potenziell Lebensgefährliches erleben wollen, ist Eisbaden eine Alternative zum Eistauchen. Bildet sich die erste Eisschicht auf den Seen, stehen die Eisbader schon in den Startlöchern. Mit einer Axt oder einer Säge wird ein etwa drei mal drei Meter großes Loch in die Oberfläche geschlagen. Dann runter mit den Klamotten – und rein ins Wasser. Die Winter-Wasserratten steigen bis zur Brust in den See. Lange halten sie es dort nicht aus. Nach wenigen Minuten sollten sie sich wieder in ihre warme Kleidung einwickelt, da sonst Unterkühlungen oder Erfrierungen drohen. Denn: Auch die Wassertemperaturen befinden sich um den Gefrierpunkt. Dem Eisbaden wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Durch die plötzliche Kälte ist der Bader einem starken Temperaturreiz ausgesetzt. Um sich warmzuhalten, reagiert der Körper, indem er Wärme produziert. Dabei weiten sich die Gefäße. Das Blut kann schneller zirkulieren, der Kreislauf stabilisiert sich. Regelmäßiges Eisbaden soll zudem das Immunsystem stärken. Eines ist allerdings wichtig: Nie alleine ins kalte Wasser steigen. Denn man weiß nie, wie der Körper auf die plötzliche Kälte reagiert.

Nichts für schwache Nerven: Snowbiking.
Extrem im Eis :

Snowbiking

Sobald der erste Schnee fällt und die Straßen glatt werden, lassen die meisten Menschen ihre Fahrräder stehen. Anders sehen das Snowbiker. Für sie wird es dann erst interessant. Mit ihren Fahrrädern machen sie sich auf zu eisigen Pisten, schneebedeckten Abhängen oder Pfaden – und geben richtig Gas. Ihre Fahrräder statten sie mit dicken Reifen aus, um auf dem unsicheren Untergrund zumindest ein wenig Halt zu bekommen. Worin der Reiz liegt? Natürlich der Geschwindigkeit. Und dem Nervenkitzel, nicht die komplette Kontrolle darüber zu haben, was in der nächsten Kurve passieren wird. Snowbiker lenken ihre Fahrzeuge durch gezielte Gewichtsverlagerungen, was nicht selten in einer adrenalintreibenden Rutschpartie endet. Eine aufregende Sportart. Aber alles andere als ungefährlich. Deshalb: Schutzanzüge an. Und immer konzentriert bleiben.

Fällt der erste Schnee, gibt es doch nichts Schöneres als die eigenen warmen vier Wände, oder? Falsch. Echte Outdoor-Camper zieht es dann erst in die Natur.
Extrem im Eis:

Outdoor-Camping

Outdoor-Camping ist nicht nur etwas für laue Sommernächte. Echte Naturliebhaber verbringen ihre Nächste auch im Winter auf Wiesen, in Wäldern oder an Seen. Draußen natürlich. Ganz Hartgesottene verzichten dabei sogar auf ein Zelt, um die Schönheit einer glasklaren Nacht in ihrer Vollkommenheit genießen zu können. Da es extrem kalt wird, ist die richtige Ausrüstung das A und O für das winterliche Wildcampen. Neben einer wasserfesten Isoliermatte sollte ein warmer Kunstfaserschlafsack eingepackt werden, der den ganzen Körper inklusive Kopf bedeckt. Auch eine Schneehöhle oder ein kleines Iglu können bei extremen Minusgraden ein klein wenig Wärme spenden. Nicht fehlen sollten eine Stirn- und Taschenlampe sowie ein Campingkocher, Handschuhe, Mütze – und Holz für ein wärmendes Lagerfeuer. Stimmt die Ausrüstung, kann eine Nacht unter dem Sternenhimmel auch im Winter zu einem echten Erlebnis werden.

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